Industrie-strategische Realisierung der Windausbauziele
Shownotes
Die dritte Folge des Projekts „Nachhaltigkeitsutopien aus/von/für Niedersachsen“ beleuchtet mit Dr. Stephan Barth vom Zentrum für Windenergieforschung ForWind die industrie-strategische Umsetzung der Windausbauziele. Im Gespräch wird deutlich, wie stark sich die Windenergie in den letzten Jahren verändert und weiterentwickelt hat. Thematisiert werden sowohl Unterschiede zwischen alter und neuer Technologie als auch die besonderen Herausforderungen von Windkraftwerken auf See, die extremen Bedingungen wie Salzwasser, Korrosion und stärkeren Winden standhalten müssen. Die Folge führt außerdem in die aktuelle Forschung ein: von realitätsnahen Windkanal- und Laborexperimenten bis hin zu hochsensiblen Lidar-Messsystemen. Aus Sicht unseres Experten ist es für die Energiewende notwendig, technologische Innovationen mithilfe einer Industriestrategie zu verfolgen, die Produktion in Europa zu stärken, Automatisierung zu nutzen und Anhängigkeiten von fremden Märkten zu verringern. Ebenso zeigt die Folge, dass Fortschritte in Regulierung und Akzeptanzforschung zentrale Bausteile sind, um die Windkraft auszubauen und die Energiewende erfolgreich umzusetzen.
Lehrstuhl für Sustainability and Supply Chain Management
Begriffserklärungen
Zustands- und Restlebenszeit-Überwachung: Verfahren, die den aktuellen technischen Zustand wichtiger Komponenten frühzeitig erfassen, um den sicheren Weiterbetrieb einer Windkraftanlage abzuschätzen
Rauigkeit: Bezeichnung für die Oberflächenstruktur des Geländes, die den Windfluss beeinflusst, z. B. durch Wälder, Gebäude, Wiesen und Gewässer
Scherung: In der Meteorologie steht Scherung für die Änderung der Windrichtung oder Windgeschwindigkeit mit der Höhe
Transition Piece: Übergangsstück zwischen dem Monopile-Fundament (Stahlpfahl im Meeresboden) und dem Turm der Windkraftanlage
Algorithmus: Eine endliche, eindeutige Folge von Anweisungen oder Rechenschritten, die dazu dient, ein Problem zu lösen oder eine bestimmte Aufgabe auszuführen
Ähnlichkeitsgesetze: Bedingungen, unter denen zwei physikalische Systeme als ähnlich gelten, sodass die Ergebnisse z.B. von einem verkleinerten Modell auf eine echte Windkraftanlage übertragbar sind
Lidar: Technologie zur Messung von Entfernungen und Geschwindigkeiten mittels Laserstrahlen, welche bspw. zur Windmessung eingesetzt wird
Anemometer: Messgerät zur Bestimmung der Windgeschwindigkeit
Doppler-Effekt: Physikalisches Phänomen, bei dem sich die wahrgenommene Frequenz einer Welle verändert, wenn sich Sender und Empfänger relativ zueinander bewegen
Ausbauziele: Politisch oder strategisch festgelegte Zielvorgaben zum quantitativen Wachstum bestimmter Infrastrukturen oder Technologien, typischerweise im Bereich der Energiewende
Geschlossener Stoffkreislauf: Bewusst geplanter Materialfluss, bei dem Produkte, Komponenten oder zumindest Materialien nach Gebrauch wiederverwendet werden, um Ressourcen im Kreislauf zu halten und zu schonen
Wertschöpfung: Zuwachs an wirtschaftlichem Wert, der durch eine Tätigkeit, ein Unternehmen oder eine Branche entsteht, weil z.B. ein Produkt wertvoller ist als die Summe der verwendeten Inputs
Total Cost of Ownership: Konzept zur Bewertung aller direkten und indirekten Kosten, die mit dem Erwerb, Betrieb und der Entsorgung eines Produkts oder Systems über den gesamten Lebenszyklus verbunden sind
Sandboxing: Unten: Schaffen eines isolierten Bereichs, innerhalb dessen z.B. Innovationen in einem begrenzten Umfeld und Zeitraum erprobt werden können
Transkript anzeigen
00:00:00: Liebe Zuhörende, ganz herzlich willkommen zurück im Podcast Nachhaltigkeitsutopien aus von Für Niedersachsen.
00:00:05: Mein Name ist Christian Busse.
00:00:07: ich bin der Moderator dieses Podcasts und mein Gesprächspartner am sechsten März, zwanzig, fünfundzwanzig war Dr.
00:00:14: Stefan Bart.
00:00:15: er ist Geschäftsführer des Windforschungsinstituts Forwind was unter anderem in Oldenburg beheimatet ist.
00:00:21: mit ihm habe ich gesprochen über seine persönliche Utopie eine industrie strategische Realisierung der Windausbauziele.
00:00:29: Dieses Gespräch hat an mehreren, ganz spannenden Orten stattgefunden wo man sich auch etwas angucken konnte.
00:00:36: Sie wissen vielleicht aus unseren Shownots dass die Videos auf YouTube verfügbar sind falls Ihnen dieses mal die Tonspuren nicht reichen sollte.
00:00:45: Ansonsten wünsche ich Ihnen wie immer viel Spaß mit unserem Podcast und wundern sie sich nicht über etwaige Hintergrundgeräusche.
00:00:52: Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, liebe Zuhörende!
00:00:55: Ich begrüße Sie ganz herzlich zu den Nachhaltigkeitsutopien von Ausführ Nier-Sachsen.
00:01:01: Heute ist der sechste März twenty-fünfundzwanzig.
00:01:04: ich habe in den letzten Wochen gelernt dass das sehr wichtig für mich ist das Datum mit aufzunehmen weil so unglaublich viel passiert in der Welt und ich freue mich außerordentlich hier heute Dr.
00:01:13: Stefan Bart begrüßen zu dürfen unseren Geschäftsführer unseres Windforschungszentrum vorbilden einer Gemeinschaftsinstitution der Uni Oldenburg mit den Unis Bremen und Hannover.
00:01:24: Stefan ganz lieb, hast du dir an einem total vollgepackten Tag die Zeit um dieses Video mit mir zu drehen?
00:01:31: Ich freue mich sehr dass du da bist heute!
00:01:34: Sehr gerne und herzlich willkommen.
00:01:36: Ja, danke schön.
00:01:37: Wir haben uns überlegt wir wollen das Gespräch so ein bisschen in drei Blöcke teilen und erstmal einsteigen damit was für mich auch ein ganz interessantes Learning war an unserem Vorgespräch wie unglaublich vielfältig die Gewinntenergie-Forschung ist.
00:01:48: also wenn ich drüber nachdenke werde sicherlich auf manche Themen gekommen aber ich glaube dass es unsere Zuschauer und bestimmt auch interessant ist überhaupt erst mal zu verstehen was da alles beforst werden muss und aber auch kann paar Themen einfach vorstellen, was hier so gemacht wird von deinen Kolleginnen und Kollegen?
00:02:09: Gerne.
00:02:09: Also wenn man sich Windenergie anguckt als Technologie, dann stellt man sich ja das Laie tatsächlich erst mal die Frage, was gibt es denn überhaupt noch für Herausforderungen?
00:02:17: Weil die Anlagen, wenn man sieht sie anguckt, die sehen seit zwanzig Jahren ungefähr gleich aus.
00:02:20: Haben wir einen Turm im Maschinenhaus obendrauf drei Rotaublätter.
00:02:26: Die sind größer geworden, aber ist erstmal gar nicht erkennbar, was ist eigentlich der große Unterschied.
00:02:32: eigentlich nichts mit dem zu tun, wie das vor zwanzig Jahren war.
00:02:36: Und das fängt schon beim Wind selber an bei der Ressource.
00:02:39: Das ist auch einer der starken Forschungssäulen hier in Oldenburg und der Grund ist die Dimension der Anlagen sind so groß geworden dass wir heute nicht nur sehr große Flächen überstreichen also eine Rotauffläche entspricht heute mehreren Fußballfeldern von den Abmessungen her.
00:02:58: Dadurch sind die anderen auch sehr hoch geworden.
00:03:00: Wir gehen immer weiter in größere Höhen und da ist der Wind physikalisch tatsächlich anders, als der in Bodennähe ist.
00:03:09: Das kennt vermutlich auch jeder, der schon mal mit dem Flugzeug geflogen ist – in Bodennehe, das heißt ja Start- und Landephase.
00:03:15: in so einem Flugzeug muss man sich anschneiden, die Tische hochklappen weil es dann doch ordentlich rappeln kann wenn das Flugzeug durch diese turbulente Schicht durchfährt.
00:03:26: die Standardbedingungen für eine Windenergieanlage mit der Herausforderung, dass sie anders als ein Flugzeug zwanzig, fünfundzwanzig Jahre da drinnen operieren muss ohne jeden Tag gewartet zu werden.
00:03:39: Also völlig anders als in der Luftfahrt.
00:03:42: Wenn man dann einen Reiseflugge erreicht hat, dann merkt man, naja, die Turbulenzen sind weg und das Flugzeug hängt eigentlich sehr ruhig an den Tragflächen.
00:03:50: es gibt nicht mehr so viele Turbulänzen.
00:03:53: Heute werden die Anlagen so groß, dass sie genau aus diesem turbulenten Bereich in diesen nicht-tubulenten Bereich reingehen.
00:03:59: Das heißt wir haben jetzt eine zusätzliche Herausforderung, je nachdem wo das roter Blatt sich befindet mechanische Belastungen stark da sind und dann wieder nicht.
00:04:11: Plus
00:04:11: die Windrichtung ändert sich in diesen Höhen sehr stark und es treten auf meine mechanischen Belastung auf, die es früher sogar nicht gab.
00:04:19: Und das ist nur ein Zurückung!
00:04:22: Das ist ja nun erstmal von der reinen Ressource auf die Mechanik.
00:04:26: Dazu kann natürlich noch die Vorhersage, wir wollen das Energiesystem betreiben und dass es sicher funktioniert, d. h., man muss auch eine Planung haben wie nutzt man diese Ressourceffizienz?
00:04:36: Wie wechseln wirken die untereinander?
00:04:39: Die Anlagen, das ist erst mal nur eine Anlage.
00:04:41: Im Windpark hat man mehrere hintereinander heißt sie beeilfüßen sich gegenseitig.
00:04:45: bei den großen Offshore-Windparks hat man große Cluster, jetzt werden Cluster Effekte die mehrere zehn, zwanzig, dreißig Kilometer weit reichen also auch die Windparks untereinanderswechselt.
00:04:54: und da gibt es ganz viel Fragestellung kriegt man durch moderne Steuerungen das so hin dass man Energie wieder nachführen kann, um diese Effekte einfach zu reduzieren.
00:05:05: Was meinst du da mit Energien nachzuführen?
00:05:06: Kannst du es kurz erläutern?
00:05:08: Eine Anlage nimmt natürlich Energie aus dem Wind raus und das heißt hinter einer Anlage ist erstmal weniger wind als vor eine Anlage weil das ja dann elektrische Energie umgewandelt wird.
00:05:19: Das heißt die Folgeanlage sieht deutlich weniger Wind und damit produziert sie auch deutlich weniger, stellt weniger Leistung bereit.
00:05:29: Der Zusammenhang zwischen Windgeschwindigkeit und Windleistung gibt mir den dritten.
00:05:33: Potenz heißt doppelt so viel Wind acht mal so viele Leistungen oder andersrum gesagt den Wind halbiert habe ich nur ein Achtel der Leistung.
00:05:41: das heißt also hat einen sehr starken Effekt.
00:05:43: Wenn man jetzt große Windpacks hat, dann breitet sich dieser Effekt aus.
00:05:47: Es gibt dann einen Basiswert auf den sich das einschwingt.
00:05:51: und was man überlegt ist, kriegt man durch eine gezielte Störung der atmosphärischen Schicht in dieser Höhe das hin, dass zum Beispiel von oben Energie nachgeführt
00:06:03: wird.
00:06:04: Und da gibt es Überlegungen, wie kriegt Man das hin?
00:06:07: Heute ist ein Windpark so aufgebaut, dass eigentlich alle Anlagen des gleichen Typs sind, alle haben die gleiche Höhe.
00:06:13: Wenn man das variieren würde, würde das zum Beispiel eine Störung vorsachen.
00:06:16: Oder kann man durch Eingriff in die Steuerung dafür sorgen dass so ein Effekt eintritt.
00:06:22: Man kann durch die Stellung der Anlage auch diesen Nachlauf also den Windschatten hinter einer Anlage umlenken.
00:06:31: Also wenn man bewusst die Anlage etwas schief stellt dann lenkt hat man die Chance diese Windabschwächung an der nächsten Anlage vorbeizuführen.
00:06:39: Schiefstellen, dass das die sozusagen nicht senkrecht zur Windeinfahrt-Senkung steht?
00:06:42: Genau!
00:06:43: Das hat natürlich einen Nachteil und man produziert an der Landlage bei der man das macht weniger effizient und erhöht die mechanischen Belastungen, da sie ja nicht mehr optimal stehen.
00:06:53: dafür hat aber die Folgeanlage weniger mechanische Belastung und erzeugt mehr.
00:06:58: Und dann gibt es natürlich ein Optimum, dass man auf den gesamten Park geguckt mehr Ertrag rausholen kann und die mechanischen Belastung insgesamt unternehmen kann.
00:07:07: Und der Gedanke geht dann soweit, dass man durch moderne Verfahren des...der Zustandsüberwachungen und der Restlebenszeitüberwachung.
00:07:15: das sind auch starke Forschungsfelder, die sich vor allen Dingen in Nanofarikollegen angucken.
00:07:21: Wenn man weiß eine Anlage hat aufgrund der Windbedingungen ganz viel Belastungen gesehen mehr Schwächung als andere Anlagen, also anders gesagt eine kürzere Restlebensdauer.
00:07:33: Dann kann man natürlich bei so einer Parksteuerung darauf wirken dass man dacht wenn jetzt Anlagen abgeregelt werden müssen weil das Netz nicht ausreichend stark ist in dem Moment dann regeln die Anlage ab die die kürzte Restlebendsdauer hat um die weiter zu schonen.
00:07:47: und das sind da Betriebskonzepte die man sich anguckt was ein starkes Forschungsfeld ist.
00:07:54: Insbesondere interessant ist auch für die Betreiber von großen Windparks, weil es ermöglicht nicht nur zukünftige Technologie damit zu verbessern sondern auch schon installierte Anlagen.
00:08:05: Im Grunde ist das ja ein Software Update an was man macht und das heißt also ich kann große Werte die schon installiert sind nochmal besser betreiben.
00:08:14: Darf ich einmal so eine ganz basale Frage noch mal nachschieben?
00:08:17: Du sprichst immer von Anlagen Park sich glaube In unserem Vorgespräch habe ich gemerkt, dass du auch sehr stark über die Offshore-Themen nachdenkst.
00:08:24: Aber Onshore also an Land ist es doch häufig so das zumindest für mich als Lein das so wirkt als sei da im Prinzip mal eine einzelne Anlage, die da steht oder dann stehen da mal mein Ding drei zusammen.
00:08:36: Ist es so, dass man heutzutage sich sehr stark konzentriert auf diese Anlagenparks wo eine Vielzahl von Anlagen ist?
00:08:42: Oder erschließt sich mir das einfach nur nicht als Beobachter was das in Wirklichkeit ein Park ist der da steht?
00:08:47: Nein, da hast du schon recht.
00:08:48: Das ist ein ganz deutlicher Unterschied zwischen Windenergie auf See und Windenergi an Land.
00:08:54: Windenergie auf See ist ein Kraftwerk.
00:08:58: Das sind viele, viele Anlagen, mehrere hundert Megawatt pro Park.
00:09:03: das ist wirklich in großen Dimensionen gedacht und da sind diese Effekte natürlich viel stärker als an Land.
00:09:11: dazu kommt noch Der Vorteil, den man auf See hat, dass dort mehr Wind ist und weniger Turbulenz.
00:09:19: Weil einfach die Rauigkeit, also wie deformiert es die Oberfläche über die der Wind weht, das definiert, wie durchmüscht der Wind ist.
00:09:30: Also die Raurigkeit ist auch die entscheidenden Turbulenzquelle sozusagen?
00:09:33: Genau!
00:09:34: Und das erzeugt dann die Scherung und letztendlich wird dann eine Turbulence.
00:09:39: Die ist auf See geringer, das ist erstmal ein Vorteil.
00:09:42: Das ist aber den Nachteil, dass die Umgebungstimulenz geringer als an Land bedeutet.
00:09:47: Die Durchmischung ist auch langsamer als an land.
00:09:50: Das heißt wenn ich Energie dem Wind auf See genommen habe dauert das länger bis die umgebende Luft sich wieder durchmischt hat und es wirtschaftlich ist die nächste Anlage dort aufzubauen.
00:10:04: Der Abstand ist ungefähr doppelt so groß wie an Land.
00:10:08: An Land ist es tatsächlich so, die durchschnittliche Windparkgröße in Deutschland ist eine Handvollanlage.
00:10:13: Was ist ganz was anderes als auf der See und das ist deine Beobachtung total richtig?
00:10:19: Das wirkt dann eher stehenvereins.
00:10:21: sind Anlagen also richtig große Windparks an Land wie man sie in Kalifornien zum Beispiel kennt wo denn auch mal hundert Anlagen stehen?
00:10:30: das ist die absolute Ausnahme dass.
00:10:32: das haben wir nicht und dadurch sagen diese Art der Forschung ganz stark in Richtung Offshore geprägt.
00:10:38: Das betrifft auch andere Teil der Anlagen, wenn man mal jetzt mal guckt was gibt sonst noch an den Terminen zu forschen?
00:10:45: ist es natürlich so.
00:10:46: erstmal die Umgebungsbedingungen auf.
00:10:49: sie sind viel herausfordernder als Anland.
00:10:54: wir haben Nicht so sehr zu tun mit kalten Klima in Deutschland.
00:10:57: Also roter Blattvereisung, sonst gibt es Vereinsen auch aber natürlich ganz anders als wenn wir mal gucken im Vergleich zu Kanada oder Finnland.
00:11:05: Aber auf See haben wir natürlich Gist, salzhaltige Luft also viel korrosiver als an Land.
00:11:12: Das heißt die Komponenten müssen darauf ausgelegt sein.
00:11:14: Dann gibt's unterschiedliche Konzepte wie man damit umgeht.
00:11:19: Mit einem Beispiel sind so ein Überdrucksystem, also die Anlagen sind so ausgelegt dass dann die Salzergelüft rausgehalten wird.
00:11:29: Aber natürlich ist das ein Thema was man bei der Lebensdauer mit bedenken muss und dann ganz klassisch natürlich.
00:11:36: der Unterschied zu einer Onshore-Anlage ist wie wir sie im Boden verankert haben Und zwar auch an Land, je nachdem wo man das aufbaut.
00:11:45: Kann man einfach mal eine Flachgründung machen.
00:11:47: Ein großes Stahlbeton-Fundament.
00:11:49: manchmal wenn der Boden weicher ist muss man auch da Fehler in den Boden rammen um einfach Stabilität zu bekommen.
00:11:56: Das kennt man auch vom Hausbau in morastigen Gebieten.
00:12:01: Da müssen auch erstmal Fehler gerammt werden.
00:12:02: auf denn das Fundament des Hauses ist.
00:12:05: Auf sieh ist es natürlich ganz was anderes weil wir haben die Nordsee ist nicht besonders tief Passiert ja der größte Aufbau der Windenergie in Deutschland, sagen wir mal so vierzig Meter Gewässertiefe.
00:12:20: Aber die muss man natürlich erstmal überbrücken und dann muss im Meeresboden verankert werden.
00:12:26: Die Gründung, die am meisten genutzt wird ist der Monopeil.
00:12:30: Das
00:12:31: ist einfach ein Einfall!
00:12:33: dickes Rohr, was in den Meeresboden gerammt wird.
00:12:37: Und das guckt dann irgendwie vierzig Meter durch die Wassersäule und irgendwie siebzig Meter in den Meeressboden vielleicht rein und dann noch ein Stück über die Wasserbeufläche, wo denn das Transition Piece ist auf das die Anlage gestellt wird.
00:12:50: Das ist eine Technologie, die war von Anfang an da.
00:12:55: Da gab es Aussagen, dass man sagt naja größer kann das nicht werden weil dann jetzt kann niemand mehr Hand haben.
00:13:02: Es gibt gar nicht mehr so einen großen Hammer um so ein Fahl in den Meeresboden zu rammen.
00:13:08: Heute sind die wenn man sich Produktionskapazitäten anguckt von Firmen die so etwas bauen.
00:13:15: Die haben zum Beginn der Offshore-Entwicklung in Deutschland.
00:13:20: Das war als Verwenktus im ersten Park gebaut wurde.
00:13:26: Das waren fünf Megawattanlagen, da haben die gesagt wir bauen mal unsere Produktionsstraßen so auf dass wir Monopights bauen können bis zu einem Durchmesser von zehn Metern.
00:13:37: das ist also so riesig ob wir das jemals sehen werden fraglich aber dann haben wir halt Luft.
00:13:45: Das reicht heute schon nicht mehr.
00:13:47: Also die Firmen sind schon begrenzt in der Anzahl an Aufträgen, die sie annehmen können, weil die Hallen geben das nicht mehr höher.
00:13:54: Der Deckenkran ist einfach nicht höher.
00:13:56: also man muss schon wieder neu investieren um größere Monopiles herzustellen.
00:14:02: Der Durchmesser der Rohre?
00:14:04: Ist größer als zehn Meter Und dann kriegt man eine Idee davon, welche Abmessung sowas hat.
00:14:10: Ist für einen Line auch merkwürdig die Fachsprache wenn man da vor Ort ist.
00:14:15: Da wird davon gesprochen dass die Bleche angeliefert werden und sie werden zu Stahlringen verschweißt aus denen in dem Monopal ausgebaut werden.
00:14:24: der Laie oder Normalbührer hat ne Vorstellung was ein Blech ist.
00:14:28: Wenn man etwas sieht was so dick Stahl ist, würde man sagen das es ein massiver Brockenstahl.
00:14:34: aber in der Frage der Stahlbauer ist das halt auch ein Blech.
00:14:37: Kann man sich vorstellen bei welcher Gewichte man spricht was das bedeutet?
00:14:44: allein die Logistik dass alles Hand zu haben?
00:14:46: Auch das ist ein Forschungsfeld.
00:14:48: wie organisiert man eigentlich so einen Hafen eine Produktionsstraß als um das in vernünftigen Abläufen zu machen?
00:14:53: denn wenn man das so macht und das ist tatsächlich passiert ganzen in der Startphase dieser Technologie.
00:15:03: Man hat dann die Komponenten gefertigt und die liegen jetzt aber nicht in der Reihenfolge, wie sie aufs Schiff müssen.
00:15:09: Dann ist das was man normalerweise machen wir dann ja gut, da muss man halt das was daneben den verladen.
00:15:15: Da sind dann fünf bis sechsstellige Beträge, die einfach verloren sind weil das natürlich
00:15:20: einmal umgelagert werden muss.
00:15:21: Genau!
00:15:21: Das hat man alles gelernt, aber das heißt eben auch in solchen Sachen muss man sich befassen.
00:15:27: Herausforderland ist, kann sich jeder vorstellen.
00:15:30: Wenn man solche riesigen Strukturen in den Meeresboden einbringen will dann muss man eben mit einem gewaltigen Hammer da oben draufhauen.
00:15:38: das funktioniert.
00:15:40: Das macht
00:15:41: krach
00:15:42: und erheblich krach.
00:15:45: um einfach diesen Schall unter Wasser zu begrenzen die Meeresumwelt damit nicht zu stark zu belasten gibt es verschiedene Verfahren und Tonen, die sich überlegt werden.
00:15:57: Wie können wir das dann verbessern?
00:16:00: Für den Fall, dass gerammt wird – also mit so einem großen Hammer draufgeschlagen – gibt es als ein Standard-Produkt heute was aber eben vor fünfzehn Jahren auch noch in Entwicklung war, dem sogenannten Blasenschleier.
00:16:14: Man hat auf dem Meeresgrund einen Schlauch um die Baustelle gelegt Ganz viele Blasen auch.
00:16:23: Und im Grunde hat man dann eine Trennung der Wassersäulen, also die Wassersäule in der gerammt wird und da hat man einen Luftspalt.
00:16:30: Der ist natürlich hundert Prozent Luft weil das nur Blasensinn sind und dann das restliche Meerwasser.
00:16:35: Aber das fühlt zu einer enormen Dämpfung des Schalts trotzdem...
00:16:40: ...und dass was für die Meereslebewesen erforderlich sonst gegen den Schall probiert?
00:16:44: Ja!
00:16:44: Also das ist insbesondere der Schweinswahl, Meeres-Säugetier, was wir in unseren Gewässern haben ist eine Art unserer Notzedelfinen sozusagen.
00:16:56: Der würde sonst bei den starken Schallbelastungen tatsächlich Verletzung haben über die Ohren und so, die auch dann tödlich wären oder tödig sein können.
00:17:08: Und da trägt dieser Blasenschleier eben dazu bei, den Schall so abzumindern dass das nicht passiert und bevor überhaupt angefangen wird zu rammen wird auch vergrähmt.
00:17:16: Das heißt über immer lauter werden die Signale, werden die Meeressäuger dann verscheucht, dass sie weg sind und dann wird gerammt.
00:17:25: auch das diese ökologische Begleitforschung ist Teil der Forschung.
00:17:29: wie lange dauert es eigentlich bis die wiederkommen?
00:17:31: Sind die dann Wochen weg?
00:17:32: und deshalb hat man gesehen, wir können relativ schnell dann wieder zurück, dass das geht.
00:17:36: Trotzdem guckt man sich andere Verfahren auch an.
00:17:39: Kann man z.B.
00:17:40: durchvibrieren, dass hin kommt?
00:17:41: Dass man das in den Meeresboden langsam reinwackelt oder rein spült und dann erspülern zu tun.
00:17:48: Es gibt Ansätze, dass man Saugeimer nimmt.
00:17:53: Also muss man sich wirklich vorstellen wie ein umgedrehten Eimer, der man auf dem Meeresbodendamm stellt.
00:17:59: Darauf steht die Struktur und da wird einfach ein Vakuum gezogen das dann in den Meeresboden ein.
00:18:07: Hat auch den Vorteil, wenn man sagen wir den Weg umdreht und dann Wasser reinpresst, dann kann man es auch wieder rausdrücken.
00:18:14: Das sind alles Konzepte.
00:18:16: erst mal auf die reine Technik geguckt.
00:18:18: Und dann genau wie bei dem Wind auch von meiner, naja was gibt's denn da eigentlich zu erforschen?
00:18:23: Auch der Meeres Boden ist... Hochkomplex.
00:18:25: Kein Standort ist wie der andere, das heißt bei jedem Windpark, bei jeder einzelnen Anlage wird vor eine Sondierung gemacht.
00:18:32: Wie ist dann die Zusammensetzung des Meeresbodens?
00:18:35: Welche Schichten sind in da?
00:18:37: Welcher Körnigkeit hat der Sand?
00:18:41: und das ist total wichtig.
00:18:42: Einmal, also nicht nur um rauszufinden sind da irgendwelche... Also insbesondere das betrifft das die Ostsee.
00:18:47: Sind da Munitionsreste?
00:18:48: oder sind aus der Eiszeit nach großer Felsbrocken im Meeresboden, die das Ramm verhindern würden?
00:18:57: Aber auch der Aufbau der Schicht ist wichtig denn Obwohl man das erstmal intuitiv nicht so sehen würde, aber das kennt vielleicht auch jeder.
00:19:06: Wenn man mal im Watt gestanden hat und es ist ein nasser Sand, man kann so durchs bisschen wackeln, kriegt man das auf Mal ja relativ flüssig.
00:19:15: Also das Sand und Wasser oftmals sinkt man doch ein Und das kann da auch passieren.
00:19:21: kann man sich vorstellen, wenn so ein sogenannter Pile Run passiert.
00:19:24: Wenn sich der Meeresboden unerwartet verflüssigt und man hat eine Struktur die im Hunderte von Tonnen wiegt und unkontrolliert auch mal einfach an den Meeresbooten rutscht dann ist das A. dann nicht besonders erfreulich aufgrund der Kosten entschieden, aber kann man sich vorhin auch nicht ungefährlich.
00:19:42: Deswegen ist eben so eine Sondierung sehr wichtig und das sind alles Forschungsthemen und Dienstleistungen die angeboten werden.
00:19:50: Ist also Philosophie tatsächlich dass ihr sozusagen alles macht was irgendwie mit Windenergie zu tun hat?
00:19:55: Alles was vorstellbar es wird auch von Vorwind beforst oder... Nein
00:19:59: dafür wäre die Bandbreite denn doch zu groß.
00:20:02: Wir haben zwar an den drei Standorten insgesamt rund dreißig Mitgliedsinstitute und decken verschiedene Fachdisziplin ab, also Metrologie, Physik, Informatik, Bauingenieurwesen, Elektrotechnikmaschinenbau, Produktionstechnik.
00:20:16: diese Sachen sind alles Stand der Untersuchung.
00:20:20: aber was wir zum Beispiel nicht machen ist im großen Maße ökologische Forschung in dem Sinne Wechselwirkung mit Vögel oder Fliedermäusen.
00:20:31: Oder dann bei den Unterwasser-Einfluss.
00:20:36: gucken wir schon die Schalausbreitung an, aber dann die Auswirkungen auf die Meeresfauna und Flora das machen.
00:20:44: andere Institute da gibt es jetzt einen großen Zusammenschluss denn noch.
00:20:49: Wir haben gerade vom Land ein großes Vorhaben im Bereich Offshore gefördert bekommen was Die physikalische Einwirkung sich anguckt, die Auswirkungen.
00:21:00: Das passiert im Bereich der Meeresforschung.
00:21:03: Da gibt es zum Beispiel die deutsche Allianz-Beeresforschung, die solche Sachen betrachtet und da haben wir das Glück, dass wir in Personalunion Personen haben.
00:21:13: Zum Beispiel der Professor Thorsten Schlummern ist in beiden Welten zu Hause und das hilft natürlich an diese Kompetenzen dann auch zusammenzufüllen.
00:21:23: aber anderes Beispiel Akzeptanzforschung.
00:21:26: Da haben wir gute Kooperation mit den Partnern, die sowas machen.
00:21:32: Das zum Beispiel Grundlöckner wie genau solche Sachen sich anguckt.
00:21:37: und da gibt es dann im Rahmen der internationalen und nationalen Kooperation bzw.
00:21:41: aber wir machen in Vorwind nicht alle Themen.
00:21:45: das würde gar nicht gehen.
00:21:46: Ja ich glaube das Akzeptanztiege was eins wird ist von nachher nochmal sprechen sollten hat sehr schön.
00:21:51: ja vielen Dank erst mal für den Überblick.
00:21:53: du hast mir auch gesagt Einige Themen, die wir uns angucken können sozusagen live angucken.
00:21:57: Das ist ein Alleinstellungsmerkmal für euch dass es auch wirklich was zum Angucken gibt.
00:22:01: Weil wollen wir das denn jetzt schon machen?
00:22:02: Das
00:22:02: können wir gerne mal machen.
00:22:03: Ja super!
00:22:07: Wir stehen jetzt in eurem Windkanal und sehen eine Klappe an der Wand.
00:22:11: Wachstum nach Kliam, was wir da sehen?
00:22:13: Das
00:22:13: ist ziemlich ungewöhnlich.
00:22:14: also wir sind hier im Windkanalen mit einer Ausritzfläche der Düse von dreimal drei Meter und einer dreißig Meter langen Messschreckel dass wir in der Lage sind, den Wind zu konditionieren.
00:22:29: Normalerweise würde man einen Windkanal so bauen im Luftfahrtbereich oder im Automobilbereich, das die Luft, die aus der Düse rausströmt ganz gleichmäßig ist und keine Turbulenzen hat.
00:22:40: Das können wir hier auch.
00:22:42: aber wir wollen ja Windenergieanlagen untersuchen um wie sie in der realen Welt interagieren.
00:22:46: Mit echten Turbulenz?
00:22:47: Sind echten Tourbulencen!
00:22:48: Deswegen haben wir dieses aktive Gitter.
00:22:51: Das ist eine Konstruktion mit Schrittmotoren drumherum und ganz vielen Klappen drin.
00:22:58: Also ein hiesiges Rührgerät.
00:23:00: kann man sich vorstellen, was in der Lage ist die Strömung so aktiv zu verwirbeln dass das, was draußen im Wind physikalisch passiert, einen richtigen Maßstab hier im Windkanal abgebildet wird damit es in Zusammenspiel mit einem Windenergieanlagenmodell, was dann hier in den Windkanalen reinpasst also an Meter roter Durchmesser Die Realität abbilde Wenn die Kunst ist, etwas zu machen was physikalisch sinnvoll ist.
00:23:28: Ist ganz einfach irgendein Gitter in den Linkanal zu halten oder das irgendwie zu zerrühren eine beliebige Turbulenz zu erzeugen und dir auf ein Anlagenmodell strümmen zu lassen.
00:23:40: Das hat aber dann vermutlich nichts mit der Realität zu tun.
00:23:44: Und jetzt war die ja für Ausforderungen Also nicht nur sie.
00:23:47: baut man so einen Gitter mit hundert von Klappen die angesteuert werden können Sondern insbesondere Wie muss man eigentlich die Ansteuerung machen?
00:23:56: Also der Algorithmus dahinter, der diese Verrührungen genau richtig mag.
00:24:01: Der Vorteil ist – und das sind mehrere Promotionen, die da reingegangen sind, so zu entwickeln und zu machen, dass es alles passt– der Vorteil is', wir können hier Situationen wiederholen.
00:24:13: Das ist, sagen wir, ein großer Unterschieb zu einem Experiment im Freifeld, wo wir zwar eine hundertprozentige Realität haben aber nie sicher sein können.
00:24:24: Ist das jetzt eigentlich ein Effekt gewesen, weil das einen speziellen Wind war?
00:24:28: Oder ist es ein Effek gewesen, dass eine spezielle Wechselwirkung mit der Anlage war.
00:24:32: Hier können wir gezielt stören im Wind und das können wir reproduzieren.
00:24:37: Das ist dann wichtig, wenn wir versuchen über Anlagenregelungen die Situation der Anlage zu verbessern.
00:24:45: Dann können wir hier sagen, wir stören den Wind in dieser Art und Weise an.
00:24:48: meine neue Regelungen sehen werden besser oder schlechter Und diese Wiederholbarkeit, das ist eben der wahnsinnige Vorteil warum man Experimente im Labor macht.
00:24:57: Aber wir können in diesem Labor oder in diesen Experiment wie mehr bequem stehen?
00:25:02: Wir könnten sogar übereinander stehen und das zeigt auch die Herausforderung im Bereich Windenergieforschung.
00:25:08: Es passt eben nichts in ein kleines Labor.
00:25:10: Jedes Experiment ist im Grunde ein eigenes Gebäude weil das ist einfach der Grund auf, warum Windenergyforschungen meistens aufwendiger und damit auch teurer sind als andere Technologien.
00:25:20: Stefan,
00:25:23: wir stehen jetzt in einer großen Halle.
00:25:26: Euer Labor sieht auch labormäßig aus, hast du gerade schon gesagt?
00:25:29: Ich sehe einige Modelle von Windkraftanlagen.
00:25:34: Was haben die hier für ein Zweck?
00:25:35: Was macht ihr
00:25:35: hier?
00:25:36: Wir haben eine große Vorbereitungshalle, in der wir die Experimente für den Windkanal konditionieren und in der Tat haben wir verschiedene Anlagenmodelle.
00:25:44: Man sieht ja unterschiedlicher Größe das ist jetzt ein Anlagemodell was einen Durchmesser von ungefähr.
00:25:52: Also diese Anlagen sehen anders aus als in der Realität.
00:25:55: Sie haben ein größeres Maschinenhaus und die Rotorblätter sehen von der Form her anders aus, das ist aber richtig so weil sie physikalisch genau das machen was man draußen misst hier in sozusagen die Realität ins Labor holt.
00:26:10: Das wird nicht über einen groben Daumen gemacht, sondern es gibt Ehlichkeitsgesetze.
00:26:14: Physikalische Ähnlichkeits-Gesetze die Grundlagen sind und man will eben die Strömung richtig skalieren.
00:26:22: Man möchte aber auch die Mechanik richtig skalierend.
00:26:24: Das Ärgernis ist beides zusammen geht nicht.
00:26:28: also muss immer sich ein bisschen entscheiden was der Kompromiss ist.
00:26:31: Und im Beispiel dafür sehen wir gleich auch an den Roter Blättern mal diese Anlage dreht eine mehreren hundert Umdrehungen pro Minute eine reelle Anlage Dann vielleicht mal alle zwei, drei Sekunden eine Umdrehung.
00:26:43: Das heißt wenn die Experimente sind zwar sehr viel schneller im Labor als es draußen so erfallen ist aber das heißt auch diese Blätter müssen natürlich leicht sein.
00:26:53: um sie leicht zu machen müssen wir sich aus Kohlefasern bauen.
00:26:58: Aber Sie werden sehr steif im Vergleich zu einer Anlage die draußen ist.
00:27:03: Wir sehen gleich wie weich die Blätter eigentlich sind.
00:27:07: muss immer so ein bisschen abwägen, was ist eigentlich der Effekt, den ich jetzt untersuchen will.
00:27:11: Diese große Anlage mit ungefähr zwei Metern Durchmesser, wie es vollgestopft mit Elektronik und Regelungstechnik kann genau das, was moderne Windenergieanlagen machen.
00:27:21: Wie nutzen wir im Windkanal um dann einzelnen Anlageneffekte zu untersuchen?
00:27:27: Parkeffekte geht, deswegen ist unser Windkanal mit dreißig Metern auch so lang.
00:27:30: Weil wir wollen eben diese Wechselwirkung von einer Anlage auf die nächste oder die nächste untersuchen haben wir diese kleineren Anlagen und da sieht man schon die sehen optisch ja ganz anders aus als das größere Modell.
00:27:42: Die Flügel sind viel viel dicker und breiter und auch hier wieder das gleiche.
00:27:48: Sie machen physikalisch Das Richtige.
00:27:52: Sie sollen nicht optisch so aussehen wie eine richtige Anlage, sondern physikalisch das Richtige machen.
00:27:57: Die haben wir jetzt auf verschiedenen Plattformen hier wo wir die auch gegenseitig verfahren können.
00:28:02: Wir haben auch Plattform, die simulieren schwimmende Anlagen also da wackelt der ganze Unterboden in Wellenform dass man auch untersuchen kann.
00:28:12: Wie verhält sich das Nachlauf halten wenn so ein Anlage unter Unterwellenbelastung betrieben wird, obwohl wir gar keine schwimmenden Anlagen in deutschen Gewässern wahrscheinlich sehen werden.
00:28:23: Aber für internationale Projekte ist das dann interessant.
00:28:27: Hier haben wir jetzt ein Uraltrotorflögel?
00:28:29: Genau da sieht man mal die Entwicklung und wenn man das jetzt vergleicht... Wir haben ja die Profile der Anlagenmodelle gesehen.
00:28:38: Das ist ein Rotorblatt von einer reellen Anlage wie sie eben vor zwanzig Jahren stand der Technik war.
00:28:47: Ich habe ja gerade gesagt, die Rotorblätter, die wir selber bauen aus Carbon sind sehr leicht aber eben auch sehr steif.
00:28:56: Da biegt sich nichts.
00:28:58: Wir sehen einfach dieses Rotor Blatt das früher an der Anlage tatsächlich dran war.
00:29:01: was stand der Technikwahl vor zwanzig Jahren?
00:29:04: Das ist sehr sehr weich.
00:29:06: Das ist auch richtig so dass es die ersten Rotorbletter mal Design hat, hat man auch sehr fest und sehr steif gemacht.
00:29:14: Dann könnt ihr aber die Kräfte gar nicht aufnehmen.
00:29:16: also das ist ungefähr so wie...
00:29:17: Von der Leistungsaufnahme ist das hier viel besser?
00:29:20: Man muss die Schwankung abfahren, die Energie auch lang aufnehmen können.
00:29:23: Das ist ein bisschen so wie den Würfel von den ersten Automobilen, die man ohne Knauschzonen alles gebaut hat.
00:29:29: Die haben den Nachteil gehabt wenn sie wogegen gefahren sind, sind die tausend Teile auseinander gefallen weil die Energie an dem Wohinen konnte.
00:29:34: So ist es ja auch.
00:29:35: das Ganze musste sich dynamisch bewegen können.
00:29:38: trotzdem Obwohl dies ja aussieht wie ein kleines Blatt, ist das eine Vergleich zu heute.
00:29:44: Supermassive Konstruktion!
00:29:47: Wenn man diese Geometrie vergrößern würde auf die Dimension, die heute einen Roterblatt hat also bis zu hundertfünfzig Meter Länge dann würde das vermutlich unter dem Eigengewicht abbrechen.
00:30:00: Also was geschafft wurde ist obwohl ein roter Blatt heute bis zu sechzig Tonnen wie ein Einzelnis ist das absoluter leicht Bau, damit es überhaupt in den Dimensionen gefertigt werden kann.
00:30:17: Die Herausforderung hier besteht ist jeden Gegenstand, dem man doppelt so groß macht, macht man achtmal so schwer und man hat ihn ja in jeder Raumrichtung doppelt zu groß macht um dieses Skalierungsgesetz zu brechen.
00:30:28: Das sind die Ingenieursleistungen, die dahinter stecken, dass du filigran hinzubekommen.
00:30:33: Das heißt aber wenn diese Struktur schon so schwingt, obwohl sie super, super massiv ist.
00:30:39: Kann man sich vorstellen dass die sehr großen Wetter, die aber an sich viel filigraner sind noch flexibler sind und das ist eben ein System was dann sagen sehr stark auch schwingen kann und das muss man natürlich in den Betrieb der Anlagen alles berücksichtigen.
00:30:55: Super!
00:30:56: Vielen Dank auch für den Einblick.
00:30:58: Gerne
00:31:05: Stefan wie stehen jetzt bei euch auf dem Dach?
00:31:07: Ich habe schon eben gelernt das sind zwei Liedergeräte.
00:31:10: magst du uns erklären was die machen?
00:31:12: Genau, also zwei Lidersysteme die wir dann auf unserer Dach-Messfläche haben.
00:31:16: Das ist ganz praktisch für uns das wir auf dem Gebäude die Möglichkeit haben Messtechnik zu überprüfen wenn es in Wartung geht oder auch wenn wir neue Sachen ausprobieren wollen aber sie natürlich direkt einen Laborzugang haben Strom Internet alles was wir brauchen.
00:31:30: Ein so ein Würfel.
00:31:31: also wir haben ja zwei solche Würfel hier ungefähr so ein Kubikmeter in Größe mit einem Scannenkopf obendrauf der misst den Wind.
00:31:39: Wir haben immer die Herausforderung, wir wollen ja den Wind nachbauen im Windkanal.
00:31:44: Dazu müssen wir erst mal wissen wie weht er denn überhaupt?
00:31:47: Und das was die meisten Leute sicherlich kennen sind so Sternenschalen-Animometer also was aussieht wie so drei Eislöffel die an Flughäfen an Wetterstationen rotieren.
00:31:56: Das ist schön.
00:31:56: dafür, um an einem Punkt die Windgeschwindigkeit zu messen.
00:31:59: Jetzt haben wir aber ja gelernt ein roter überstreichende Fläche von mehreren Fußballfeldern und der Abstand zwischen Windenergieanlagen und Windpark, so sprechen wir über Kilometer mehr als zehn Kilometer.
00:32:11: Also wie erfasst man denn eigentlich den Wind flächig über so große Distanzen?
00:32:16: Und das können solche Liedersysteme, die funktionieren relativ simpel.
00:32:20: Kennt jeder der schon mal die Polizei mit der Laserpistole am Straßenrand gesehen hat wenn sie die Geschwindigkeitsmessung machen.
00:32:27: Mit einem
00:32:27: Doppler-Effekt
00:32:28: Genau!
00:32:28: Die leuchten das Auto an Das rückreflexierte Licht verschiebt sich aufgrund des Doppler Effekts entweder in Richtung Rot oder Blau und daraus kann man dann exakt berechnen, wie schnell das Auto gefahren.
00:32:40: Genau das Gleiche machen wir mit dem Wind auch.
00:32:42: nur an sich ist die Luft ja erst mal durchsichtig.
00:32:45: also wie mäßig eigentlich die Luftbewegung und das ist ganz erstaunlich wie empfind ich.
00:32:50: die Geräte sind weil es reichen eigentlich immer die Pollenteilchen oder kleine Tröpfchen und Staub der in der Luft ist.
00:32:57: An denen wird das reflektiert?
00:32:58: An denen werden das in zehn Kilometer Entfernung reflektieren.
00:33:02: Und das zurückreflexierte Licht kann diese Optik aufnehmen.
00:33:06: und selbst bei hellen Sonnenscheinen kann man dann sagen, die Luftteilchen in zehn Kilometer Entfernung haben sich mit der Geschwindigkeit entweder auf einen zu oder auf ein weg bewegt.
00:33:18: Trotzdem ist es augensicher also man kann da reingucken ohne dass was passiert.
00:33:21: Das geht nur weil unter Telekommunikationsentwicklung sind die ganzen Bauteile so günstig und so gut geworden, dass diese Technologie so entwickelt werden kann.
00:33:31: Stand der Technik bei Projektierung, dass es eingesetzt wird auf schwimmenden Bohlen um Messmasten auch zu ersetzen weil die einfach unwahrscheinlich teuer sind.
00:33:42: Das heißt wenn ich eine irgendwo planen Windpark oder eine einzelne Anlage hinzustellen dann würde ich so ein Liedergerät da auch mal vorher hinstellen und den Standort nochmal zu überprüfen.
00:33:50: okay ist der wind tatsächlich so stark?
00:33:53: Und kommt er aus den richtungen wie ich das vorher prognosenziert habe um das sicherzustellen bevor ich da so was kostet eine anlage paune?
00:34:01: paar
00:34:02: Millionen?
00:34:03: Eine Million pro Megawatt.
00:34:06: Aber genau so, also früher hat man tatsächlich Messmasten aufgestellt um den Standort einmal zu bemessen und dann eine Idee zu haben wie ist denn tatsächlich das Windregime vor Ort?
00:34:17: heute macht man das eigentlich mit mit Liedergeräten.
00:34:21: Aber auch da hinzukommen, zu wissen ja die Technik kann auch wirklich das reproduzieren was ein Messmast mit einem echten Anemometer macht.
00:34:28: Auch das war mehrjährige Forschung um einfach auch die Qualitätssicherung zu haben.
00:34:33: und gerade auf See einen Messmasten auf See zu bauen ist so teuer.
00:34:37: dass rechnet sich nie deswegen die Dinger auf schwimmenden Brüllen die dann weltweit im Einsatz sind und auch tatsächlich in Offshore Flächen vorab vor dem Bau zu bestimmen, tatsächlich sind die wilden Regime so stark wie man sich das erhofft.
00:34:51: Aber ich stelle mir vor, die Messtechnik ist ja auch teuer und du kannst ja nicht sozusagen die ganze Republik mal auf Verdacht ausmessen.
00:34:58: Das heißt, du musst doch vorher schon irgendwo potenziell infrage kommende Standort identifizieren und dann kannst du die sozusagen überprüfen.
00:35:05: okay liege ich da richtig aber du kannst noch nicht damit sozusagen explorieren oder?
00:35:08: Nein es gibt aber dann den neuen europäischen Windatlas.
00:35:12: Da hat man über Simulationen die Computermodelle, die auch die Wetterberechnung machen erst mal für Europa eine Windkarte erstellt.
00:35:20: das ist erstmal schon der erste Ansatz was man weiß wo sind überhaupt die vielversprechenden Gebiete und dann denn konkret projektiert wird.
00:35:27: dann werden die Messungen gemacht.
00:35:29: Und wie kann ich das simulieren?
00:35:30: Liegt es wieder, dass ich die Topographie kenne und dann erwarten könnte okay da und da müssten die und die Strömungen zusammentreffen.
00:35:36: Ganz genau man startet so mit dem auf großer Skala mit den Wettung-Madellen wird immer kleiner, immer präziser und eng maschiger.
00:35:44: das Ganze ist denn geht genau die ganze Orografie also
00:35:48: diese Raubigkeiten
00:35:49: die du findest.
00:35:49: Genau!
00:35:50: Also Raubigkeit in die Komplexität des Geländes auch wenn ihr bekannt ist irgendwie größere Gebäude und all diese Dinge haben.
00:35:56: das geht da ein.
00:35:57: Und dann hat man schon mal eine ziemlich gute Datenbasis.
00:36:00: Aber das ist eben nicht so genau machbar, dass man es auf jeden Standort exakt runterbrechen kann.
00:36:07: Im flachen Land ist es relativ einfach aber je komplexer das Gelände wird desto schwieriger wird das.
00:36:12: und deswegen...
00:36:13: Also die Bayern doch nur Ausrede?
00:36:14: Genau!
00:36:14: Die brauchen tatsächlich in so einem kompliziteren Sturmungsumfeld tatsächlich die Validierung auch mit der Messtechnik.
00:36:23: Okay super ganz lieben Dank
00:36:25: gerne gerne
00:36:34: Ganz lieben Dank für den Einblick in die Forschung.
00:36:37: Wir haben jetzt ein paar tolle Eindrücke gewonnen, in eurem Windpark und in euren Labor unten.
00:36:44: Jetzt bin ich aber eigentlich hier gekommen mit dir über deine persönlichen Nachhaltigkeitsutopie zu sprechen.
00:36:50: Seit unserem Vorgespräch sind schon ein paar Monate vergangen.
00:36:52: Magst du erstmal ein, zwei Setzen?
00:36:54: Was ist da eine persönliche Utopie?
00:36:56: Also der Wunsch wäre natürlich, dass wir relativ schnell zu dem kommen was auch politisch in vielen Plänen drin ist.
00:37:03: Dass wir eine voll erneuerbare Welt haben.
00:37:06: Europa presst da ja nach vorne, aber die Ziele Europa wird der erste erneuherbare Kontinent werden.
00:37:14: und man merkt aber von den politischen Zielen Bis zur Umsetzung sind noch wirklich Herausforderungen vor uns.
00:37:23: Das ist das, wo die Forschung einen Beitrag leisten kann, umzusetzen.
00:37:27: Aber der Spagat ist ein bisschen ... sich nicht demotivieren zu lassen von den Aufgaben, die noch voreinstehen und das Ziel was man im Blick hat.
00:37:38: Und das machen wir ja nicht aus Jux und Dollarei sondern es ist eine Lösung für die Herausforderung aufgrund des Klimawandels dass man das zueinander bringt.
00:37:49: Das sind in unserem Vorgespräch auch noch eine Facette besonders betont.
00:37:52: du hast es eine industrie strategische Realisierung der Windenergiewende sozusagen genannt.
00:37:59: Das ist ein Thema, was jetzt auch in den paar Monaten, ja im November, Aprilen zwanzig das erste Mal zusammengesessen und uns ausgetauscht.
00:38:05: Letzten paar Monate nochmal krass viel bedeutsamer geworden ist.
00:38:09: Magst du dazu auch noch mal das bisschen ausführen?
00:38:12: Ja also wenn man sich anguckt, was heißt es eigentlich, wenn wir die Ausbauziele erreichen wollen.
00:38:17: Jetzt nicht nur in Niedersachsen oder nicht nur Deutschland sondern auf ganz Europa geguckt dann kann man ja einfach ausrechnen dass sind so viele Anlagen einer bestimmten Größenordnung?
00:38:29: Wann sind die gebaut?
00:38:31: Heute gibt es oder wann sind sie überhaupt verfügbar.
00:38:34: Pläne heute für Projekte, die umgesetzt werden sollen in der Zukunft basieren in ihrer Finanzkalkulation auf Anlagen, die am Markt angekündigt sind.
00:38:43: Die gibt es aber ja noch gar nicht.
00:38:45: also das ist auch so ein bisschen Vorausplanung mit Entscheidungen von Unternehmen.
00:38:51: welches Produktportfolio wird es denn geben?
00:38:53: dann selbst wenn es einen Anlagen Typ gibt muss ja die ganze Logistik drum herum auch zur Verfügung stehen.
00:39:01: Also alles was es an der Richterschiffen angrehen und so bedeutet, dann die Häfen müssen dafür vorbereitet sein Und man braucht die Produktionskapazitäten um das zu machen.
00:39:12: Es gibt insbesondere wenn man wieder auf dem Bereich Offshocker nur eine überschaubare Anzahl an Lieferanten von Windenergieanlagen.
00:39:22: Das waren beim letzten Gespräch noch ein US-Amkanisches Unternehmen, zwei westliche Unternehmen aus Europa und der Rest ist dann chinesisch.
00:39:34: Der US-Mekanische ist aus diesem Bereich ausgestiegen, schon bevor die neue Administration in den USA übernommen hat.
00:39:42: Jetzt kann man spekulieren war das sozusagen der Reflex weil man wusste was dann in Washington passiert und der neue Präsident hat zumindestens die Offshoreprojekte in den U.S.A.
00:39:52: alle auf Null gesetzt so dass wir gerade sehen das große Betreiberbeträge im mehrere Hundert Millionen Bereich abschreiben.
00:40:03: Es hat keinen Zweck mehr, das Ding ist einfach verloren dort.
00:40:06: Das heißt aber auch für die europäischen Projekte gibt es jetzt zwei Lieferanten aus Europa oder chinesische Hersteller.
00:40:14: Die europäischen Herstellern würden momentan mit den Produktionskapazitäten nicht in der Lage sein, den Markt zu bedienen.
00:40:23: und jetzt kommen ein Dilemma weil wir wollen ja schnell genug sein um diese Ziele umzusetzen.
00:40:28: Wir wollen das aber auch mit einer Technologie machen, die wir kontrollieren und an der wir auch Wertschöpfung
00:40:35: haben.
00:40:35: Das ist jetzt tatsächlich deine persönliche Vision dabei?
00:40:39: Leider so stand der aktuellen Diskussion auf politischer Ebene.
00:40:42: Es war jetzt am Vorgessern im EU-Parlament, da ist genau darüber auch gesprochen worden.
00:40:48: Okay dann hat aber auch in dem Kontext tatsächlich die Diskussion sich in den letzten drei Monaten auch schon wieder deutlich weiter bewegt?
00:40:54: Das hat sich stark beschleunigt wie anvor schon argumentiert.
00:40:57: natürlich dass wir sagen wir wollen die Herstellung und die Wertschöpfung in eigener Hand in Europa haben.
00:41:04: Da war aber noch die Situation naja wenn das nicht reicht Wir bedienen sich dann mit finnische Anlagen ja oder nein.
00:41:10: Jetzt sieht man einfach die Abhängigkeiten im Bereich Energie und Technologie ist komplex, und Allianzen und Partnerschaften, die über Jahre und Jahrzehnte bestanden haben sind keine Garantie dass es so weitergehen kann.
00:41:22: also wir sind Europa klug beraten eine eigene Strategie zu haben.
00:41:26: das heißt aber auch wir müssen die Innovationsstrategie mit einer Industriestrategie koppeln, das geht Hand in Hand.
00:41:34: Nutzen wir eigentlich Innovationen um den eigenen Sektor zu stärken und das
00:41:39: voranzubringen.".
00:41:40: Damit meinst du dass, dass wir uns überlegen, dass für das was wir entwickeln auch selbst herstellen können perspektivisch, dass die Unternehmen genauso entwickeln und befähigen?
00:41:48: Und Herr Hans aber auch mit Ihnen darüber sprechen welche Kapazitäten können Sie zu welchen Zeitpunkten aufbauen wie viele Anlagen pro Jahr errichten zu können.
00:41:57: Genau, und das geht zum Beispiel geguckt auf Materialien.
00:42:00: also wie kommen wir den Anteil an Komponenten und Materialien der jetzt zu einem nicht unerheblichen Teil aus China kommt reduzieren und selber herstellen?
00:42:10: Ersetzen durch andere Materialien oder durch ein noch besseres Recycling das Material was schon hier ist wieder auch einsetzen?
00:42:19: Stornkreisläufe zu schließen ist auch ein ganz zentrales nachhaltig Thema.
00:42:23: Ein anderes Thema ist Automatisierung, also wenn wir die Produktionskapazitäten so hoch fahren dass wir die Ausbauziel erreichen dann heißt das Wir brauchen in den Fabrikationsstraßen für die Komponenten und dem Zusammenbau eine starke Automatisierung.
00:42:39: Das ist in dem Maße wie es heute machen schwierig das so zu skalieren Dass das gelingen wird.
00:42:46: Also da ist auch innovation erforderlich um das einfach zu beschleudigen.
00:42:50: Also, dass wir sozusagen auch bei Windanlagenkomponenten weggehen von der Manufaktur und hin zum Fließband so zu sagen?
00:42:57: Genau!
00:42:58: Also viel mehr, und das betrifft die Produktion von Rotraublettern.
00:43:01: Das betriffe das Zusammenschweißen der Trakschrukturen an all diesen Schritten oder Zusammenbau von Getrieben.
00:43:07: Man kann sich alles möglich überlegen wo einfach eine Automatisierung sinnvoll ist gar nicht um Arbeitsplätze weg zu rationalisieren sondern überhaupt um die Kapazität zu schaffen, die gebraucht wird.
00:43:17: Das gilt auch für den Betrieb.
00:43:20: Wir haben im Bereich der Überwachung von Anlagen, also Roterblattinspektion oder Unterwassertauchvorgänge um zu gucken wie es ja Korrosions statt.
00:43:29: Wenn man das ersetzen kann durch Unterwasser und Überwasserdrohnen spart man nicht nur Kosten, sondern macht das ganz auch deutlich sicherer.
00:43:40: Man darf sich die Nordsee nicht vorstellen wie eine romantische Segellandschaft.
00:43:45: Das ist eine lebensfeindliche Industrieumgebung, die dort ist und jeder Tauchgang oder Übergang von einem Schiff auf einer Anlage ist gefährlich.
00:43:53: deswegen gibt es ja auch aus gutem Grund auch schon seit vielen Jahren Jahrzehnten im Öl- und Gasbereich sehr strenge Sicherheitsverkehrungen all das was Offshore betrifft.
00:44:04: Und wenn ich das reduzieren kann durch eine Automatisierung, dann spare ich sozusagen auf der Kostenseite und Gewinne auf der Sicherheitsseite.
00:44:13: Ja, Punkte Arbeitssicherheit ist das total überzeugend!
00:44:16: Aber es gibt jetzt nicht nur diese sozusagen strategische Abhängigkeitskomponenten die Arbeits-Sicherheitskomponente sondern alleine auch die Wertschöpfung in Europa zu halten hat ja einen ganz großen Mehrwert.
00:44:26: also gar Ob das sozusagen Kapital ist, was Renditen erwirtschaften kann oder ob das einfach hochwertige Arbeitsplätze sind die damit verbunden sind mit der Windenergie.
00:44:34: Das hat vielleicht auch nicht jeder sofort vor Augen den momentanen politischen Diskurs vielleicht auch skeptisch sich gegenüber der Wind-Energie äußert.
00:44:42: Oder wie schätzt du das eins?
00:44:44: Das sind viele, viele Jobs im Bereich der Windindustrie und wir sehen jetzt ja schon eine Verlagerung von den Großkomponenten ins Ausland.
00:44:54: Bestimmte Bereiche werden in Deutschland nicht mehr produzieren Zum Beispiel Rotorblätter werden in Deutschland nicht mehr hergestellt.
00:45:00: Die Werke sind verlagert worden nach Portugal, in die Türkei und nach Indien einfach um Kosten zu sparen.
00:45:06: Auch das würde man über Automatisierung vielleicht wieder zurückholen können.
00:45:11: Dann haben wir sozusagen die Wertschöpfung.
00:45:12: Wir haben die Beschäftigung, die dann als Vorteil hätten wenn wir es selber machen und es ist die Kontrolle.
00:45:20: Also noch aus seinem Sicherheitsgedanken gedacht, ist es natürlich sinnvoller eine Technologie selber zu beherrschen und zu kontrollieren.
00:45:28: Und sie nicht irgendwo anders einzukaufen wo man nicht sicher sein kann wie der Zugriff von außen ist und wo man sich relativ sicher sein können das solche Dinge auch mal genutzt werden konnte um politisch Einfluss zu nehmen
00:45:43: Also so wie Huawei nicht in die Telekommunikationsinfrastruktur gelassen wird, sagst du jetzt müssen wir auch vorsichtig sein mit unserer Energienfrastruktur.
00:45:52: Bei dem Mobilfunknetz ist das sozusagen als ein zweiter Schritt der Ess-Erfolg also wurde eingebaut und alles wieder ausgebaut um es zu beheben.
00:46:01: Es gibt aktuell eine Studie aus der Akademie der Bundeswehr zur Bewertung solch chinesischer Anlagen in deutsche Projekte ja oder nein?
00:46:11: Hintergrund ist, es gibt ein Offerprojekt was gewonnen wurde.
00:46:16: Dort wurde kalkuliert mit chinesischen Anlagen eines Herstellers und es gibt eine ganz, ganz starke Empfehlung dieser Studie das nicht zu machen.
00:46:25: also alle politische Mittel die national- europäisch möglich sind um zu verhindern dass chinesische Anlagen installiert werden.
00:46:32: im Wesentlichen aus zwei Gründen.
00:46:33: Das Eine isst die Abhängigkeit vom Markt.
00:46:36: Wenn wir uns abhängig machen von Chinesischen Herstellern dann machen wir uns auch abhängig davon von chinesischen Entscheidungen.
00:46:41: Das weiß jeder, ein Unternehmen in China ist eben nicht frei wie in Europa, das funktioniert einfach nach anderen Marktsystemen sondern die Verknüpfung mit der Politik und der Entscheidung in Peking ist eine ganz andere als wir das von unseren Demokratien und System gewöhnt sind.
00:47:00: Wir wissen zwar dass wir vielleicht auch Engpässe haben werden wenn wir das alle selber machen aber die sind planbar Weiß man auch wie man Gegenmaßnahmen macht oder wie man darauf reagieren muss.
00:47:11: Wenn wir uns abhängig machen von anderen Regionen, dann gibt es auch mal unplanbare Engpässe weil vielleicht aus einem politischen Disput das als eine Art Hebel genutzt wird.
00:47:22: so wenn aber jetzt nochmal Komponenten auf einmal verzögert werden und in der zugeliefert werden oder ganze Anlagen Es ist eben bei diesem ganzen Planung dass sind komplexe Prozesse die über mehrere Jahre laufen.
00:47:34: wenn ich ein Jahr Verzögerungen habe Man hat aber alle Errichterschiffe und Werkzeuger, die ich brauche für diesen Zeitraum reserviert.
00:47:41: Die sind dann im nächsten Jahr nicht verfügbar, weil wir ja für einen anderen Park vorgesehen haben.
00:47:45: Das ist eine Geschichte, dass man markttechnisch sich nicht abhängig machen möchte.
00:47:50: Und das andere hat tatsächlich auch Sicherheits- und militärische Aspekte.
00:47:54: die Technologie, die in den Anlagen verbaut ist an Mikrofonen und Radarsystem für Vogelradar.
00:48:02: All das an Sensorik kann genutzt werden um eine nicht dafür gevorgesehene Überwachung zu machen also unter Wasserbewegungen von Schiffen und U-Boten.
00:48:14: wenn dann solche Anlagen in der Nähe von militärischen Übungsgebieten stehen oder von Militärischen Häfen Wir nicht wissen, wie ist die Verknüpfung mit den Zentralen in China.
00:48:27: Man hat einen Einfallstor einer Überwachung von Bewegungen, die wir vielleicht gar nicht
00:48:33: wollen.".
00:48:33: Und das haben wir in unserer deutschen ausschließlichigen Wirtschaftszone in der Nordsee sozusagen dauern?
00:48:38: Also wir haben vorgespricht ein bisschen über diesen Endenschnabel dort gesprochen und was mir erklärt... was da alles eigentlich drin ist.
00:48:45: Vielleicht magst du das nochmal ein bisschen ausführen?
00:48:47: Genau, wir haben für die Landesgröße ist die Gewässerfläche, die wir in der Nordsee haben relativ klein.
00:48:53: Wir haben deswegen auch die Herausforderung, dass das was wir geplant haben an Offshore Windenergie in Deutschland sehr dicht zusammenstehen müssen bis zu dreimal dichter als das andere Länder machen müssen.
00:49:04: Das führt dazu, dass jeder Quadratzentimeter der Nordsee im Grunde verplant ist für Offshore windenergie, für Fischerei, Schifffahrtsstrecken, für ökologische Schutzgebiete und für militärische Belange.
00:49:19: Und in diesem Zusammenspiel Man kann nicht sagen, man baut das irgendwo hin, wo eine Überwachung dann nicht interessant wäre.
00:49:28: Weil einfach zu viel auf so einer Fläche dann passiert.
00:49:30: Das
00:49:30: ist komplett unrennestisch.
00:49:32: Es gibt glaube ich ein zentrales Gegenargument was angeführt werden kann und es ist das was mir jetzt im Kopf kommt.
00:49:37: dass sind die Kosten.
00:49:39: Typischerweise ist ja so chinesische Hersteller sind wesentlich billiger.
00:49:45: Ich habe gerade mit Kollegen Andreas Rauer einen Video gedreht.
00:49:49: da sprachen wir über Batterieproduktionen.
00:49:51: Auch dafür argumentiert.
00:49:52: eigentlich total ähnlich zu dem, was du jetzt sagst.
00:49:55: Wir müssen die Batterieproduktion in Europa halten und müssen befiegen qualitativ viel hochwertigere Batterien zu fertigen als das die Chinesen tatsächlich heute können.
00:50:06: Hat aber natürlich auch diese Situation die chinesischen Batterien kosten Bruchteile.
00:50:10: erst noch etwas europäische Kosten?
00:50:12: Wie ist es in der Windkraft?
00:50:14: Das ist auch so.
00:50:14: Also chinesische Anlagen sind deutlich günstiger als europäischer Anlagen.
00:50:19: Aber man muss... Vielleicht auch gucken, was es einem die Unabhängigkeit wert.
00:50:25: Und dann reicht es vielleicht nicht nur auf den Strompreis zu gucken sondern auch tatsächlich, was ist uns die Sicherheit wert dafür dass wir das System auch komplett eigentlich nicht betreiben können, dass wir eben Beschäftigung haben.
00:50:36: Das hat ja sagen, denn volkswirtschaftlich auch wieder einen Einfluss und diese Gesamtbetrachtung ist glaube ich wenig.
00:50:42: nun nicht nur die reine Fokussierung auf dem Aufsamm, was kostet die Kilowattstunde?
00:50:47: Ja und in der Ruhr habe ich ein Einstandspreis Felt.
00:50:50: gibt es so ein Konzept einer Lebenszyklusübergreifenden Kosten?
00:50:54: betrachten in die Total Cost of Ownership.
00:50:56: Was man sagt, okay guckt nicht nur auf den Einstandspreis, gucke auch wirklich über den ganzen Lebenszyklus.
00:51:00: was hast du noch alles für Kosten mit dem scheinbar belegen Produkt?
00:51:04: Das fängt an mit Zollformalitäten und Transportkosten und Risikokosten.
00:51:10: ist vielleicht der Lebenszytlus einfach kürzer als der deiner Anlage?
00:51:13: kannst du dazu noch sagen gibt's einen Qualitätsunterschied zwischen Das asiatischen und europäischen Anlagen?
00:51:19: Das ist nicht so leicht zu bewerten, weil die Märkte vorkommen getrennt sind.
00:51:22: Also in China ist es ein rein chinesischer Markt.
00:51:25: Und das ist zwar der größte der Welt – und China baut im einen Jahr mehr zu als die ganze restliche Welt zusammen – aber fast ausschließlich mit den chinesischen Anlagen.
00:51:34: Gleichzeitig ist das andersherum, dass die Chinesens jetzt versuchen, in andere Märkte reinzukommen, aber bisher ist das nicht in einem großen Umfang passiert wo das ein direkter Vergleich nicht ganz so einfach ist.
00:51:45: Aber das, was man sieht von der Anzahl an Anlagen die dort stehen und wie sie betrieben werden, ist es bei Weitem nicht mehr so dass man sagt naja das ist halt Technologie zweiter Klasse.
00:51:55: Die Entwicklungen, die dort gemacht werden sind sehr schnell.
00:51:58: Die Anlagen werden dort sehr groß aber Sie haben auch eine große Stückzahl und damit lernt man natürlich auch eine Menge.
00:52:04: Also nur über die Qualität zu argumentieren ist glaube ich nicht mehr So einfach und gerade nach vorne geguckt.
00:52:11: der was für europäische Hersteller ein Wettbewerbsvorteil dann ist, ist innovativer zu sein.
00:52:20: Also auch da wieder, das trägt die Forschung und Entwicklung bei, um die Anlagen nicht nur günstiger und zuverlässig zu machen sondern auch können wir sie noch smarter machen, noch besser für unser Energiesystem angepasst haben.
00:52:32: Und die Frage des Preises ist ja auch dran, dass es einen Preis heute in einem Wett Bewerb mit noch existierenden europäischen Konkurrenzen.
00:52:42: Wenn die weg sind, es gibt ja keine Garantie das dann nicht gesagt wird.
00:52:47: so jetzt haben wir den Markt komplett übernommen dass wir bei der Preispolitik bleiben.
00:52:51: also wer garantiert denn dass dem Moment wo denn keine Konkurrence mehr da ist nicht auch mal der Preis der Anlagen aus anderen Regionen der Welt nicht doch noch oben gedreht wird?
00:53:02: Okay, kann ich sehr gut nachvollziehen.
00:53:04: Wie erlebst du das?
00:53:05: Wenn du deine Vision kommunizierst, gibt es da Widerstand?
00:53:08: Gibt's irgendwelche Akteursgruppen die sich dagegen aussprechen würden?
00:53:13: Also auf einer Seite natürlich sagen die asiatischen Hersteller haben ganz natürlich eine andere Sicht der Dinge.
00:53:21: Das kann man aber auch nachvollziehend.
00:53:24: Diese Argumente haben wir schon lange vorgebracht und in unsere Argumentationskette eingebracht.
00:53:33: Wir sehen jetzt aufgrund der politischen Entwicklung, insbesondere der aktuellen Entwicklung in den USA dass das eine ganz andere Dynamik bekommt.
00:53:43: Dass eben die Politik deutlich erkennt.
00:53:48: wir müssen dafür sorgen dass wir uns unabhängiger machen im bestimmten Bereich und Energie ist eben ein ganz wesentlicher Bereich.
00:53:56: ohne Energie funktioniert Nichts.
00:53:59: Alles steht still, wenn wir keine Energie haben.
00:54:01: Wir haben nur zu sehr begrenzten Maße Zugriff auf konventionelle Technologien.
00:54:10: Photovoltaik haben wir im Grunde schon verloren denn die Technologie an den chinesischen Markt gibt keine signifikanten Herstellung mehr bei uns.
00:54:19: und jetzt müssen wir auchpassen dass das in Windbereich der letzten Technologie, die wir noch haben nicht auch noch passiert.
00:54:25: letzten Technologienbereich erneuerbaren Energien meinst
00:54:27: du?
00:54:28: In Energiebereitstellung, genau.
00:54:31: Und es gibt immer natürlich die Diskussion mit was ist mit Nuclear, sowohl Kernspaltung, Kernfusion.
00:54:39: da kann man unterschiedlicher Meinung sein.
00:54:41: naturgemäß sind die durch den Bereich Erneuerbare Energien unterwegs sind Jetzt keine Fürsprecher für nukleare Technologien.
00:54:49: Aber siehst du mal, dass man alles beiseite schiebt und das Ganze nüchtern anguckt?
00:54:54: Fällt ja doch auf das was die Kernspaltung betrifft also die komventionellen Atomkraftwerke, die wir so kennen.
00:55:02: Die Länder, die momentan zubauen, bauen Reaktoren weit hinter Zeitplänen mit explodieren den Kosten.
00:55:12: Also die Kilowattstunden, die aus diesen Kraftwerken kommen werden sehr teuer sein.
00:55:17: Ob sie am Markt dann verkauft werden das kann jeder selber beurteilen.
00:55:20: auf unsere Situation in Deutschland geguckt gibt es ja immer mal wieder lauter oder leisere Stimmen.
00:55:27: wir müssen in diese Technologie wieder einsteigen und die unterstützen.
00:55:33: Man kann ganz nüchtern einfach mal gucken, wer stellt diese Forderung und dann wird man vermutlich sehr schnell feststellen.
00:55:40: Diejenigen die Kraftwerke bisher betrieben haben wollen das gar nicht weil es sich wirtschaftlich einfach nicht rechnet.
00:55:47: Es ist einfach nicht mehr wettbewerbsfähig gegenüber anderen Technologien.
00:55:52: Der zweite Fahrt Cain Fusion wird unglaublich viel Geld reingesteckt.
00:55:56: Wir würden es im Windenergie-Forschungsbereich freuen, nur einen Bruchteil dieser Summe zur Verfügung zu haben.
00:56:04: und wenn wir mal gucken mit dem wenigem Geld was in die Windenergieforschung gegangen ist im Verhältnis wie stark ist die Kostendegression gewesen?
00:56:12: Wie stark ist dann diese Technologie in den Markt gegangen?
00:56:16: Wie viele Terawattstunden kommen da jetzt raus?
00:56:18: Dann ist das mit wenig Geld viel erreicht.
00:56:21: bei der Kennfusion Kann man jetzt überstreiten, ist das in dreißig vierzig fünfzig oder hundert Jahren so weit?
00:56:27: Aber selbst unter der Annahme es wären vierzig Jahre soweit.
00:56:29: Man hätte einen kommerziellen Reaktor.
00:56:32: Dazu die zu spät.
00:56:33: Zu
00:56:33: dem Zeitpunkt haben wir ein dezentrales Energiesystem.
00:56:36: dann mit einer zentralen Energieerzeugungseinheit zu kommen würde ja bedeuten Wir müssen das Energiessystem nochmal wieder umbauen.
00:56:42: also auch das rechnet sich wirtschaftlich einfach nicht.
00:56:46: Bezüglich Kernspaltung würde ich denken haben die letzten paar Wochen uns aber auch noch mal ganz neues Thema auf die Agenda geschrieben vollständig zugestimmt, noch vor drei Wochen.
00:56:55: Und heute hast du aber die Frage würdest du nicht in Deutschland auch Oranen anreichern können?
00:56:59: Selbst wenn du sagst okay kurzfristig ist das keine Option versuchst irgendwie unter den französischen nuklearschirmen Atomschutzschirm sozusagen drunter zu schlüpfen.
00:57:11: Ich habe ein paar Tage Artikel gelesen wie man gesagt hat oh du solltest die Option schaffen kurzfristigt auch die blöde Bombe bauen zu können.
00:57:19: Wir sind ein ganz neues Thema als nicht im Bereich erneuerbare Energien, aber ist glaube ich ein Argument was es vor drei Wochen nicht gegeben hätte und was plötzlich zumindest wert ist mal reflektiert zu werden.
00:57:30: Aber auch mal dafür neue Reaktoren oder die verfügbar sind dafür ausreichend?
00:57:36: Das ist ja die Frage muss man alle im
00:57:37: Rückbau oder?
00:57:38: Naja also in Finnland wird jetzt gerade gebaut oder in UK zu astronomischen Preisen.
00:57:45: zwar, da sind ja einige zu bauen in den Glauben, damit macht man eine günstige Energieversorgung.
00:57:59: Man muss erst mal auch oft gucken wie groß war denn der Anteil der Kernenergie am Energiemix?
00:58:04: Das wird immer sehr groß dargestellt.
00:58:07: In realität ist es nicht so überbohrend gewesen wie die Leute vermuten.
00:58:12: Also das Ganze damit zu retten wird sowieso nicht funktionieren und mit dem Preisschild daran ist es einfach unaktiv.
00:58:18: plus
00:58:19: Selbst wenn man auch das alles beiseite lassen würde und sagen, die ganze Welt... Und dann würde ich sagen dieses Argument.
00:58:25: Glauben wir, die gesamte Welt investiert jetzt in nukleare Technologie?
00:58:29: Naja, wenn es die gesamten Welt macht, dann wird es ja auch eine immense Nachfrage nach Kernbrennstoffe geben.
00:58:36: Wo...?
00:58:37: kommen die her.
00:58:38: In den Regeln aus Ländern, die würden jetzt nicht im Lexikon unter Demokratie stehen.
00:58:44: Also dann würde man sicher wieder abhängig machen von anderen Dingen und wenn die Nachfrage so groß ist geht der Preis nach oben.
00:58:49: Wenn
00:58:49: man das regelmäßig auch einkaufen wurde?
00:58:51: Ganz genau!
00:58:51: Also ganz davon ab dass wir haben gar keine Lösung wo hin mit dem Atomabfall und das zu bepreisen?
00:58:59: was kostet das?
00:58:59: Das ist noch eine andere Geschichte.
00:59:01: aber auch wenn man das alles ausbilden wird zu teuer, zu spät.
00:59:06: Es ist wirtschaftlich nicht interessant sonst würden die Unternehmen das ja fordern noch nicht die
00:59:10: Politik.".
00:59:10: Ja, das verstehe ich also.
00:59:13: ich nehme mit deine Vision eines Windenergie-mäßig unabhängigen Europas.
00:59:21: Die sind in den letzten drei Monaten sicherlich viel realistischer geworden und du triffst jetzt auf Leute die offene Ohren haben, die verstehen okay Wir waren abhängig vom russischen Gas Wir sind abhängig von der militärischen Sicherheit der USA.
00:59:36: Und die wird uns womöglich auch gerade komplett entzogen, wir wollen jetzt nicht wieder abhängiger werden und die Geschichte ist für mich auch sehr überzeugend, Wertschöpfung in Europa zu halten.
00:59:47: Lass uns vielleicht zum Abschluss nochmal wertschöpfen in Europa zuhalten um sicher zu sein.
00:59:52: Lasst uns zum Abschluß vielleicht noch mal ganz kurz ein paar Minuten darauf verwenden so ein bisschen Windenergie-Wende, die wir jetzt gerade gesellschaftlich erleben zu reflektieren.
01:00:01: Da würde mich total deine Einschätzung interessieren als Experte für das Thema.
01:00:06: Ich habe ehrlich gesagt den Eindruck, dass es also auf der Regulierungsseite von der Ampel schon einiges an Fortschritt gab – eine Ampelregierung.
01:00:14: Teilst du die Einschätzungen?
01:00:15: Ja!
01:00:16: Also ist es tatsächlich gelungen, die Regulatorik zu verbessern.
01:00:20: Das sehen wir auch in den Ausschreibungen was jetzt an Geboten gekommen ist und das alles deutlich besser als die Jahre davor.
01:00:31: Das muss natürlich noch alles in die Umsetzung gehen, das sind ja immer mehrjährige Prozesse von einer Planung bis dann tatsächlich alles umgesetzt wird.
01:00:40: aber das ist lange verbessert worden.
01:00:44: mit dem weiteren Ausbau ist es auch klar dass eine Technologie die wird in der Fläche umgesetzt also heißt sie hat eine Interaktion mit der Bevölkerung und da sind anderen die sind groß Die sind auch nicht unsichtbar und die sind auch unhörbar.
01:01:01: Das sind alles Dinge, die muss man berücksichtigen.
01:01:04: Und da gibt es im Bereich der Akzeptanzforschung – wie nimmt man die Bevölkerung eigentlich mit?
01:01:12: Wie bindet man sie ein?
01:01:15: Auch deutliche Fortschritte!
01:01:16: Und das hat tatsächlich Rückwirkungen auf die Technologie.
01:01:20: Früher war das im Grunde der Ansatz.
01:01:22: Wir bauen erst mal die Technik, wenn das alles fertig ist Dann gucken wir mal, dass den Leuten das auch irgendwie gefällt.
01:01:28: Und definierend waren am Anfang die technischen Randbedingungen und einen Kostenrahmen in dem man sich bewegen wollte.
01:01:37: Was passieren muss ist dann, dass die Akzeptanz und die Einbindung der Bevölkerung genau so ein Designparameter wie Kosten- und technische Randbedinger sind.
01:01:52: Das heißt, du musst am Anfang diesen ganzen Prozesses stehen.
01:01:56: Es
01:01:56: gibt jetzt zum Beispiel diese Akzeptanzabgabe die eingeführt wurde.
01:01:59: Neue Anlagen, Null, zwei Cent pro Kilowattstunde abführen müssen an jeweilige Kommune wenn ich das richtig überblicke.
01:02:06: Das wirkt mir sehr schlau und durchdacht und müsste doch eigentlich Akzeptanzen fördern.
01:02:11: Wenn dann da plötzlich Geld ist um Spielplätze zu sanieren oder... Keine Ahnung, irgendeinen Dorfplatz irgendwie ein bisschen zu begrünen oder so.
01:02:20: Schätzt du das erst so positiv ein?
01:02:21: Das ist... Beteiligung ist dann ein Hauptelement um Akzeptanz zu schaffen.
01:02:29: Das sieht man in allen Verfahren und an Projekten die es bisher gegeben hat.
01:02:33: In der Regel ist da das größte Problem.
01:02:36: Die Leute, die nicht beteiligt sind sehen die Anlagen und fragen sich dann naja, jemand anders verdient über den Geld Und ich habe aber die optische und akustische Wirkung.
01:02:45: Das
01:02:46: ist doch ein faires Argument eigentlich, ne?
01:02:47: Also
01:02:48: erst mal total nachvollziehbar.
01:02:50: Deswegen Modelle zu schaffen sozusagen wo man dann sagt ihr habt auch monetär einen Vorteil davon und das kann eben die Wirkung sein über die Kommune die sich mehr leisten können was sagen?
01:03:00: die Lebensqualität fort verbessert oder direkt in Form einer Beteiligung sind einfach Dinge die Akzeptanz enorm verbessern.
01:03:09: andere Dinge Möglichkeit überhaupt gehört zu werden.
01:03:15: Und da gab es Versuche dazu, dass man bei einem Windpark wo es Beschwerden gab über akustische Belastungen hat man einen Formen gemacht und hat den Leuten als begleitet von Akzeptantforschern und den Projektierern und er gesagt okay wir nehmen euch ernst!
01:03:32: Wir geben euch die Aujo-Recorder Wenn diese Situation eintreten, das ist ja mal wind- und wetterabhängig.
01:03:39: Je nachdem wie die Windrichtung ist, wie stark der Wind weht, wie die Umgebungsgeräusche gerade sind.
01:03:44: Aber wenn das eintritt bitte aufnehmen damit wir das bewerten verstehen können.
01:03:50: Allein die Tatsache dass sie Leute die Möglichkeit hatten das aufzunehmen hat dazu geführt Dass die Beschwerdeschwelle gewaltt hineingegangen ist weil auf einmal dieses Ohnmachtsgefühl Ich kann gar nichts machen und ich werde nicht gehört weg war und sagen, der Gründe könnte ich ja was machen.
01:04:07: Aber offensichtlich ist die Störung gar nicht so groß jetzt den Aufwand zu betreiben das aufzunehmen und irgendwo einzuschicken.
01:04:13: also auch dass muss man einfach sagen verstehen wie fühlen die Leute sich mitgenommen oder nicht mitgenommen dabei?
01:04:19: Ja kann ich sehr gut verstehen.
01:04:21: gibt es irgendwas was du dir noch wünschen würdest an insbesondere regulatorischen Maßnahmen oder ist einem akzeptant fördernden Maßnahmen Um die Windwände zu beschleunigen, diese Ausportziele hast du im Vorgespräch extrem ehrgeizig bezahlen.
01:04:33: Also es ist nicht so dass wir einfach nur machen müssen sondern dann muss man uns schon noch richtig strecken.
01:04:38: Genau weil wir ein Hundertsechzig Gigawatt an Land ist glaube ich perspektivisch das Ziel für
01:04:43: Und auch die europaweiten Offshore-Ziele, all das lang in Produktion zu bringen ist eine Aufgabe.
01:04:50: Das ist machbar alles aber muss dann eben auch wirklich jetzt ein konzentrierter Handgehen.
01:04:54: Das heißt darf auch nicht wieder Verzögerung geben wenn durch politische Wechsel in drei vier Nationalstaaten auf mal auf europäischer Ebene wieder etwas ausgebremst wird und man muss bei den Planen bleiben.
01:05:10: Wir müssen vielleicht auch ein bisschen schneller werden.
01:05:13: Umsetzung, neuer Ideen und Innovation.
01:05:17: Da gibt es bestimmte Werkzeuge unter den verschiedenen Namen Realabore, Sandboxing, so einfach die Regulatorik freier ist auch Dinge auszuprobieren weil das sehen wir schon ist ein großer Unterschied gegenüber den asiatischen insbesondere chinesischen Wettbewerbern wo einfache Dinge neue Dinge gemacht werden.
01:05:38: und wenn's nicht geklappt hat dann ist es ärgerlich, aber man hat was dabei gelernt und wir sind sehr gut da drin zu versuchen einen neue Risikosituationen zu erzeugen.
01:05:49: Und wenn ich das ergänzen darf?
01:05:52: Wir schaffen auch nicht so die die Experimentierfälle da, also man könnte ja sagen eine Kommune darf was ich nicht ausprobieren und deswegen wir glauben immer wir müssen das jedem gleich im Thema gleich ein Bundesgesetz machen.
01:06:04: Und wir wollen immer für alle einen einheitlichen Stand anschaffen und die Möglichkeit dann irgendwo mal Ausnahmen zuzulassen so wie eine chinesische Sonderwirtschaftszone oder so, dass du sagst okay dann macht das doch mal in an weiß ich nicht Mecklenburg-Vorpommern oder Niedersachsen oder wo auch immer oder nur in irgendeinem Landkreis ist.
01:06:23: Das ist ja auch etwas was uns ein bisschen fremd ist
01:06:25: Ganz genau.
01:06:25: Und da sehen wir, dass das erkannt wurde und man sich auch in Brüssel bemüht, das zu ändern und diese Vorgaben dann auch für die Nationalstaaten Freiraume machen.
01:06:36: Aber jetzt ist immer noch alles im Verhältnis mit langsamem... Also wenn man sagt, wir testen einfach mal!
01:06:44: Wir haben wirklich eine Umgebung.
01:06:45: Dann muss man mal ein Zaun drum machen.
01:06:46: Wenn was umfällt, dann fällt etwas um.
01:06:48: Aber solange niemand zu Schaden kommt, ist es ja nicht schlimm, wenn sie sagen einen monetärer Schaden, der entstanden ist Aber das muss man vielleicht auch mal abwägen.
01:06:55: Was ist dann die günstige Variante?
01:06:58: Wir probieren mal was in einem definierten Experimentierbereich, wo es vielleicht ein Misserfolg gibt der kostet Geld im Vergleich zu... wir haben alles bis auf das letzte Risiko durchdekliniert und da muss man sagen, was ist denn überhaupt das Risiko?
01:07:15: Es dauert viele Projekte und viele Jahre, dass alles genau definiert zu haben.
01:07:22: Ich würde mal schätzen Vielleicht ist der Kosten-Regie gar nicht so groß, vielleicht ist es sogar günstiger zu sagen.
01:07:27: Wir machen einfach mal und dann ist Farrers lang kaputt gegangen.
01:07:31: aber wenn wir das in der Annahme am Start drin hatten dass etwas schief gehen kann und es entsprechend mit Instrumentierung alles so versehen ist, wenn das passiert Dann haben wir aber auch die Informationen, warum das passiert ist und haben sehr schnell was gelernt.
01:07:48: Das ist ein Ansatz der es uns fremd.
01:07:49: Ja!
01:07:50: Und diese Behebigkeit ist auch so typisch deutsch sein als sei dass nichts tun risikofrei.
01:07:57: Du musst ja immer zwei Alternative miteinander vergleichen.
01:08:00: Alternative A, wenn ich X tun würde, dann wäre das Risiko behaftet?
01:08:04: Ja, das stimmt vielleicht, aber wenn du es nicht tust, ist das eben auch häufig risikobahhaftet und das müssen wir glaube ich als Gesellschaft irgendwie immer wieder vor Augen führen.
01:08:15: Wir sind dabei, Stefan!
01:08:16: Ich danke dir ganz herzlich für die Einblicke, die du mit uns geteilt hast.
01:08:20: Das war total inspirierend und ich habe viel gelernt.
01:08:23: Ich hoffe unsere Zuschauerinnen und Zuschauer nehmen auch viel mit.
01:08:27: Und ja, ich danke dir für deine Zeit, die Du uns geschenkt hast.
01:08:30: Sehr gerne!
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