Projektvorstellung
Shownotes
Der Prolog der „Nachhaltigkeitsutopien aus/von/für Niedersachsen“ führt in ein interdisziplinäres Projekt ein, in dem Forschende ihre Visionen für eine nachhaltige Welt in den nächsten Jahrzehnten präsentieren und in den wissenschaftlichen sowie gesellschaftlichen Diskurs einbringen. Forschende aus unterschiedlichen Fachrichtungen entwerfen dazu Zukunftsszenarien zu Themen der Energie, Wirtschaft, Gesellschaft und des Rechts, um aufzuzeigen, wie nachhaltiges Handeln langfristig Nutzen stiften kann. Die Utopien bieten Impulse, die nicht nur für Deutschland, sondern international relevant sind. Ziel des Projekts ist es, den öffentlichen Dialog zu versachlichen, die Veränderungsbereitschaft der Gesellschaft zu fördern und den Blick für langfristige Chancen zu schärfen. In den kommenden Folgen erwartet die Zuschauerinnen und Zuschauer unter anderem Einblicke in Themen wie intelligente Energienetze, Batteriezellfertigung in Europa, nachhaltiges Wirtschaften innerhalb planetarer Grenzen und die Zukunft der Windenergie.
Lehrstuhl für Sustainability and Supply Chain Management
Begriffserklärungen:
Polykrise: Eine Situation, in der mehrere Krisen gleichzeitig auftreten, sich gegenseitig verstärken und dadurch besonders schwer zu bewältigen sind
Biedermeier: Eine kulturelle Epoche in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die heute die Abkehr von politischen Themen und den Rückzug ins Private symbolisiert
Operations Management: Eine Teildisziplin der Betriebswirtschaftslehre, die sich mit dem Management von Arbeitsprozessen beschäftigt, um deren Wertschöpfung zu erhöhen
Kollektive Rationalität: Die Fähigkeit einer Gruppe von Individuen oder der Gesellschaft als Ganzes, gemeinsam rationale Entscheidungen zu treffen
Sperrminorität: Die Möglichkeit einer Minderheit, bei Abstimmungen bestimmte Beschlüsse zu verhindern
Opportunitätskosten: Der entgangene Nutzen der besten nicht gewählten Handlungsalternative
Plurale Ökonomik: Ein Sammelbegriff für wirtschaftswissenschaftliche Forschungsströmungen, die nicht-marktliche Faktoren stärker berücksichtigen wollen
Phase-out-Policy: Der geplante, schrittweise Ausstieg aus einer bestehenden Praxis oder Technologie mit dem Ziel, nachhaltigere Alternativen zu fördern oder negative Auswirkungen zu verringern
Transkript anzeigen
00:00:00: Liebe Zuhörende, ganz herzlich willkommen im Podcast Nachhaltigkeitsutopien aus von Fürniedersachsen.
00:00:05: Mein Name ist Christian Busse.
00:00:07: ich begrüße Sie hier heute zu unserer Auftaktfolge des Podcasts aufgenommen am fünfundzwanzigsten, zweiten zwanzigfünfundzwanzIG und wir wollen dieser Folge unsere Projektziele vorstellen.
00:00:18: Ich hoffe sie finden das interessant.
00:00:19: Ich wünsche Ihnen ganz viel Spaß dabei!
00:00:21: Liebt Zuschauerinnen und Zuschauer, herzlich willkommen zur Projektvorstellung Nachhaltigkeitsutopien aus von für Niedersachsen.
00:00:28: Mein Name ist Julian Minnemann.
00:00:29: ich bin wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl fürs Sustainability & Supply Chain Management und arbeite auch in diesem Projekt.
00:00:38: Mir gegenüber sitzt der Lehrstuel.
00:00:40: Inhaber Prof.
00:00:41: Christian Busse und Leiter des Projektes Christian.
00:00:44: Herzlich Willkommen!
00:00:45: Hallo
00:00:45: Julian!
00:00:46: Christian zu Beginn holen wir doch mal die Zuschauer ab.
00:00:51: Was sind eigentlich Nachhaltigkeitsutopien?
00:00:55: Es sollen Utopien sein, die sich auf Nachhaltigkeit beziehen.
00:00:58: Eine nachhaltige Entwicklung ist ja eine, die die Bedürfnisse heutiger Generationen befriedigt ohne die Bedörfnisbefriedigung zukünftiger Generation einzuschränken und eine Utopie ist eine positiv besetzte Vision einer langfristig entfernten Zukunft um heutigen Verständnis.
00:01:16: Und wenn wir das Ganze kombinieren, dann soll eine Nachhaltigkeitsutopie also eine Utopie sein die sich in irgendeiner Form auf Nachhaltigkeitsthemen bezieht.
00:01:24: Das ist auch Ausgangspunkt unseres Projektes.
00:01:26: Wir wollen Forscher dazu bringen über ihre nachhaltig- keits- utopien zu sprechen.
00:01:32: Wenn wir Utopien sagen es ist ja immer etwas sehr langfristig.
00:01:35: Du hast schon gesagt wir ziehen auf die Zukunft ab.
00:01:38: Über was sprechen wir hier?
00:01:39: Was wird Zeiträume?
00:01:42: Die haben allen Kolleginnen und Kollegen gesagt, sie sollten idealerweise recht weit in die Zukunft gucken.
00:01:47: Also wenigstens mal zehn Jahre mindestens aber auch nicht weiter als man sich als heute lebender Mensch vorstellen kann dass bekannte Personen noch betroffen sind also so was wie fünfzig Jahre.
00:02:00: ich merke schon in meinen Gesprächen mit den Forscherinnen und Forschern dem wir hier zu tun haben das die zeit horizontal tendenziell am unteren Ende sind weil viele sich eben doch aus ihrer heutigen wissenschaftlichen Tätigkeit hinorientieren, also Projekte an denen sie jetzt konkret arbeiten.
00:02:16: Sofern glaube ich werden die Zeithorizonte etwas kürzer als es mir mal vorgestellt hat aber ursprünglich war die Idee auch richtig weit um in Zukunft gucken zu können.
00:02:25: Der zweite Teil des Titels aus von Für Niedersachsen.
00:02:30: was kannst du dazu sagen?
00:02:31: Was hat das so bedeuten?
00:02:33: Ja das ist ganz lustig.
00:02:36: wir wollen mit dem Projekt zum Ausdruck bringen dass wir einen regionalen Bezug haben, dass wir hier wirklich mit den Themen vor Ort beschäftigt sind und das Niedersachsen als Menschen ihre persönlichen Visionen der Zukunft kommunizieren.
00:02:51: Dass das ganze regional aus Niednersachsen kommt.
00:02:53: Wir machen es jetzt federführend an der Karl-Von-Elsjärzgie-Universität Oldenburg, an der wir beide auch tätig sind.
00:02:59: womöglich wird es aber Perspektive sich nochmal erweitern und das ganze soll für Niedersachsen zu vordersten Nutzen schaffen.
00:03:06: Niedelsachs hat ja zum Beispiel bestimmte Wirtschaftszweige, die besonders wichtig sind.
00:03:09: Die Energiewirtschaft ist wichtig, Automobilwirtschaft ist wichtig... ...die Agrarindustrie ist sehr richtig!
00:03:15: Und das sind eigentlich zu vorders die Themen über die wir sprechen wollen, wobei ich glaube dass wahrscheinlich das einfach ein deutschsprachiger Videofamat oder ein deutschsprachiger Podcast auch ist, der auch anderswo sind stiftend angeschaut werden kann.
00:03:32: Also das merke ich jetzt aus den Vorgesprächen so arg Niedersachsen spezifisch sind die Gespräche dann eben doch nicht sondern im Grunde geht es einfach um die Zukunft unserer Gesellschaft und die Identität, die gesellschaftliche Identität ist ja gar nicht so sehr niedersächsische sondern deutsch oder europäischer.
00:03:50: Wenn wir mal überlegen du kamst auf mich zu mit dem Projekt und hast mich sozusagen überzeugt mit deinem Feuer Eifer Magst du nochmal den Zuschauerinnen und Zuschauern, die die Motivationen, die diesen Projekt zugrunde liegt erläutern so wie du mich praktisch abgeholt hast.
00:04:06: Mal gucken ob mir das genauso bedient.
00:04:09: aber an der Stelle auch schon mal vielen Dank für deinen Einsatz.
00:04:11: es ist ja auch ein sozusagen freiwilliger Einsatz wenn man das Projekt ohne irgendwelche Förderung zu haben und das freu ich natürlich sehr dass du mitziehst und das auch auch der Kollege Sebastian Welbte jetzt nicht im Bild ist so schön mitzieht von der Medientechnik.
00:04:24: Die Ausgangssituation Ich wahrgenommen habe und von der ich dich überzeugen konnte, ist dass wir heute im medialen Diskurs erleben, dass über Nachhaltigkeit speziell gar nicht mehr viel gesprochen wird.
00:04:37: Es wurde so ein bisschen getan als sei das Thema einer einzelnen Partei was sich total skurril finde.
00:04:44: als nachhaltigkeitsforscher also ich hatte die Definition an nachhaltigen Entwicklungen schon mal genannt.
00:04:50: Ganz praktisch ist es so, dass Nachhaltigkeit ja ganz viele Themen subsomiert.
00:04:53: Es geht um ökonomische Entwicklung, es geht umökologische Entwicklung und soziale Entwicklung.
00:04:58: Und für mich ist eine völlig Selbstverständlichkeit das Wohl unserer gesamten Gesellschaft und damit aber auch das Wohl quasi jedes einzelnen Menschen betrifft.
00:05:09: Wir sprechen aber kaum noch oder lesen auch kaum noch von Nachhaltigkeit.
00:05:13: Wenn wir das tun, wenn's um nachhaltigkeitsbezogene Maßnahmen geht... dann wird eigentlich immer nur auf die heutigen Kosten und Myen abgestellt, und putzigerweise nicht auf zukünftige Nutzen.
00:05:26: Und das Ganze passiert natürlich auch in einem medialen Diskurs.
00:05:29: also insbesondere ist es eben so dass politische Entscheidungsträger nicht über Nachhaltigkeitsthemen sprechen oder wenn dann ganz verdruckt und defensiv.
00:05:41: Ich fürchte, dass das auch damit zu erklären ist wie zwanzig-fünfzwanzig der mediale Diskurs funktioniert.
00:05:46: Nämlich so, dass Leute die sich trauen, sich zu exponieren ganz schnell erleben, dass ihnen das Wort im Mund umgedreht wird und dass sie im schlimmsten Fall stigmatisiert werden in einem beid folgenden Gespräch mit Kollegen über Bemeinungsfreiheit sprechen und da ist es ein zentrales Thema Und da wollen wir ein bisschen gegen ansteuern sozusagen aus dem Wissenschaftssystem raus, den politischen System Unterstützung zu bieten in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sich hier vor die Kamera stellen bzw.
00:06:22: in den Derivatproduktern im Podcast zu hören sind und erklären wie sie in ihrem Forschungsalltag täglich an total relevanten Problemstellungen arbeiten und wirklich versuchende bessere Welt zu schaffen.
00:06:38: Bisschen ist die Hoffnung dabei auch dieser Wahrnehmung in breiten Teilen der Bevölkerung entgegenzuwirken, dass irgendwelche Eliten an Themen arbeiten würden.
00:06:46: Die für die nur Eigennutzen darstellen würden und das sie sich sozusagen für die wahren Probleme gar nicht interessieren.
00:06:53: also hier geht es die ganze Zeit um irgendwelchen konkreten Probleme die allerdings ausgeschworen komplex sind jetzt nicht so im Handumdrehen gelöst werden können sondern von denen wir eigentlich auch gar nicht wissen, ob wir sie gelöst kriegen.
00:07:05: Aber wo man immerhin ziehen soll das Menschen mit ganz viel Herzbuch daran arbeiten und ich hoffe auch dass man sehen soll, dass wir ganz schön viele Kolleginnen und Kollegen hier haben.
00:07:15: Was interessant ist ja die Bundestagswahl ist gerade gelaufen Wir hatten ein Thema Klimabande was ja auch eine Ausprägung des Nachhaltigkeitsdiskurses ist spielte praktisch gar keine Rolle.
00:07:29: Würdest du sagen, dass es auch so eine Analogie praktisch, wo das Projekt darauf ansetzen kann und zu sagen kann wir müssen dieses Thema wieder in diesen gesellschaftlichen Diskurs reinholen ist sozusagen.
00:07:39: Eine weitere Motivation für dich die Politik auch zu befähigen wieder über dieses Thema zu sprechen.
00:07:46: Einerseits ja, andererseits nein.
00:07:48: Also ganz konkret bin ich natürlich der Überzeugung dass der Klimawandel ein ganz zentrales Problem ist was auch so man spricht davon der sogenannten Polikrise mit vielen anderen Problemen verwoben ist.
00:07:58: also zum Beispiel Flüchtlingsströme gibt es ja heute auch schon aus dem globalen Sieben weil Menschen dort nicht mehr von Ackerbau und Viehzucht im extremen Fall leben können wie sie es früher mal getan haben wirtschaftlichen Grundlagen ihres Lebens dort erodieren.
00:08:21: Es gibt aber auch Flüchtlingsbewegungen aufgrund des Kriegs in der Ukraine, was jetzt ja auch ein ganz, ganz zentrales Thema ist – was jetzt auch zum Beispiel im Diskurs der politischen Entscheidungsträger zum den Ergebnissen der Bundestagswahl das zentrale Thema war interessanterweise.
00:08:36: Insofern ist der Klimawandel jetzt speziell erst mal verdrängt worden von anderen Themen die In der Wahrnehmung der Bevölkerung bzw.
00:08:44: in den politischen Entscheidungsträger drängender sind, ich will auch gar nicht sagen es ist extrem schwierig Probleme zu ranken welches jetzt wirklich das Drängnste klar ist dass sind alles Problemlagen.
00:08:56: auch Mieten und Wohnen ist auch ein ganz zentrales Problem für viele Menschen diesen Land oder die Tatsache des breite Teile der Bevölkerungen eigentlich keinen wirtschaftlichen Fortschritt mehr erleben.
00:09:07: seit dreißig Jahren halt ich auch für ein total zentrales Thema zu dem Parteien keine wirklich überzeugenden Angebote machen können momentan nach meiner Wahrnehmung.
00:09:18: Es gibt viele Themen, die ihre Berechtigung haben.
00:09:23: der Klimawandel ist eins davon.
00:09:24: aber wir wollen ja auch nicht Nachhaltigkeit auf den Klimawandel reduzieren sondern wir werden erleben im Laufe des Projektes und der Gespräche die wir führen dass unsere Kolleginnen und Kollegen auch ganz unterschiedliche Themen als Nachhaltigkeits-Themen betrachten.
00:09:38: Also zum Beispiel hatte ich eben das schon erwähnt, übermorgen stecken Videodreh an wo es um das Thema Freiheit gehen wird und Meinungsfreiheit was man vielleicht auch gar nicht sofort unter Nachhaltigkeits obsummiert hätte.
00:09:50: Ich sehe das Ganze aber auch als ein Beispiel.
00:09:53: also in der gewissen Weise ist nachhaltigkeit auch nur ein Beispiel dafür dass politische Diskurser oder öffentliche Diskurse sollte ich sagen die müssen ja gar nicht politisch sein öffentliche diskurse heute sehr häufig, sehr verkürzt laufen und dass irgendwie die ganzen Nuancen eines Problems nicht mehr rüberkommen.
00:10:12: Und da fällt das Thema Flüchtlinge... Thema Flüchtling ist eine schreckliche Bezeichnung.
00:10:18: Da ist diese Flüchtlingsproblematik oder Migrationsproblematika ein hervorragendes Beispiel dafür, dass es unglaublich verkürz öffentlich diskutiert wird.
00:10:29: Es gibt so viele Dilemmata in dieser Problematik drinstecken für die Menschen, die vielen aber auch für die Gesellschaft betroffen ist.
00:10:40: Wir steigen jetzt gar nicht im Detail ein.
00:10:44: Das kommt einfach nicht mehr rüber und bisschen ist auch die Hoffnung gerade wenn wir das hier in so einem Format einen Wissenschaftler sprich mit einem anderen Wissenschaftler bearbeiten dass es dann eher gelingt wohlwollend miteinander die Komplexität von Problemen zumindest mal anzureißen.
00:11:01: was mich auch sehr stark abgeholt hat war die Fragestellung oder diese Diagnostik, dass man gesagt hat in der Gesellschaft sind wir mittlerweile also kleines Kurselaufen verkürzt ab.
00:11:16: Aber das Kursulaufen teilweise auch gar nicht mehr ab.
00:11:18: Also wir haben immer mehr Menschen, die sich ins Private zu rüllen sehen, die sagen es reiht sich – du hast das Poly-Krise genannt – es reit sich Krise an Krise und Krise.
00:11:27: Und ich bin einfach überfordert von dieser Welt aktuell.
00:11:30: Deswegen mache ich gar nichts mehr.
00:11:32: Unsere Demokratie lebt ja von der Mitarbeit von vielen.
00:11:35: Es geht ja nicht nur darum, sich das Kreuz hinzusetzen sondern auch demokratische Werte zu verteidigen sei es in Kommunalpolitikern, sei es aber auch im Ehrenamt.
00:11:44: als das hält unsere Gesellschaft als Kleber sozusagen zusammen.
00:11:49: würdest du das auch
00:11:50: so beobachten
00:11:50: dass das immer mehr erodiert die Menschen sich immer mehr wie so eine Art und sagen, das ist meine heile Welt.
00:12:00: Hier weiß ich wie die Welt funktioniert.
00:12:02: Und außerhalb wird mir immer zu
00:12:03: kompliziert.".
00:12:04: Ja, die Einschätzung teile ich total.
00:12:07: Es gibt sogar einen Begriff dafür, Kukuninge nicht mehr gehört habe.
00:12:10: Also es soll genau dafür stehen dass Menschen sich ins Private zurückziehen und sich Zuhause das irgendwie ganz schön und gemütlich machen und dahin ziehen sie sich zurück.
00:12:19: Ich erlebe eigentlich auch, Man spricht nicht über politische oder gesellschaftliche Themen, es ist geradezu verpönt darüber zu sprechen.
00:12:28: Wenn man weiß, oh, man könnte irgendwie ins West-Nest stechen und dann plötzlich ist eine Situation sofort total aufgeladen weil wir gar nicht mehr damit umgehen können dass unterschiedliche Personen unterschiedliche Meinungen haben.
00:12:40: Also auch ich glaube relativ allgegenwärtig dieser Begriff der Filterblasen den wir uns alle bewegen medial also bestimmte Medien die ich konsumiere Und leider muss ich sagen Leider sind die meisten dieser Medien halt so relativ stromlinienförmig, dass sie eine bestimmte Weltanschauung vertreten und ihre Inhalter glaube ich auch ein Stück weit danach ausfehlen.
00:13:01: Dass die in diese Weltanschauung passen mit wenigen positiven Ausnahmen vielleicht?
00:13:06: Und das ist natürlich dann auch einen sich selbst verstärkenden Prozess wie so eine Henne-Ei Geschichte höre immer nur das was ich ohnehin glaube beziehungsweise lese, weil ich mich in den Medien bewege.
00:13:19: Das verstärkt dann natürlich wiederum meine Weltsicht und da bin ich irgendwann gar nicht mehr fähig mit anders denken überhaupt noch ins Gespräch zu kommen.
00:13:26: Und das glaube ich ist Teil der Problematik die wir heute haben.
00:13:31: es gibt sozusagen keinen Austausch mehr und dann gibt's die absolut benannten sozialen Medien die ja eigentlich tief asoziale Verhaltensweisen häufig befördern in denen Menschen nun anfangen, wie gleich gegeneinander zu hetzen.
00:13:44: Weil man sich gar nicht schaffender überhaupt noch zu diskutieren.
00:13:49: Würdest du sagen uns als Gesellschaft geht auch so ein bisschen diese Fähigkeit langfristig zu denken?
00:13:54: Wir haben immer mehr so die Mettung ist etwas was ich beobachte immer mehr Ad hoc Bewegungen Probleme tauchen auf und es werden sozusagen schnell vermeintliche Lösungen präsentiert, die aber eigentlich gar nicht langfristig durchdacht sind.
00:14:07: Ist so ein Nachhaltigkeits-Diskurs wie wir ihn hier führen wollen auch eine Antwort da drauf?
00:14:11: Und zu sagen, wir versuchen wieder geht die lange Frist oder die Mitte bis lange Frisst wieder in Sichtweite zu nehmen?
00:14:17: Die Einschätzung teile ich absolut!
00:14:19: Das wäre natürlich toll wenn uns das gelänge.
00:14:21: Ich glaube wir müssen auch ein bisschen bescheiden sein was wir mit unserem Projektchen machen können als ein paar Individuen.
00:14:28: Wenn wir einen kleinen Beitrag dazu leisten könnten, wäre das toll.
00:14:31: Und ich empfinde es definitiv so dass diese Fähigkeit der langfristigen rationalen Planung uns verloren geht.
00:14:39: als Betriebsverdenklich natürlich auch sehr stark also ich mache jetzt Operations Management aber denke auch schon sehr stark in Strategien und empfindest zum Beispiel im wirtschaftspolitischen Bereich Gerade so absurd, wenn über wirtschaftspolitische Maßnahmen gesprochen wird.
00:14:55: Dann scheint es immer nur darum zu gehen wem nämlich was weg um wem etwas zu geben und eine Strategieentwicklung im Sinne eines langfristigen Plans wie ich bestimmte wirtschaftspolitische Ziele erreiche in zehn zwanzig Jahren also.
00:15:07: die fehlt ja komplett mindestens zum öffentlichen Diskurs.
00:15:09: Ich möchte nicht behaupten dass politische Verantwortungsträger nicht fähig sind sowas zu formulieren aber sie schaffen das nicht in der heutigen medialen Situation.
00:15:20: das irgendwie rüber zu bringen.
00:15:22: Woran das jetzt liegen kann ich mich sagen, ob das die Kompetenz der politischen Zeitungsträger ist oder mit dem mediale Diskurs hat erscheint tatsächlich verloren zu gehen.
00:15:31: und wenn du dich erinnerst mal also suchen wir mal ein bisschen raus aus Deutschland.
00:15:38: Der Brexit-Wotum hat uns alle unfassbar überrascht und geschockt weil wie ja und ich glaube das gilt wahrscheinlich Da haben wir beide Konsens, wahrscheinlich haben wir Konsens mit den meisten unserer deutschsprachigen Zuhörerinnen und Zuhörer einen Zuschauer.
00:15:55: Weil es ja so gewirkt hat dass da gegen eine kollektive Rationalität eines ganzen Volkes an Entscheidungen gefällt wurde auch zum Wohl eines einzelnen politisch Verantwortlichen oder Boris Johnson in dem Fall, denen ist offensichtlich.
00:16:13: also man Es ist ja bekannt, dass er seinerzeit davor noch überlegt hat.
00:16:17: okay wofür stellt er sich jetzt eigentlich auf nachdem es dieses Brexit-Votum von Kameramann gab.
00:16:23: Er stellte sich für den Brexit auf oder stellte sie sich eher gegen den Brexit auf also für den Verbleib in der EU.
00:16:30: und dann kam er zum Ergebnis als Nutz einer politischen Karriere wahrscheinlich am meisten wenn er pro Brexite antritt.
00:16:37: und das war die Rationalität.
00:16:39: und jedweder Experte Von dem ich jemals gelesen oder gehört habe, hat gesagt das ist einfach... ...das dratte Gegenteil des Eigeninteresses von Großbritannien aus der EU auszutreten.
00:16:51: und dann ist es aber passiert.
00:16:53: Und jetzt ist natürlich das Argument, naja das war die Entscheidung, die freie Entscheidung des Volkes, dass muss man daran auch festhalten.
00:17:00: und jetzt gibt's da nicht mal ein Diskurs in Großbrитannien zu der Frage ob das Land wieder eintritt und so aufwenden.
00:17:06: Unglaublich viele junge Menschen Freizügigkeit eingeschränkt sind, obwohl unglaublich viele kleinen Unternehmen Probleme haben wenn sie importieren oder exportieren wollen.
00:17:17: Das scheint schon ein Phänomen der heutigen Zeit zu sein.
00:17:20: Anderes Phänomene heute ist das und es ist ja auch gut bekannt, dass politische Entscheidungsträger einen Zeithorizont von vielen fünf Jahren vorgegeben haben durch den Wahlzyklus.
00:17:32: und Olaf Scholz argumentiert jetzt zum Beispiel das Migrationszahlen ja schon deutlich runter ging und dass man es auch noch sehen würde im laufenden Jahr, aber für ihn ist jetzt in der Bundestagswahl nicht sichtbar geworden.
00:17:48: Viele Maßnahmen brauchen natürlich viel viele Jahre um zu wirken.
00:17:52: also ich mir jetzt vorstellen würde hier würden uns darum kümmern bessere Schulbedingungen vorfinden würden, dann hätten sie sicherlich irgendwann auch andere Qualifikationen auf dem Arbeitsmarkt.
00:18:04: Aber es dauert halt einfach Jahrzehnte, die sich's auswirkt und deswegen sehen die deutschen Schulen auch so aus wie Sie aussehen.
00:18:11: Ja also... Die Grundhese würde ich vollständig unterschreiben.
00:18:16: Die Fähigkeit, die kollektive Fähigkeiten langfristig zu denken und zu planen und entsprechend zu handeln scheint zumindest immer weiter eingeschränkt zu werden.
00:18:27: Wir haben es ja selber in Gesprächen, wenn wir zusammensitzen über das Projekt sprechen.
00:18:33: Dass man immer viele Themen anschneidet.
00:18:36: Das ist unheimlich komplex.
00:18:38: Wie du schon sagst, es betrifft viele Themenfelder.
00:18:41: Vieles ist miteinander verbunden.
00:18:43: Wir haben Krisen die sich überlagern.
00:18:46: Kannst du es noch einmal für die Zuschauerinnen und Zuschauer ganz konkret machen?
00:18:49: Was sind unsere Ziele des Projektes?
00:18:57: den Diskurs, den öffentlichen Diskurs zu beeinflussen.
00:19:03: Konkret im Hinblick auf Nachhaltigkeit bzw.
00:19:06: bestimmte Nachhaltigkeitsthemen um den Zuschauern aufzuzeigen dass es positive Zukunfte gibt auf die es sich lohnt hinzuarbeiten.
00:19:18: also wir wollen damit letztendlich die Veränderungsbereitschaft der Bevölkerung stärken weil Man natürlich eine Idee davon braucht, dass es immer besser wird.
00:19:29: wenn man sich heute irgendeinen Schmerz zumuten soll.
00:19:32: Das ist ja total logisch und ich nur darüber rede oh Irgend ein gut für teurer was heute scheinbar günstig ist dann schmerzt das erst mal nur.
00:19:41: Ich muss auch den zukünftigen Nutzen sehen dass wir wollen über diesen zukünftig nutzten reden.
00:19:46: Wir wollen aber auch so ein bisschen diskose deradikalisieren sage ich Mal indem wir Probleme deutlich nur aussierter betrachten.
00:19:55: Also endlich jetzt mal wieder dieses egal ob Klimawandel oder Flüchtling, aber Flüchtlingen ist vielleicht sogar noch ein besseres Beispiel weil das so unglaublich umkämpft ist.
00:20:04: es gibt einfach ganz viele Dilemmata da drin und jedes davon beinhaltet irgendwie seine eigene Wahrheit.
00:20:13: und wenn man sich immer nur auf irgendeine Facette des Problems oder irgendein Gesamtergebnis nach dem Motto Das Land braucht weniger Flüchtlings konzentriert, dann wird das ja alles, da wird er überall drüber gebügeln.
00:20:23: Das wird ja alles abgeschnitten und ich habe die hoffen dass im Gespräch unter Wissenschaftlern... Ich sage Ihnen schon mal es ist ein bisschen auch in so einer gutwilligen Stimmung man unterstellt dem anderen erstmal dass die Person ja irgendwie ersten Skrips hat und zweitens guten Willens ist, dass das da auch möglich ist so Dilemmata schon auch einmal zu beleuchten und so'n bisschen Nuancen von Problemen zu beleuchen.
00:20:46: Und letztendlich ist es aber auch der Versuch, jetzt mal was zu ändern und aus dem Wissenschaftssystem raus tätig zu werden.
00:20:54: Und ich würde sagen in die breite Öffentlichkeit zu gehen.
00:20:57: wir neigen eigentlich ja dazu als Wissenschaftler das wir relativ wenig mit der Öffentlichkeitsinteragieren.
00:21:05: Es gibt immer dieses Bild von dem Elfenturm, an dem man sitzen würde.
00:21:12: In unserer Disziplin heißt es, wir schreiben Tachzeitschriftenaufsätze die dann auch nur ganz wenige Experten lesen.
00:21:17: und das ist halt die Frage wie weit das heutzutage noch funktioniert oder ob nicht zum Beispiel politische Entscheidungsträger angewiesen sind, das ist so ein bisschen so eine Annahme an meinem Kopf.
00:21:29: Angewiesen sind auf externe Unterstützung weil es halt in heutigen Medi-Einsystem nicht mehr funktioniert.
00:21:35: und du hast eben die Bundestagswahl angesprochen.
00:21:37: Die hat unter anderem auch eine Sperrminorität gebracht für relativ extreme bzw definitiv ganz extreme politische Kräfte.
00:21:48: Das heißt die klassischen demokratischen Parteien in diesem Land haben jetzt keine Zweidrittel Mehrheit im Bundestag mehr wie befürchtet.
00:21:56: Polarisierung des Diskurses auf.
00:21:58: Die rechtsextreme AFG hat alleine eine gute zwanzig Prozent bekommen, dass die Situationen vor der wir das Ganze machen.
00:22:07: Was glaubst du?
00:22:08: Warum tun sich Wissenschaftler eigentlich so schwer mit Utopien raus oder zu kommunizieren?
00:22:16: Also es muss ja nicht immer Nachhaltigkeitsutopien sein aber generell vielleicht auch mal eine starke Meinung zu vertreten.
00:22:22: Das ist schon etwas klar... Wir sind in unserem Elfenmeintum und hast gerade gesagt selten draußen und wir exponieren uns nicht so gerne.
00:22:30: Magst du dazu vielleicht mal was sagen?
00:22:32: Was glaubst du,
00:22:33: wo liegt der Dicht?
00:22:34: Ich glaube das gibt eine ganze Vielzahl von Erklärungen dazu.
00:22:37: Die wichtigste ist sicherlich erstmal das wissenschaftliche Ethos.
00:22:40: Wir sollen erstes ja Teil unseres Berufsethos, dass wir neutral und objektiv sind in unserer Forschungsdurchführung Alle Meinungen und Überzeugung, die wir haben, haben wir erst mal so als Privatpersonen.
00:22:54: Also sozusagen politische Überzeugungen.
00:22:56: Und in dem Moment, an dem ich mich jetzt exponiere mache ich natürlich plötzlich meine persönlichen Überzeugungstransparente und fordere andere geradezu auf, die Frage zu stellen oh wie kannst du eigentlich objektiv forschen wenn du das unters willst?
00:23:11: Die Antwort ist halt in der gewissen Weise auch erst braucht Vertrauen.
00:23:14: Vertrauen ist sicherlich auch ein Gut was sehr fehlt in unserer Demokratie dass ich fähig bin, als Wissenschaftler auch zu widerstehen sozusagen einfach gewünschte Ergebnisse zu erzielen sondern halt ja meine Forschung objektiv und neutral durchführen kann.
00:23:29: Auch wenn ich bestimmte persönliche Überzeugungen habe.
00:23:33: Erstmal also das Wissenschaftsethos ist ein ganz ganz großer Aspekt dann.
00:23:38: Dann ist es sicherlich auch so das Opportunitätskosten eine große Rolle spielen würde ich sagen.
00:23:43: Wir sagen Zeit die ich damit verbringe jetzt hier so ein Video zu drehen ist natürlich Zeit die nicht forsche.
00:23:49: Und zumindest an der Universität ist es so, bei außeruniversitären Forschungseinrichtungen mags anders aussehen.
00:23:53: Aber in einer öffentlichen deutschen Universität hast du unheimlich viel Aktivitäten die dir deine Forschungszeit untergraden und letztendlich willst du eigentlich zuvor das forschen und sekundär leeren.
00:24:07: Das geht hier wieder verloren.
00:24:09: Und ein mindestens dritter Aspekt ist sicher auch dass wir vielleicht einen Ausleseprozess haben in der Wissenschaft Tendenziell genau diejenigen Personen in der Wissenschaft landen, die eigentlich so ein bisschen konfliktscheu sind.
00:24:23: So in der persönlichen Interaktion und sich schwer tun, sich an anderen zu weiben und dann vielleicht ganz dankbar sind wenn sie eben ihrer Fach-Community mit Experten kommunizieren.
00:24:33: Und es fehlt soll sich daraus sogar noch einen vierten Aspekt machen.
00:24:36: Es gibt natürlich auch kommunikative Hürden.
00:24:39: also lassen Gesprächspartner überhaupt dieses diese wissenschaftlich herangehensweise zu.
00:24:48: oder also ich kenne das zum Beispiel aus der persönlichen Erfahrung und nicht im Freundeskreis über meine Themen.
00:24:53: Ich forsche zuvor dazu, wie nachhaltig sich durch globale Wertschöpfungsketten verbreitet bzw warum sie es nicht tut.
00:25:00: wenn ich mit denen diskutiere und die haben sofort eine andere Meinung als ich obwohl ich seit fünfzehn Jahren dazu forsche dann ist das für mich auch relativ schwierig dass als sozusagen gleichberechtigten Diskurs zu führen oder wenn sowas halt nicht funktioniert, dass man sagt ja ein Problem ist einfach komplex.
00:25:18: Dann gibt es dann einfach bestimmte valide pro Argumente.
00:25:21: aber es gibt auch valide kontra Argumnte und die musst du gegeneinander ablegen.
00:25:26: Wenn man politischen Diskurs erlebt, dann wirkt das ja immer so als würde eine Seite zu tun Es gibt überhaupt nur Pro Argumenten.
00:25:31: Die andere Seite tut so als gäbe es überhaupt nur Kontra Argumente Und keiner gönnt dem anderen, dass die Arguminte des Anderen schon auch Valides sind.
00:25:41: Das ist schon auch ein Spannungsfeld, also wissenschaftliche Kommunikation oder Kommunikationsunterwissenschaftler funktioniert jetzt einfach anders als öffentliche.
00:25:49: Ich glaube das sind meine eigene Barriere.
00:25:51: Es gibt eine ganze Vielzahl von Barrieren, warum man das nicht tun wollte.
00:25:56: aber ich glaube es gibt ja auch diesen einen Anreiz.
00:25:59: Wir müssen halt schon als Gesellschaft weiter funktionieren und wenn wir in die USA gucken, wo einfach mal Forschungsförderung von jetzt auf gleich... vollständig eingestampft wird in zahlreichen Disziplinen, dann siehst du halt auch wie weit es also so hin.
00:26:15: soweit soll das nicht kommen in Deutschland.
00:26:17: Da müssen wir vorher irgendwie eine Wirkung erzielen.
00:26:21: Was gerade gesagt wird, Wissenschaftler sollen neutral und objektiv sein.
00:26:26: jetzt kann man ja auch unser Projekt hier auch mal einmal beziehen und einmal einmal klar sagen natürlich ist die Nachhaltigkeit der Kern unseres Projektes.
00:26:36: aber ganz klar wir verfolgen hier keinen.
00:26:38: wir haben kein Parteibuch in der Hintertasche oder so etwas und wir verfolgen hier keine parteipolitischen Ziele, sondern wir liefern ja eine Basis sozusagen.
00:26:50: Eine Struktur wenn man so möchte – eine Plattform.
00:26:54: Und auf dieser Plattform können Wissenschaftler im Gesprächen hauptsächlich mit dir ihre Utopien präsentieren aber nicht in eine Richtung.
00:27:04: Wir beeinflussen sie nicht in einer Richtung und wir suchen sie auch nicht danach aus, was wir glauben
00:27:09: wie Sie parteipolitisch
00:27:11: aufgestätzt sind oder so etwas.
00:27:12: Es geht wirklich rein um die Nachhaltigkeitshutopies
00:27:16: geht sozusagen
00:27:16: um den Inhalt und nicht um sozusagen irgendetwas in welche Richtung es auch geben
00:27:21: kann.".
00:27:21: Ja
00:27:21: das ist sehr gut dass du das nochmal klarstellst.
00:27:23: Das halte ich mich auch für ganz wichtig, dass wir das Projekt so aufziehen also haben einen explizit pluralistischen Ansatz bei dem ganz unterschiedliche politische beziehungsweise wissenschaftliche Überzeugung auf den selben Gegenstand eingenommen werden können.
00:27:37: Also wir haben Kolleginnen und Kollegen, die denken so in einer pluralen Ökonomik und sind Vertreter eigentlich oder sind sehr stark überzeugt von einem Postwachstum Ideen das die Gesellschaft sich vom Wachstum komplett verabschieden muss.
00:27:52: Und wir haben andere Vertretern die würden sagen Wir müssen einfach nur die volkswirtschaftlichen Instrumente, die vorhanden sind, sinnvoll nutzen.
00:28:01: Also komplett nach marktwirtschaftlichem Logik folgen und dann erreichen wir auf dem Wege Nachhaltigkeit.
00:28:07: Und gleichzeitig ist es so das hatte ich eben schon mal einmal kurz gesagt dass eben auch die Themen ja extrem breit sind.
00:28:13: also Es gibt putzigerweise gar kein Diskurs zu der Frage was eigentlich ökonomische Nachhaltigkeiten darstellt.
00:28:20: Die meisten Menschen würden wahrscheinlich sofort aus einer ökologischen Fragestellung denken Wir, die wir oder ich, der ich zu nachhaltigen globalen Supply Transforschung beschäftige mich ganz stark mit sozialem Herausforderungen.
00:28:33: All das spielt da rein und es ist in der Tat völlig den Gesprächspartnern überlassen was wie weit sie sich selbst da exponieren wollen.
00:28:42: allerdings ist natürlich so wenn ich Nachfrage also ich challange die Kolleginnen Kollegen dann auch ein Stück weit Dann tue ich das natürlich auf der Basis dessen dass mir irgendwie Plausinen erscheint.
00:28:53: Aber in der Tat haben wir da ganz unterschiedliche Überzeugungen dahinter stehen.
00:28:57: Die Zuschauerinnen und Zuschauern tragen sich vielleicht, was kann man eigentlich mitnehmen aus so einem Nachhaltigkeitsdiskurs?
00:29:03: Also vielleicht werfen wir mal einen Blick nach vorne.
00:29:06: Es gibt ja ganz unterschiedlichste Themen die betrachtet werden und natürlich nimmt man Informationen mit, man kann sich bilden.
00:29:13: aber gibt es für die Zuschauerin und Zuschauer noch andere Ansatzpunkte, was man auch so aus diesen Videos aus dem Podcast mitnehmen kann?
00:29:21: Das ist eine gute Frage.
00:29:22: Ich hoffe, dass das ein bisschen Vertrauen gebildet wird und Menschen vielleicht ein bisschen zuversichtlich in die Zukunft gucken kann.
00:29:29: weil wenn es so ist wie unsere Grundtese nicht die Grundtiese eben schon mal formuliert hat, dass positive Narrative von einer besseren Zukunft fehlen momentan dann dann ist das natürlich auch sozusagen tröstlich das einfach mal zu hören.
00:29:44: Da arbeitet jemand zum Beispiel Qualitativ hochwertiger Batteriezellfertigung oder da wird eine Kollegin sprechen darüber wie das Energienetz mal intelligenter und dezentraler sogar in einer gewissen Weise demokratischer gestaltet sein kann.
00:30:00: Ich glaube, dass sind per sie alles sehr positiv besetze Themen.
00:30:04: wenn man sich auf die einen lässt dann kommt dann nicht nur ein gewisses Wissen bei rüber hoffentlich, sondern eben auch so auf der emotionalen Seite ein bisschen Zuversicht und Vertrauen vielleicht zurück.
00:30:16: Also ich wäre sehr dankbar.
00:30:19: Ich weiß nicht wie weit Menschen außerhalb dieser akademischen Blase sich diese Videos oder Podcasts angucken oder anhören werden aber ich wäre natürlich sehr dankbaar wenn wir noch denken O da sitzen ja ganz vernünftig die Leute mit viel Herzglut an vernünftigen Themen arbeiten.
00:30:35: das wär sehr hilfreichen Bestcase-Szenario kann man natürlich auch Brücken bauen, wollte ich sagen.
00:30:43: Die es Menschen ermöglichen, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen.
00:30:48: also da sehe ich schon viel Potenzial.
00:30:50: Natürlich ist das auch vorstellbar.
00:30:51: vielleicht hören ein paar junge Menschen zu die jetzt gerade Abi machen und irgendwie überlegen was will ich denn eigentlich mal studieren?
00:30:58: Und vielleicht werden sie auch inspiriert und denken sich ah Mensch an der Uni Oldenburg könnte ich ja Keine Ahnung, BWL Informatik Rechtswissenschaften Physik Sozialwissenschaftens Studierend.
00:31:09: Das sind alles jetzt Disziplinen die auch mal auftauchen werden.
00:31:14: ermöglicht ist auch dass man sagt Mensch wenn ich so das man so eine Ziel Anregung bekommt also dass man als Zuschauer vielleicht denkt Mensch Ich habe da noch nie drüber nachgedacht aber es wäre ja ein Ziel in in zwanzig fünfzehnzig dreißig Jahren dass wir dort stehen und sozusagen eine Motivation vielleicht zu kriegen.
00:31:32: Da möchte ich eigentlich nicht arbeiten, damit wird Toph hinarbeiten, dass wir da auch hinkommen?
00:31:35: Das ist auch in meinem Kopf eine logische Fortsetzung dieses Projektes.
00:31:41: wenn wir über diese Utopien dann mal verhandeln würden gemeinsam ja was sind denn wünschenswerte Zielzustände das man im nächsten Schritt darüber reden könnte was wären den Strategien wie man diese Zielzuständer idealerweise erreichen könnte?
00:31:54: oder so muss man die richtige Richtung läuft.
00:31:56: Das hielt ich für total wünschenswert, wenn das gelingen würde.
00:32:01: Wir betreten jetzt ja mit den Utopienbereich der bislang eigentlich nicht bearbeitet ist.
00:32:06: also was wir sehen politischen Diskurs.
00:32:08: zumindest ist ja dass es eher Distopien gibt
00:32:12: Also es
00:32:12: Vorstellungen gibt wie die Welt halt aussieht Wenn wir jetzt nichts machen.
00:32:17: also tendenziell von eher sagen wir mal rechts kommen diese Aussagen, wir müssen jetzt handeln.
00:32:25: Sonst recht so aus, absolut rechts außen gehen auch nicht rechts konservativ sondern rechts außend.
00:32:32: Sprich
00:32:33: ist es sozusagen in der Politik so das Nicht nur Utopien fehlen, sondern dass sogar mit Dystopien Wähler gewonnen werden?
00:32:40: Würdest du diese
00:32:42: These unterstützen jetzt gerade im Hinblick auf die Wahl, die jetzt gerade gelaufen ist?
00:32:46: Das ist natürlich tatsächlich sehr poivisch.
00:32:48: aber im Endeck auf die AfD siehst Du das ja?
00:32:51: ne Sie lieben ja davon, nicht Problemlösungen zu erarbeiten sondern Probleme sozusagen zu bewirtschaften.
00:32:58: und wenn wir jetzt nicht irgendwie so eine Skandalproblemwahrnehmung die ganze Zeit hätten oder denn eine Wahrnehmungen der Auswirklosigkeit dann würden diese vermeintlichen Lösungen die Partei propagiert gar keine Chance haben.
00:33:14: Das spricht für deine Tee so und ich glaube das sagt man rechtsextrem rechtsradikalen Parteien in ganz Deutschland nach, dass sie alle so arbeiten würden, ohne dass ich es jetzt individuell beurteilen könnte.
00:33:25: Aber wenn ich nach Großbritannien nochmal gehe vor diesen Brexit-Hintergrund, Nigel Farage ist jetzt sicherlich auch jemand der da so einzuordnen ist...
00:33:36: Okay wir versuchen gerne eine andere Richtung, eine positive und optimistische Richtung zu arbeiten.
00:33:42: Du hast das schon mehrfach im Gespräch angedeutet Was für interessante Gespräche da noch kommen.
00:33:47: Magst du nochmal für die Zuschauerinnen und Zuschauer einen kleinen Ausblick geben, was so in nächster Zeit an Videos zu erwarten ist?
00:33:54: Welche Richtung das gehen kann, dass man mal eine Vorstellung bekommt.
00:33:58: Was sind das eigentlich für Nachhaltigkeitsutopien?
00:34:00: Ja gerne!
00:34:02: Also tatsächlich ist es so unser heutiger Dreh jetzt gerade zwei Tage nach der Bundestagswahl.
00:34:07: Zwei Videos haben wir auch schon gedreht mit Kollegen beide Male.
00:34:12: Der Kollege Bernd Siemühner hat mit mir darüber gesprochen, wie er sich zukünftiges Wirtschaften im Rahmen der sogenannten planetaren Grenzen vorstellt.
00:34:21: Die sogenannte Donateconomie als eine Vision aufgegriffen.
00:34:24: wir haben dann intensiv darüber diskutiert Wie in der Vergangenheit ist schon gelungen es bestimmte nicht nachhaltige Praktiken loszuwerden?
00:34:34: Einerseits wie das vielleicht auch zukünftig passieren könnte und andererseits darüber wie man was wir heute schon beobachten in der Energiewende zum Beispiel, dass bestimmte Technologien sich halt auch sehr stark verbreiten heutzutage.
00:34:47: Photovoltaik, Windenergie sind da positiv Beispiele und die Grundgedanke war so eine gewisse Transformation ermöglichen zu können also einen nicht radikal eher evolutionären Wechsel unserer Wirtschafts- und Lebensweise mit dem... Kollegen Andreas Rau habe ich gesprochen über das Thema Batteriezellfertigung, speziell das sogenannte Zero-Defect-Manufacturing was er als Informatiker mit Hilfe von sogenannten digitalen Zwillingen ermöglichen will.
00:35:20: Also erst bestrebt Batteriezellsfertigungen auch in Europa aufzubauen oder zu halten.
00:35:27: und die Batterie macht irgendwie vierzig Prozent der Wertschöpfung eines Elektroautos aus.
00:35:34: und wir haben ja in Deutschland das Problem dass traditionelle Automobilkompetenzen wie Motorenbau und Getriebebau halt entwertet worden sind durch die Mobilitätswende.
00:35:46: Und das ist auch wahrscheinlich genau der Grund, warum die deutschen Automobilhersteller so zögerlich waren auf das Thema zu setzen.
00:35:51: Andreas glaubt aber, dass es uns gelingen kann qualitativ hochwertige langlebige Batterie Packs in Deutschland zu fertigen mithilfe solcher digitaler Technologien und digitale Zwillinge konkret.
00:36:06: Und dass das auch dazu führen wird, hochwertige Arbeitsplätze und hochwertigte Forschung in Europa, Europa insbesondere zu halten.
00:36:15: Das ist ein pan-europäisches Konsortium, der arbeitet.
00:36:19: In wenigen Tagen, wenn wir ein Dreh haben mit Volker Böhme Nester unserem rechtswissenschaftlichen Kollegen einen Lehrstuhl für öffentliches Recht hat Ein bisschen aus dem anderen Blickwinkel, also das Stichwort Pluralismus.
00:36:34: Aus einem anderen Blickwinkler auf das Thema gucken und der Frage nachgehen, welche Rolle spielt eigentlich die Freiheit?
00:36:39: Und ist vielleicht an dieser These, diese amerikanische Vizepräsidentin Jadie Vanster vor kurzem rausgehauen hat dass in Europa die Meinungsfreiheit oder speziell in Deutschland die Meinungfreiheit so bedroht sei?
00:36:50: Ist da vielleicht sogar was dran?
00:36:52: Da Korn-Wahrheit drin, wer hat sich jetzt nicht... würde nicht JD Vance da folgen, das war schon seine eigene Überlegung die er lange vorher geäußert hat und er wird sicherlich sehr stark pro Freiheit argumentieren.
00:37:05: Und wahrscheinlich wären wir gemeinsam überlegen ja gibt es vielleicht auch sowas wie Denk-und Sprechverbote.
00:37:10: Wir haben das Glück an der Uni Oldenburg erleben wir sowas eigentlich ganz selten aber in anderen Unis ist es teilweise so gerade in den USA aber auch vielleicht manche mit Berliner Unis dass Rednerinnen und Redner ein- und ausgeladen werden, weil sie irgendwelche Thesen nicht vertreten dürfen.
00:37:28: Und da sollen wir ein bisschen gemeinsam angucken.
00:37:31: Die Kollegin Astrid Nisse wird etwas erzählen.
00:37:33: zu der Zukunft des Energienetzes hat ich ihm schon mal erwähnt.
00:37:36: Smart Grid ist so ein Schlagwort und Sie hat dann die persönliche Utopie das Ganze sehr demokratisch oder demokratiefördernd ausgestaltet sein könnte finde ich ganz spannend.
00:37:51: Darüber werden wir reden, wahrscheinlich werden wir über cyberphysische Systeme und wie die eigentlich uns helfen kann als Gesellschaft uns weiterzuentwickeln.
00:38:05: Also ich sehe insgesamt dass viele spannende technische naturwissenschaftliche rechtswissenschaftlich und aber auch wirtschaftswissenschaftliche Visionen haben werden.
00:38:15: Wir werden auch sprechen Face-Out Policies zum Beispiel.
00:38:21: Das gibt ja in der Öffentlichkeit, das wird der Kollege Jörn Hauptmann machen.
00:38:24: Es gibt ja die Wahrnehmung
00:38:28: z.B.,
00:38:28: den Grünen wird immer nachts sein eine Verbotspartei und alle Menschen sind sofort der Meinung.
00:38:33: auch wie kann man nur Verbote aussprechen?
00:38:36: Der Kollege Jürgen Hauptmann wird argumentieren auf Basis seiner Forschungsergebnisse was eigentlich warum das gut ist dass man sich von bestimmten Technologien trennt und wird eine Lanze dafür brechen.
00:38:54: Der Kollege Stefan Bart, der leitet unser Windenergiezentrum Vorwind.
00:38:58: Er wird uns ein bisschen was erzählen zur Zukunft der Windenergi in Deutschland offshore & onshore.
00:39:03: Und er hat auch so ne, ich sag mal industriepolitische Vision vor Augen.
00:39:07: Er möchte auch Wertschöpfung in Deutschland halten hochwertige Wertschöffungen und verhindern das Deutschland von anderen Weltregionen abhängig wird.
00:39:17: und das ist ja ein Thema, dass wir auch ein zentrales Thema im Gespräch mit Andreas Rao was immer wichtiger wird.
00:39:24: Wir erleben das heutzutage.
00:39:26: ich fand es sehr beeindruckend nach der Bundestagswahl, dass tatsächlich unter den demokratischen Parteien sehr starker Konsens geherrscht hat.
00:39:33: Dass tatsächlich Europa seine Verteidigungsfähigkeit in ganz weiten Sinne, Verteiligungsfähigkeit und Resilienz stärken muss und wir wissen nicht wie sich die Beziehungen die politischen Beziehungen der EU zu feinlichen Staaten zum Beispiel entwickeln werden.
00:39:51: Noch vor wenigen Wochen hätten wir gedacht, egal was passiert das bleiben unsere Alliierten und wissen wir jetzt ja nicht mehr.
00:39:59: Russland als Aggressor ist klar auf der Landkarte.
00:40:01: China ist tendenziell auch ein disruptiver Akteur sage ich mal.
00:40:06: Und da ist offensichtlich eine ganz hohe politische Dynamik gerade die sehr dafür spricht, dass wir da auch ein bisschen gegensteuern und auch als EU versuchen unsere Kräfte zu bündeln.
00:40:19: Das ist eine Facette was mehrere unserer Gesprächspartner sagen.
00:40:22: Also ich hoffe das viele sehr spannende Gespräche zu ganz konkreten Themen kommen werden und wir haben gemeinsam so ein bisschen uns zum Ziel gesetzt so roundabout vielleicht fünfzehn Videos oder so zu drehen und dann mal darüber zu sprechen wie kann dieses Projekt vielleicht ausgerollt werden in verschiedene Richtungen, aber das ist jetzt auch Zukunftsmusik.
00:40:42: Ja vielen Dank für die vielen Beispiele hier noch kommen!
00:40:45: Das klingt sehr spannend und ich freue mich auch deswegen darauf, weil ich
00:40:48: beobachte
00:40:49: dass wir in Deutschland dazu neigen sowieso German Angst immer sehr pessimistisch zu sein.
00:40:54: Momentan finde ich die Stimmung aber auch nochmal ein bisschen pessimistischer und ich glaube es tut einfach gut wenn mal ein bisschen Optimismus verbreiten können und diese Nachhaltigkeitsutopien auch positiv besetzen, Zukunftsszenarien zeigen ja einen Weg zu mehr Optimismus auf.
00:41:09: Und ich glaube es liefert ein interessanter Einblick oder können interessante Einblicke liefern.
00:41:13: Christian vielen Dank für die Ausführung zum Projekt!
00:41:17: Liebe Zuschauer und Zuschauer, ich hoffe für Sie sind auch spannende Einblicken entstanden.
00:41:21: Sie haben Lust auf die Videos.
00:41:24: wir würden uns freuen wenn sie zahlreiche gucken suchen sich die aus die sie am interessantesten finden oder schauen sie gerne noch alle.
00:41:31: Vielen dank für Ihr Interesse.
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