Eingebettete Systeme und die Welt von morgen

Shownotes

In dieser achten Folge der Nachhaltigkeitsutopien aus/von/für Niedersachsen spricht Prof. Dr. Christian Busse mit Prof. Dr. Verena Klös, Professorin für Informatik an der Universität Oldenburg und Leiterin des Lehrstuhls für Eingebettete Hardware-/Software-Systeme. Im Gespräch erläutert Verena Klös, was eingebettete Systeme sind, wie sie funktionieren und wie sie sich von klassischen Regelungstechniken und cyberphysischen Systemen unterscheiden. Sie beschreibt, dass diese Technologie in nahezu allen Bereichen des Alltags Anwendung findet, etwa in Haushaltsgeräten, Fahrzeugen oder der Medizintechnik. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Beitrag eingebetteter Systeme zur Nachhaltigkeit. Sie können durch intelligente Steuerung, vernetzte Mobilität oder Assistenzsysteme in der Pflege helfen, Ressourcen zu schonen und Lebensqualität zu erhöhen. Gleichzeitig werden Herausforderungen wie Datenschutz, ethische Fragen, technologische Grenzen und der verantwortungsvolle Umgang mit lernenden Systemen thematisiert. Die Folge zeigt, dass eingebettete Systeme ein großes Potenzial für eine lebenswertere und nachhaltigere Zukunft besitzen, ihre Entwicklung jedoch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, gesellschaftliche Reflexion und klare ethische Leitplanken erfordert.

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sscm@uni-oldenburg.de

Lehrstuhl für Eingebettete Hardware-/Sofrware-Systeme

Prof. Dr. Verena Klös

Lehrstuhl für Sustainability and Supply Chain Management

Prof. Dr. Christian Busse

Begriffserklärungen

**Mikrocontroller ** Programmierbarer Computerchip, der in Geräten mit eingebetteten Systemen die Steuerung spezifischer Aufgaben übernimmt

**Autonomes Shuttle ** Selbstfahrendes Fahrzeug, das Personen auf festgelegten Routen transportiert

**Algorithmus ** Eine endliche, eindeutige Folge von Anweisungen oder Rechenschritten, die dazu dient, ein Problem zu lösen oder eine bestimmte Aufgabe auszuführen Wissenschaftlich fundierte Emissionsreduktionsziele von Unternehmen, um im Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens zu wirtschaften

**Machine Vision System ** Computergestütztes Bildverarbeitungssystem, das Kameras und Algorithmen nutzt, um visuelle Informationen zu erfassen, zu analysieren und daraus Entscheidungen abzuleiten Einsparungen aufgrund von Effizienzsteigerungen werden durch verändertes Nutzerverhalten, insbesondere verstärkte Nutzung, zumindest partiell wieder ausgeglichen

**Neuronales Netz ** Informationsverarbeitendes System, das der Struktur des menschlichen Gehirns nachempfunden ist und dazu dient, Muster zu erkennen und Daten zu klassifizieren

**Robotik ** Interdisziplinäres Fachgebiet, das sich mit der Entwicklung, Steuerung und dem Einsatz von Robotern beschäftigt

**Wearable ** Mit Sensoren ausgestattetes, tragbares Gerät zur Erfassung und Analyse von Körper- oder Umweltdaten, etwa Smartwatches oder Fitness-Tracker

**Exoskelett ** Eine äußere, am Körper getragene Struktur, die Bewegungen unterstützt oder verstärkt und bei Menschen zur Rehabilitation oder Arbeitserleichterung eingesetzt wird

**Aktor ** Ein antriebstechnisches Bauteil, das ein erhaltenes Signal in eine Aktion, wie z.B. eine mechanische Bewegung, umsetzen kann

**Wearable ** Mit Sensoren ausgestattetes, tragbares Gerät zur Erfassung und Analyse von Körper- oder Umweltdaten, etwa Smartwatches oder Fitness-Tracker

**Telemedizin ** Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien, um medizinische Leistungen über räumliche oder zeitliche Distanzen hinweg zu erbringen

**Algorithmus ** Eine endliche, eindeutige Folge von Anweisungen oder Rechenschritten, die dazu dient, ein Problem zu lösen oder eine bestimmte Aufgabe auszuführen

**Hypothese ** Unbewiesene Annahme oder Vermutung über einen Zusammenhang oder eine Eigenschaft, die wissenschaftlich überprüfbar ist und als Grundlage für Untersuchungen dient

**Machine Learning ** Fähigkeit von Computern, aus Daten zu lernen, Erfahrungen zu verallgemeinern und Vorhersagen zu treffen, ohne explizit programmiert zu sein

**Dystopie ** Fiktionales Zukunftsbild, das soziale, politische oder technologische Fehlentwicklungen überzeichnet darstellt und meist eine pessimistische Gesellschaftsordnung zeigt

**Invariante ** In der Mathematik, Physik, Informatik und anderen Wissenschaften eine Eigenschaft oder Größe, die sich unter bestimmten Transformationen oder Prozessen nicht verändert

**Robotergesetze von Isaac Asimov ** Reihe von fiktiven Regeln, die Asimov in seinen Science-Fiction-Geschichten aufstellte, um die Interaktion von Robotern und Menschen zu regeln

**Monitoring ** Kontinuierliche Beobachtung und Überwachung von Prozessen, Systemen oder Zuständen, um deren Leistung, Sicherheit oder Qualität sicherzustellen

**Bewegungsprofil ** Sammlung von Standortdaten, die den Bewegungsverlauf einer Person oder eines Objekts über einen bestimmten Zeitraum hinweg dokumentiert

**Business Case ** Unten: Strukturiertes Dokument oder eine Argumentation, das den Nutzen, die Kosten, Risiken und Alternativen eines Projekts oder einer Investition analysiert und bewertet

Transkript anzeigen

00:00:00: Liebe Zuhörende, herzlich willkommen im Podcast Nachhaltigkeitsutopien aus von Für Niedersachsen.

00:00:05: Mein Name ist Christian Busse und ich begrüße Sie ganz herzlich zur heutigen Folge mit meine Kollegin Prof.

00:00:10: Dr.

00:00:10: Verena Klös.

00:00:12: Mit ihr habe ich am neunten Mai twenty-fünfundzwanzig gesprochen über das Thema eingebettete Systeme – was ist es überhaupt?

00:00:19: Und sie hat eingebättete Systemen in der Welt von morgen positioniert wie sich die vorstellt und das Ganze haben wir gemeinsam auch noch kritisch reflektiert!

00:00:27: Ich wünsche Ihnen ganz viel Spaß bei der Folge.

00:00:30: Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer.

00:00:33: Ich begrüße Sie ganz herzlich wieder zu unserem Projekt Nachhaltigkeitsutropien aus von Fürniedersachsen!

00:00:39: Und heute habe ich eine Kollegin als Gesprächspartnerin Prof.

00:00:43: Dr.

00:00:43: Verena Klös ihres Zeichens Professoren für Informatik und du leitest bei uns die Abteilung vereingebetteter Hardware-Softwaresysteme.

00:00:52: Herzlich willkommen Verena, toll, dass sie die Zeit nimmst.

00:00:54: Dankeschön.

00:00:56: Verena, lass mich mal ganz vorne anfangen.

00:00:58: Was ist denn so ein eingebettetes Hardware-Software-System?

00:01:02: Also ein eingebetetes System ist wie der Name schon sagt, eingebattet und zwar eingebättet in eine technische Umgebung also zum Beispiel die Steuerungseinheit von einer Waschmaschine.

00:01:13: Ein kleines Gerät was die ganze Steuerung übernimmt, eingebbettet in einem großen Gerät das eigentliche Aufgabe des Waschen der Wäsche übernippt.

00:01:21: Und diese eingebretteten Systeme haben Sensoren mit denen sie die Umgebungen wahrnehmen können und sogenannte Aktoren, mit denen sie in der Umgebung Dinge ändern können.

00:01:30: Also zum Beispiel könnte in der Waschmaschine das eingebildete System mit einem Sensor sehen wie dreckig die Wäsche ist und dann entweder durch hinzufügen von mehr Waschmittel oder Wasser oder mehr Schleudern noch einen weiteren Spülgang quasi die Umwelt in dem Teil die Wäsche in der Maschine beeinflusst.

00:01:50: Interessant!

00:01:52: Wie würdest du das abgrenzen?

00:01:54: Einfachen Regelungstechnik, inwiefern geht da das eingebällte System darüber hinaus?

00:02:00: Also im Prinzip sind in eingebählten Systemen Regler drin.

00:02:04: Das heißt, in der Regelungsthechnik beschäftigt man sich damit wie man diese Regler programmiert und um einzelne Regelungsaufgaben zu lösen.

00:02:15: Und ein eingebähtes System ist jetzt quasi das System in dem dieser Regler agiert.

00:02:20: Das heißt, wir haben eben die Sensoren, die Akteuren, die Regelstrecke dazwischen.

00:02:24: das macht dann die Regelungstechnik und im eingebetteten System kümmert man sich jetzt eher auf Systemebene darum.

00:02:31: also welche Sachen werden in Software programmiert?

00:02:34: Welche werden in Hardware umgesetzt?

00:02:36: wie funktioniert die Kommunikation zwischen Software und Hardware?

00:02:42: Wie wird auf Sensor-Daten reagiert?

00:02:44: Wie ist das Zeitverhalten des Systems, also mehr so oft der Perspektive.

00:02:48: Mhm.

00:02:49: Ich glaube, das Zeit Verhalten des Systemes ist auch eine Besonderheit des eingebetteten Systems, die ich bisher verstanden habe aus dem Vorgespräch und zum Glück hatte ich auch das Glück vorgestern in einer Antrissvorlesung gewesen sein zu dürfen.

00:02:59: Und da hast du unter anderem gesagt, dass eine der Besonderheiten.

00:03:02: diese Echtzeitnotwendigkeit ist von einem eingebatteten System.

00:03:06: Sonst ist es auch, glaub ich, was von anderen ... Programmieraufgaben in ein Formatik abgrenzt.

00:03:12: Genau, also wenn wir Software entwickeln für eingebettete Systeme dann müssen wir natürlich auch dafür sorgen dass am Ende das System das tut was es tun soll zum Beispiel die Wäsche waschen.

00:03:23: aber es geht auch ganz viel darum wie das System eigentlich tut.

00:03:27: Also wenn wir z.B.

00:03:28: in einem Auto sind und den Airbag haben Dann muss der Airbag zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt auslösen.

00:03:34: das System erkennt, dass ein Unfall passiert muss innerhalb von einer fest definierten Zeitspanne der Airbag tatsächlich ausgelöst werden.

00:03:41: Weil er ansonsten mehr schadet als nutzt.

00:03:45: Analysekunden

00:03:46: Genau also sind wirklich Melisikunden und in der klassischen Software ist es anders.

00:03:50: Also da soll eine Berechnung zwar auch funktionieren aber wir haben Zeit.

00:03:55: Ja sehr spannend Und ich glaube es gibt noch bei euch so einen anderen Nachbarbegriff sozusagen die cyberphysischen Systeme, würdest du das auch noch mal voneinander abgrenzen?

00:04:04: Was ist einfach nur das eingebettete System und wann wird es ein cyberphysisches System?

00:04:09: Also ein eingebättetes System ist im Einzelnen des Kleines eingebattetes System.

00:04:14: Und ein cyber-physisches System entsteht dadurch dass wir eingebrettete System haben die miteinander vernetzt sind unter eine Art Verbundbilden.

00:04:23: Und zusätzlich kommt noch hinzu, dass wir bei cyberphysischen Systemen einen größeren Fokus auf den physisch Teil haben.

00:04:29: Also tatsächlich mehr noch die Physik und den Cyberteil im Sinne von Vernetzung zum Beispiel auch über das Internet und Berechnungen, die dann teilweise verteilt stattfinden.

00:04:41: Das Zusammenbringen von verschiedenen heterogenen Komponenten, die ein großes System bilden.

00:04:46: Okay super!

00:04:47: Das heißt du hast erstmal den Blick auf einzelne eingebettete System für dich, für das du dich in einer Forschung damit beschäftigst.

00:04:54: Das zu optimieren in den Hardware und Software Eigenschaften.

00:04:58: Und die Vernetzung der nächste Schritt.

00:05:01: Wobei wir teilweise dann auch... schon über Sachen reden.

00:05:05: Wenn wir dann auf Anwendungsebene zum Beispiel sind, also wenn wir dann über Assistenzfunktionen in einem Fahrzeug reden, dann steckt da meist schon ein cyberphysisches System dahinter weil ein Fahrzeug bereits aus mehreren Prozessoren besteht und mehrere Aufgaben erfüllt.

00:05:20: In dementsprechend sind wir eigentlich schon im cyberphysischen System.

00:05:23: Insbesondere werden wir dann noch Informationen hinzunehmen die zb von einer intelligenten Infrastruktur kommen wie also Sensoren an der Straße irgendwo haben oder Kommunikation mit anderen Fahrzeugen

00:05:34: Und wahrscheinlich wird das auch mehr werden, was mir im Vorgespräch schon gesagt und auch in einer Antrittsvorlesung ... Sie sind schon überall.

00:05:40: Sie werden auch immer mehr.

00:05:41: Wenn sie immer mehr werden dann habe ich wahrscheinlich auch innerhalb eines Anwendungskontextes immer häufiger gleich mehrere eingebettete Systeme oder?

00:05:49: Genau also wir haben Autosachen

00:05:51: ja schon mal hat irgendwie dutzende Steuergeräte glaube ich

00:05:53: Ja.

00:05:54: Also wir haben eigentlich kaum noch klassische eingebättete Systemen weil eben immer mehr alles vernetzt wird.

00:06:00: Also selbst die Waschmaschine kann ja mittlerweile auch schon im Internet Sachen abrufen.

00:06:06: in dem Modell ganz modern, also so selbst so ganz klassische Sachen wie eine Wasch-Maschine, die eigentlich immer ein eingebettetes Thema war weil wozu soll sie vernetzt sein?

00:06:15: wird dann doch wieder vernetzt werden.

00:06:17: Also es wird ein paar Fälle weiterhin geben, wo wir eben einzelne Systeme tatsächlich betrachten können.

00:06:21: aber das geht immer mehr in die Richtung Vernetzte-Systeme, cyberphysische Systeme, mehr Intelligenz, mehr Anpassbarkeit...

00:06:28: Trotzdem gibt es heute Forschung nicht nur zu cyberphysischen Systemen sondern auch den eingebetteten System an sich.

00:06:34: Magst du mal ganz kurz für Leinen wie mich anreißen was macht die Forschung zu eingebätteten System?

00:06:40: Was machst Du unter anderem in Deinem Lehrschul für Sachen.

00:06:45: Also Forschung zu eingebetteten Systemen hat im Prinzip mehr den Fokus auf weniger die große Systeme sich, sondern eher das einzelne System.

00:06:56: also zum Beispiel Optimierung von einzelnen eingebatteten System, Aufteilungen von Aufgaben auf Hardware und Software, Kommunikation zwischen Hardware & Software verbessern.

00:07:07: aber es geht immer mehr in die Richtung.

00:07:09: also auch Lehrstühle für eingebättete Systeme machen auch Forschung zu cyberphysischen.

00:07:15: Manche Lehrstühle haben sich irgendwann umbenannt, andere heißen noch eingebettete Systeme aber es geht eigentlich gar nicht mehr dass man nicht die cyberphysische Sicht drin hat.

00:07:24: Okay sehr gut und wollte ich mir das denn so vorstellen?

00:07:28: Das wäre jetzt für jede Anwendung immer ein ganz spezielles eingebattetes Systemdesign.

00:07:34: oder Versucht ihr da auch, also ist es überhaupt machbar wenn es immer mehr von diesen Systemen gibt und aber eine sehr begrenzte Anzahl von Professoren vereinbettete Systeme?

00:07:44: Ja.

00:07:45: Also natürlich versucht man in dem Bereich die klassische Wiederverwendbarkeit von Dingen auch zu machen weil natürlich kann man nicht für alles ein spezielles eingebettetes System bauen.

00:07:55: deswegen gibt es kleine microcontroller die man mehrere Geräte einsetzen können die dann programmiert werden können.

00:08:04: Und es gibt teilweise sehr spezifische Hardware, die tatsächlich für einen Anwendungsfall designt wird.

00:08:10: Deren Herstellung ist aber tatsächlich erst mal sehr teuer weil sie designte werden muss für genau diesen Anwendungfall und auch verifiziert werden muss dass sie wirklich korrekt ist.

00:08:20: Weil wenn die dann einmal produziert ist, dann ist die ja nicht mehr enderbar weil sehr in Hardware festverdratet ist.

00:08:27: Das heißt, das lohnt sich nur wenn man tatsächlich eine Aufgabe hat wo man wirklich spezielle Hardware braucht.

00:08:33: Und ne Stückzahl hard die so groß ist dass ich diese Anfangskosten am Ende wieder rentieren weil wir das dann anschließend wenn das einmal designt ist dann für ganz viele Geräte benutzen können.

00:08:43: Wenn wir ne sehr kleine Stückzoll haben und auch mit etwas allgemeinere hardware umgehen können.

00:08:48: Dann nehmen wir lieber programmierbare hardware Wo wir dann ein bisschen weniger Effizienz haben aber dafür günstigerer Herstellungskosten.

00:08:55: Ich habe gerade mir vorgestellt, wir haben zu Hause putzigerweise uns mal so ein Luxus Backofen geleistet der auch Internet fähig ist und ich ärgere mich aber immer über den weil er immer morgens einmal bereit gemacht werden muss.

00:09:07: Dafür dass er überhaupt bereit wäre von außen irgendwie eine Instruktion zu empfangen.

00:09:10: So nach dem Motto lasse dich mal vorheizen und fragt mich da naja müsste es ja nicht eigentlich auch programmierbar sein in dem Sinne das man einfach damals Software Update drauf spielt und sagt okay in Zukunft gibst du einfach von aus einen Code ein und musst nicht mehr eingeschaltet werden.

00:09:25: Ist es nicht eigentlich wünschenswert, dass man ganz viel programmierbar hat um dann lernen zu können aus den Anwendungen ja wie wird's wirklich benutzt?

00:09:34: und da lernt man doch eigentlich immer das man irgendeine Softwarefunktionen noch mal verbessern kann oder?

00:09:39: Ja wir haben aber häufig eine Mischung, also dass dann quasi die eigentliche Sachen, die in Hardware umgesetzt werden sind nicht solche High-Levelsachen.

00:09:49: Sondern wirklich ganz konkrete Aufgaben, also ganz konkret prüfen ob mir bestimmt das Schwellwert erreicht ist bei einem Sensor oder ganz konkreter Berechnungsfunktionen, die da dort umgesetzt wird und solche High Level Geschichten wie die Interaktion mit dem Menschen, die immer ein Software initiiert.

00:10:06: Also müsste es eigentlich so sein, dass eigentlich mein Backofenhersteller fiehig sein müsste dann software update aufzuspielen oder?

00:10:11: Genau.

00:10:11: Allerdings hat dein Backofenersteller das Problem, dass es Sicherheitsanforderungen gibt und eine dieser Sicherheits Anforderung ist, dass der Backofem nicht von außen dann entsprechend eingeschaltet werden können soll wenn das nicht von ihnen quasi autorisiert wurde damit nicht ein Hacker sich einhecken kann deinen Backofein schalten kann und deine Wohnung abbrennt.

00:10:31: Ja ja das verstehe ich aber es hält halt die Funktion krass ein.

00:10:35: ne

00:10:37: Tatsächlich sind das auch Dinge, wo die Hersteller dann auch immer wieder Schwierigkeiten mit haben.

00:10:42: Weil sie würden gerne diese Funktion anbieten.

00:10:44: Können Sie eigentlich auch?

00:10:46: Dürfen Sie aber von der Gesetzgebung dann nieder nicht.

00:10:49: Okay.

00:10:49: Siehst du habe ich schon was gelernt.

00:10:50: jetzt ist ja in meinem Kopf ein bisschen entschuldigt.

00:10:54: Super!

00:10:55: Wir sprechen ja über das Thema aus dem Kontext der Nachhaltigkeitsutopien auf die wir in den Projekt abstellen wollen und Offensichtlich bist du ja fest überzeugt davon, dass eingebettete Systeme ganz viele Nachhaltigkeitsnutzen erzeugen können.

00:11:08: Sonst wollen wir das nicht machen.

00:11:10: Magst du mir da mal ein paar Beispiele, irgendein Anwendungskontext mal beschreiben?

00:11:17: Also eingebattete Systemes sind ja quasi überall und steuern verschiedene Dinge und dementsprechend sind sie quasi so das Kernstück oder das Gehirn von sehr vielen intelligenten Geräten die wir benutzen können.

00:11:31: Das kann man natürlich positiv und negativ benutzen.

00:11:35: Aber zum Beispiel können wir durch eingebettete Systeme, die immer besser werden... ...immer mehr Funktionalität, immer mehr Intelligenz in Geräte reindringen,... ...also z.B.

00:11:45: Assistenzsysteme an Autos bringen.

00:11:48: Und die Assistenzzysteme helfen uns ja erst mal nur besser zu fahren.

00:11:51: Das hat noch nicht viel mit Nachhaltigkeit zu tun!

00:11:53: Wenn wir aber irgendwann zu dem Punkt kommen, dass wir tatsächlich autonome Autos haben.... die fahren können, können wir vielleicht unseren Verkehr nachhaltiger gestalten.

00:12:04: Weil momentan ist es ja so, wir haben alle individuelle Autos, die stehen die meiste Zeit um und wenn wir dann aber irgendwann kleine autonome Shuttles haben, dann könnte man vielleicht immer häufiger darauf verzichten ein eigenes Auto zu haben lässt sich von seinem Schattel einmal zur Arbeit bringen und das kann dann anschließend weiterfahren und jemand anderen noch abholen.

00:12:22: Ich träume immer davon.

00:12:24: also wir haben unter anderem ein großes Problem damit dass die Landbevölkerung so schlecht mit ÖPNV versorgt ist und wenn es diese kleine autonomen Schattels gäbe, habe ich mir immer vorgestellt dass das dann ganz andere Buslösungen sozusagen geben könnte.

00:12:38: Das Personen die kein eigenes Fahrzeug haben auch mal auf dem Land irgendwo eingesammelt werden können und irgendwo hinfahren wo du im Moment ja das Problem hast nicht nur das Fahrzeigerzeug kosten sondern auch der Busfahrer und wenn in der mit so ziemlich leeren Fahrzeugen über Land fährt kriegst du die ja nicht ausgelassen dann kannst du das Ganze irgendwie nicht finanzieren.

00:12:55: deswegen Ich glaube, das ist eine Erklärung, warum sich viele Menschen auf dem Land gerade irgendwie so ein bisschen abgeschnitten fühlen und dass wir ganz krasser nutzen.

00:13:05: Und also würde ich doch eigentlich würzen... Also bin nicht zu optimistisch, weil ich wäre jetzt schon zögerlich heute in einem vermeintlich autonom fahrenden Fahrzeug einzusteigen.

00:13:14: Denkt nachher die Technologie darf ruhig noch ein bisschen reifen aber es ist nicht eigentlich erwartbar, dass in keine Ahnung, zehn, zwanzig Jahren diese Autos viel sicherer fahren als wir Menschen das tun.

00:13:24: oder bin ich da überoptimistisch?

00:13:26: Also man hat ja immer dieser Traum von Autonomen, von Autos existieren ja schon lange und wir gehen auch immer mehr in die Richtung.

00:13:34: Es gibt mittlerweile schon Autos, die das ganz gut können.

00:13:38: Das Hauptproblem ist die unglaubliche Unsicherheit, die wir haben.

00:13:41: also Straßenverkehr ist schon allein für uns Menschen total schwer vorherseitbar und wir lernen halt Als Fahranfänger irgendwie, Dinge abzuschätzen.

00:13:51: Einzuschätzen wie andere Autos agieren werden.

00:13:54: und viel funktioniert auch darüber dass man einfach so ein bisschen so einen Miteinander praktiziert.

00:13:59: So ich möchte... Hab mich aus Versehen in die falsche Spur eingeordnet, möchte da noch abbiegen dann schiebe ich schon mal so'n bisschen die Nase vom Auto darüber der hinter mir wird schon dann Platz machen weil er ja auch keinen Unfall produzieren möchte.

00:14:10: Da ist also viel so zwischenmenschliche Kommunikation mit drin.

00:14:14: Und wenn jetzt alle Autos autonom wären könnte man diese Kommunikation natürlich gut nachbilden, indem einfach die Autos miteinander kommunizieren und dann über Algorithmen faire Verteilung gemacht wird oder fair geregelt wird.

00:14:26: Wer jetzt ein Bus fahren darf an der Kreuzung, wer da doch noch abbiegen darf.

00:14:32: Solange wir aber so einen Mischsystem haben, wo wir also manuell vorhandene Autos haben unterschiedlicher Generation mit Assistenzsysteme und ohne Assistenzzysteme, autonom fahrende Fahrzeuge, Fußgänger, Radfahrer

00:14:44: usw.,

00:14:46: Funktioniert das eben nicht so gut, weil diese Kommunikation von dem autonomen Fahrzeug mit dem Nichtautonomenverkehrsteilnehmer auf einem anderen Level funktionieren muss als die mit einem Autonomenfahrt.

00:14:57: Ja, okay verstanden aber andererseits sind wir Menschen ja auch wie Neige auch zu viel Verhalten ne?

00:15:02: Wir überschreiten die zugelässige Geschwindigkeit und dann nebenbei auf dem Handy rum.

00:15:08: Wir lassen uns ablenken von Gesprächen im Auto und all das könnt ihr sehr leicht ausgeschlossen werden.

00:15:13: Die muss nämlich in so einem Fahrzeug sitzen und mich gar nicht auf den Verkehr konzentrieren muss, sondern die Zeit nützlich verwenden kann.

00:15:21: Würde ich vermuten, stresst mich das viel weniger wie lange ich da eigentlich fahre?

00:15:25: Ist ja auch so ein typisch deutsches Phänomen dass man so drängelt und rast im Straßenverkehr.

00:15:29: Das zähne man anderswo nicht.

00:15:31: Ich habe schon mit Kolleginnen und Kollegen über einen Tempolimit gesprochen an anderer Stelle aber... Da würde ich zum Beispiel denken, da wäre ich total optimistisch, dass die Technik das halt nicht macht diesen ganzen Mist, den ich als Mensch mache.

00:15:43: Ja, das stimmt sicherlich.

00:15:44: Also die Autos fahren tendenziell deutlich defensiver weil sie natürlich so programmiert werden.

00:15:50: wir haben eine andere Erwartung an autonom fahrende Autos also bei menschlichen Fahren sind kleinere Unfälle mit Blechschäden passieren halt.

00:16:00: wenn das ein autonomes Fahrzeug macht möchten wir das eigentlich nicht.

00:16:03: aber wir eigentlich davon ausgehen wenn das autonomen fährt und intelligent ist und die ganzen Informationen verfügbar hat, dann dürfte es so was wie menschliches Versagen oder kurz die auch passt weil abgelenkt nicht geben.

00:16:16: Problem ist aber dass tatsächlich... Die haben zwar ganz viele Sensoren, aber diese Sensoren müssen ja auch ausgewertet werden und interpretiert werden und das ist auch gar nicht so einfach.

00:16:26: Also gerade wenn wir Sachen haben, die eben für beides nutzbar sein müssen zum Beispiel Verkehrsschilder Wir Menschen können ein Verkehrschild auch noch gut interpretieren, wenn da es total verschmutzt ist wissen wir trotzdem, auf welches System das ist.

00:16:41: So ein Machine Vision-System in einem Auto hat ganz große Schwierigkeiten damit.

00:16:46: wenn das Verkehrsschild verträgt ist dann kann es sein dass das neuronale Netz was eigentlich für die Erkennung von Verkehrsschildern zuständig ist plötzlich zwei drei Pixel falsch deutet und dann plötzlich eine andere Klasse landet also anderes Verkehrsschild und dann eben das Verkehrschild falsch interpretiert.

00:17:08: Genau, und wir Menschen können das besser kompensieren als die künstlichen Algorithmen.

00:17:13: Ich meine da arbeiten wir dran.

00:17:14: also die Forschung in dem Bereich arbeitet daran.

00:17:16: sicherlich wird es auch noch Fortschritte geben aber aktuell ist es noch so dass man mit sehr wenig Änderungen autonome Fahrzeuge manipulieren kann.

00:17:24: Also zum Beispiel gibt es Experimente wo dann um ein autonomes Fahrzeug eine weiße Linie gezogen wird im Kreis Und da das über diese durchgezogene Linie nicht fahren kann ist es dann gefangen.

00:17:36: Mensch würde dann an der Stelle entscheiden, dass die Regelbruch an der Stelle akzeptabel ist.

00:17:40: Da einmal rüberfahren und dann könnte er weiter fahren.

00:17:44: das Automobilfahrzeug hat halt die Regel, dass es da nicht rüber fahren darf und kann dann nicht den Kontext und die Situation so verstehen, dass ich weiß in der stelle muss es da halt einmal drüber fahren.

00:17:55: also da gibt's ganz viele kleine Situationen die das noch sehr schwierig machen.

00:18:00: Es gibt ja da irgendwie so unterschiedliche Stufen des Autonomiegerades.

00:18:04: Ich glaube, fünf oder sechs Stufen von den Fahrerassistenzsystemen die es heute schon gibt zu Fahrer Assistenz Systeme, die einen Vorschläge machen was man machen könnte über solche die in sozusagen... Unproblematisch, so ein Autobahn-Langfristverkehr irgendwie übernehmen können.

00:18:24: Über solche die es irgendwann voll autonomen machen können.

00:18:26: Elon Musk gehauptet seit sich ja und jetzt machen wir mal nicht deinen politischen Aktivitäten sondern wirklich das originäre sein Kerngeschäft als CEO von Tessa der behauptet seit Jahren schon wir sind ganz bald soweit komplett autonom fahren zu können.

00:18:39: glaubst du ihm das?

00:18:43: Nein Also ja, die sind schon relativ weit und viele Dinge funktionieren.

00:18:48: Aber viele Dinge funktioniert eben auch nicht.

00:18:49: Und ich glaube der Hauptunterschied ist das wir hier in Deutschland sehr, sehr strenge Sicherheitsvorkehrung haben und ein Fahrzeug eben wirklich nur die Dinge autonom übernehmen darf, die es wirklich kann.

00:19:01: und auch da immer der Fahrer noch mit preisern muss.

00:19:04: also bei allen Assistenzsystemen die wir schon nutzen können wie Tempomat oder sowas ist es immer noch so dass das Auto prüft, ob der Fahrer den Lammelengrad hat.

00:19:13: Immer mal wieder zwischendurch mit einer Warnung sagt so bitte jetzt hier nochmal kurz gucken, ob alles in Ordnung ist um eben dafür zu sorgen, dass man nicht das Autonummer-Fahrzeug komplett alleine entscheiden lässt sondern wenn man noch den Menschen ein bisschen In the Loop hat und da eine Entscheidung treffen kann.

00:19:31: Und die Assistenzsysteme, die Ellen Musk nutzt bräuchten das auch.

00:19:34: Also es gibt ja genügend Beispiele wo dann eben einen Autonomes System im Tesla etwas falsch interpretiert hat.

00:19:45: Aber wie?

00:19:46: beide werden das noch erleben, dass es voll autonomes Fahren gibt?

00:19:48: Was glaubst du?

00:19:49: Ich denke schon!

00:19:51: Vielleicht nicht überall aber ich denke es wird immer mehr werden muss dann auf einzelnen Strecken in bestimmten Bereichen das erste Mal kommt und dann so nach und nach.

00:20:02: Was siehst Du noch für Anwendungskontexte fehlt?

00:20:04: auch neue Anwendungs Kontexte für eingebettete Systeme.

00:20:08: Wir haben jetzt diesen Fahrzeugbereich, ich glaube in der industriellen Produktion ist es auch sozusagen schon Klassiker da gibt's schon.

00:20:14: Also in der Automobilindustrie gibt ganz viel Robotik und so was sind noch neue Felder?

00:20:22: Neue Felder also einerseits...

00:20:24: Okay jetzt sind die auch neu nur für mich und für diese die ganz alt.

00:20:29: Also ich meine Robotika ist ja schon angesprochen.

00:20:31: das wird sicherlich immer mehr werden.

00:20:33: also momentan sind Roboter eher noch in der Industrie, aber es wird immer mehr.

00:20:39: Wir haben schon Staubsaugerroboter zu Hause, Stipfenster-Putzroboter.

00:20:43: Das wird immer wieder in die Richtung gehen, dass wir mehr und mehr Alltagsaufgaben auch dann für Roboter benutzen werden.

00:20:48: Dann keine Ahnung, wenn Roboter haben, der Zuhause aufräumen kann, der die Küche sauber machen kann, sollte Sachen oder dann auch Roboter oder andere Assistenzsysteme die dann zum Beispiel in der Pflege eingesetzt werden können, die es Menschen ermöglichen können länger selbstständig zu Hause bleiben.

00:21:11: So dass wir dann auch das Problem mit dem Fachkräftemangel in der pflege vielleicht damit zumindest teilweise verbessern können.

00:21:18: Das finde ich ein total spannenden Kontext ist das ganze Thema und das sind wir auch wieder bei nachhaltigter Ziel.

00:21:22: Gesundheit und Wohlergehen ist ein ganz zentrales Nachhaltigtherziel.

00:21:28: Was können eingebettete Systeme da leisten im Gesundheitskontext?

00:21:32: Also Fliegeroboter ist eins, das wäre etwas sehr Innovatives.

00:21:36: Du hast mir im Vorgespräch gesagt dass es das in Japan wohl auch schon gibt.

00:21:40: Es gibt schon Roboter die in der Pflege eingesetzt werden können.

00:21:47: In Japan gibt's da sehr viel weil sie einfach generell eher eine roboter zugewandte Gesellschaft haben.

00:21:55: Es gibt auch hier Projekte bereits, wo Pflegeroboter getestet werden.

00:22:00: Tier- und Akzeptanz getestete werden aber auch schon einfach ganz einfache Sachen die es auch schon länger gibt so was wie Herzschrittmacher zum Beispiel das ist auch ein eingebettetes System was da drin steckt oder wenn wir eine Smartwatch haben

00:22:11: Einfach aus deiner Perspektive der Komplexität des eingebatteten Systems sondern bezahlen zu denen als einfaches.

00:22:18: ja ist ja ne Anwendung die unglaublich wichtig für den Menschen ist Die ist schon sehr alt ist Aber die glaube ich auch sich immer weiterentwickelt.

00:22:25: Also klar, da gibt es immer mehr Neuerungen.

00:22:28: Ich meinte damit jetzt eher so ein kleines System was wir auch schon länger haben also was jetzt nicht irgendwas komplett neues ist aber genau das entwickelt sich auch immer weiter.

00:22:42: die werden immer besser.

00:22:43: die Geräte.

00:22:43: auch dort haben wir mehr Vernetzung sodass dann zum Beispiel die Daten an den Arzt direkt gehen können, dass der Arzt das auslesen kann und zum Beispiel gucken kann.

00:22:52: okay wie ging es dem Patienten eigentlich?

00:22:55: Hat der Herzschutzmacher immer gut funktioniert.

00:22:57: Wie war die Herzfunktion?

00:22:59: Sollte?

00:23:00: Sachen kommen da immer mehr mit rein.

00:23:01: Und diese Wearables, die es heutzutage gibt, diese Smartwatches, die so Gesundheitsüberwachungsfunktion haben sind das auch eingebettete Systeme?

00:23:10: Im Prinzip ja!

00:23:11: Also alles was wir an kleinen tragbaren Geräten haben, hat in drin wieder eine kleine Steuereinheit und ist damit ein eingebettetes Thema.

00:23:20: Unsere Handys, eine Smartwatch... Alles was wir uns vorstellen können, irgendwelche Exoskelette, also alles was man so ein bisschen intelligente Steuerung mit drin hat und in einem technischen Gerät eingebattet ist.

00:23:37: Du hast ja vorhin gesagt, eingebette Systeme haben immer Sensorik aber auch Akteuren.

00:23:43: Was wäre bei der Smartwatch dann zum Beispiel ein Aktor?

00:23:45: Also ich verstehe dass die ganz viele Sensoren hat mit denen die irgendwie überprüfen kann was mein Puls gerade ist... Ich weiß nicht was noch alles!

00:23:58: Aber wo ist da der

00:23:59: Aktor?!

00:24:01: Die Smartwatch selber hat als Aktor eigentlich primär das Display, dass ihr was anzeigen kann und die Möglichkeit Sachen zu senden.

00:24:11: Aber klar sie greift nicht physisch wirklich in die Umgebung ein.

00:24:16: Also das unterscheidet sich von klassischen technischen eingebetteten Systeme, die tatsächlich irgendwas physisch steuern.

00:24:25: Muss das was Mechanisches sein oder kann es auch etwas Elektronisches sein?

00:24:31: Das eingebettete System in der Waschmaschine, das wird doch wahrscheinlich ein Signal geben.

00:24:37: Ah ja jetzt pumpen wir noch mal Wasser nach oder liefern nochmal Waschmittel nach oder so und es muss nichts mechanisch sein ne?

00:24:47: Nee wobei dann am Ende natürlich die Pumpe...

00:24:49: Dann doch wieder mechanisch.

00:24:51: Ja ok.

00:24:53: Sofern ist auch eine komische Klassifikat.

00:24:56: Am Ende wenn ich wirklich mit der Umwelt interagiere, dann passiert ja meist irgendwas.

00:25:01: Ja, okay verstanden.

00:25:04: Was treibt denn aus deiner Sicht?

00:25:05: Du hast gesagt die eingebetteten Systeme verbreiten sich immer mehr.

00:25:09: wir haben eben vorab auch schon kurz gesprochen und irgendwie... Zests geschält gemeinsam.

00:25:13: naja das ist so ein gradueller Prozess dass man immer an immer mehr Gelegenheiten im Alltag auf eingebetete Systeme trifft.

00:25:23: insofern wird es wahrscheinlich nie diesen einen Moment geben.

00:25:25: oh jetzt werde ich eingebette Systeme kennen weil ich habe die längst und merk gar nicht.

00:25:30: Aber was ist zum Beispiel, wenn wir jetzt in dem Gesundheitskontext nicht besonders spannend?

00:25:34: Weil der ja auch irgendwie menschennah kommt.

00:25:37: Was treibt da den Einsatz von eingebetteten Systemen?

00:25:40: Also z.B.

00:25:41: eine Roboter oder die Wearables oder was auch immer?

00:25:45: Ich glaube der Hauptgrund warum wir das entwickeln ist dass wir einerseits sehen was eingebättete Systeme an anderen Stellen können und dann... dass da Vorteile sehen, die wir dann in dem Gesundheitswesen nutzen wollen und andererseits Fachkräftemange.

00:26:04: Also die Idee von solchen Variables ist ja unter anderem auch das wir ein Teil der Gesundheitsüberwachung da schon mal auslagern können und dann zum Beispiel Menschen, die vielleicht nicht so schnell einen Arzttermin bekommen, dann eben auch nicht so oft zum Arzt gehen müssen weil sie manche Dinge schon über eine Vorabaufnahme haben oder Zum Beispiel Menschen, die hier auf dem Land leben.

00:26:29: Relativ weit weg von einem Arzt.

00:26:31: wenn man dann so in Richtung Telemedizin denkt, dass der Arzt die Möglichkeit hat bestimmte Gesundheitsparameter auch aus der Ferne sich anzuschauen, um zu gucken muss dieser Patient jetzt wirklich in die Praxis kommen oder kann ich vielleicht anfären?

00:26:43: Das

00:26:43: finde ich total faszinierend weil das jetzt auch so ein inklusiven Gedanke hat.

00:26:47: Häufig ist es ja so irgendwelche Technologie wird entwickelt und als sie nur für irgendwelchen Eliten erstmal verfügbar, die irgendwie reich sind und sich das leisten können aber dass du das grad auch so denkst schon Menschen Zugang zu ermöglichen die sonst vielleicht keinen Zugang hätten.

00:27:00: So ein System ist total fassiniernd und in der Tat mit der Telemedizin muss ja kommen Und irgendwie das ist ja auch eine sehr naheliegende Entwicklung, von der ich glaube wahrscheinlich findet es die E-Staat.

00:27:14: Aber irgendwie, ich merke es noch nicht im öffentlichen Diskurs, dass man irgendwie viel mehr Telemedizin nutzt und manchmal hat das Problem, dass Hausarztpraxen auf dem Land irgendwo auf einem planten Land häufig nicht nachbesetzt werden können.

00:27:25: Auch in manchen Regionen, die vielleicht weniger attraktiv als weniger attrakiv angesehen haben als andere.

00:27:30: Da ist ja die Telemedizine total naheliegende Antwort drauf und vielleicht auch so wearables.

00:27:35: wenn Wenn man halt einfach sagt, hier ich übertrag die Daten sind dem und dem das System sagt oh hier ist irgendwas außerhalb der Norm kannst du die Daten übertragen.

00:27:42: An Gesundheitszentrum irgendeinen Arzt den man es halt freigegeben hat wenn man natürlich damit einverstanden ist so aus Datenschutzgesichtspunkten dann kann er drauf gucken schon cool.

00:27:52: womöglich kann irgendwann auch eine KI wiederum über diese ganzen Daten gucken und sagen ja dass jetzt echt auffällig und das ist ja echt dringlich oder so sehr cool.

00:28:02: Das heißt also, wir haben sozusagen sowohl eine Kostenfassette.

00:28:06: Also ich sag mal wenn die Ressourcen einfach knapp sind dann werden sie ja eigentlich auch irgendwann immer teurer als auch ne Leistungsleite dass die das eingebettete Systeme auch Leistungen ermöglichen die sonst einfach nicht existieren würden oder einer höheren Qualität.

00:28:20: Genau beziehungsweise auch durch dadurch dass wir effizientere Hardware haben können wir dann auch kleinere Geräte bauen was dann zum Beispiel Es ermöglicht, dass auch eine kleinere Praxis vielleicht ein entsprechendes Diagnosegerät hat.

00:28:33: Also wenn ich jetzt zum Beispiel an Röntgensysteme denke... Früher hatten eben nur bestimmte Zahnarztpraxen einen Röentgengerät weil es eben sehr groß und sehr teuer war.

00:28:43: Und heute gibt's dann teilweise digitale Rönte-Möglichkeiten direkt an dem Zahnarzstuhl dran so das man da gar nicht ex van der Röintgenraum benötigt.

00:28:52: Genau!

00:28:52: Die Zahnerz sagen einem oh das ist auch noch ein Bruchteil der Strahlungsintensität können wir jetzt mal relativ locker machen Genau.

00:28:58: Was ja auch gut ist, ne?

00:28:59: Es ist ein eigener gesundheitlicher Nutzen, dass das digital ist und nicht mehr so eine... Keine Ahnung was es früher für einen gestrahlen Trennungsdosis war.

00:29:07: Du hattest eben schon mal erwähnt, dass die japanische Bevölkerung da irgendwie ganz offen ist mit so Fliegerobotan.

00:29:13: Wie ist das in Deutschland?

00:29:14: Ich stelle mir vor wenn ich jetzt pflegebedürftig wäre dann wird jetzt sowieso ein Roboter mir helfen sollen.

00:29:21: Ich weiß nicht wie sehr ich mir der helfen lassen wollte.

00:29:25: Kannst du dazu schon irgendwas sagen?

00:29:26: Gibt es dazwischen irgendwelche Erfahrungen, Daten.

00:29:30: Also es gibt Forschung in dem Bereich und Studienbereich aber ich kenne sie tatsächlich nicht.

00:29:35: also ich weiß das generell die Bereitschaft Technik zu vertrauen sehr unterschiedlich ist je nachdem aus welcher Generation man kommt wie sehr man auch einfach schon mit Technik aufgewachsen ist und dass normal findet dass Technik überall ist.

00:29:54: Die andere Sache ist natürlich auch immer die Frage, kann ich einschätzen was der Roboter da eigentlich tut?

00:29:59: Habe ich das Gefühl dass ich dem vertrauen kann?

00:30:01: habe ich das gefühlt dass er es richtig tut.

00:30:04: Und das ist einerseits die frage ein grundsätzliches Vertrauen in den würde nicht eingesetzt werden wenn ja nicht sicher wäre weil wir hier in Deutschland ja auch ein sehr starkes Sicherheitsbedürfnis haben.

00:30:15: das heißt alles was tatsächlich mit Menschen interagieren darf wurde systematisch verifiziert und getestet, sodass tatsächlich wir sicher sein können dass das sicher ist.

00:30:25: Und im Zweifel zwei wenn irgendwas nicht funktioniert der Roboter abgeschaltet wird automatisch damit nichts schiefgehen kann.

00:30:32: Und andererseits natürlich die Frage Kann ich das Roboterverhalten verstehen?

00:30:36: weiß ich was der tut?

00:30:37: Kann ich den einschätzen?

00:30:39: Du hast mir auch schon mitgeteilt dass du unter einem zu Erklärbarkeit von eingebetteten Systemen forscht und hast auch schon einmal so eine Story wie man denn wie Roboter sich selbst sozusagen erklären können.

00:30:55: Magst du das gerade nochmal für alle Teilen fürs Publikum?

00:30:58: Ich fand es hoch interessant.

00:31:00: Ja, also bei Erklärbarkeits geht's im Prinzip darum dass wir wollen, dass Systeme oder Roboter ihr Verhalten erklären und zwar nicht jedes Verhalten weil wir wollen jetzt nicht dass der Roboter die ganze Zeit irgendwie anzeigt was er gerade tut oder redet was er die gerade tut sondern kontextabhängig und nutzerspezifisch immer dann, wenn eine Erklärung benötigt wird.

00:31:24: Auch eine Erklerung liefert.

00:31:26: Und diese Erklärungen sollte natürlich auch die notwendigen Beinheiten, die wir benötigen um das Ganze zu verstehen aber nicht zu viel oder technisch.

00:31:36: Weil es nützt uns gar nichts, wenn der Roboter seinen ganzen Algorithmus erklärt Wenn wir eigentlich nur wissen wollen warum er jetzt nicht rechts am Himflur langfährt sondern irgendwie nach links abbiegt.

00:31:49: Du hast auch schon Hypothesen entwickelt dazu, wann man denn Erklärung braucht.

00:31:52: Das fand ich auch total spannend.

00:31:53: Kannst du das auch nochmal ausführen?

00:31:55: Genau!

00:31:55: Das ist gerade eine sehr aktuelle Arbeit an der wir gerade arbeiten.

00:31:59: Da geht es darum dass wir uns überlegt haben okay Menschen erklären Verhalten vor allem dann wenn es überraschend ist und negativ.

00:32:09: Also wenn irgendwas passiert, womit keiner gerechnet hat und das in irgendeiner Form negative Konsequenzen hat oder als nicht richtig empfunden wird.

00:32:16: Dann haben wir ein starkes Bedürfnis es zu erklären uns ein bisschen zu verteidigen quasi Und dementsprechend ist unsere Reputese der Roboter dass auftun sollten Das also verhalten was der Mensch merkwürdig und störend findet erklärt werden sollte.

00:32:32: Und das andere ist dann die Frage Was kommt eigentlich in die Erklärung rein?

00:32:38: Und da ist unsere Hypothese, dass eine Erklärung nicht zu allgemein sein sollte.

00:32:42: Also wenn wir zum Beispiel einen Roboter haben der die Aufgabe hat in der Küche das Geschirr vom Tisch in die geschürzten Maschine zu räumen und der Roboter macht etwas was wir merkwürdig finden also zb geht er nicht zum Tisch sondern er geht erst mal Richtung Geschirrspieler.

00:32:58: oder der Robot hört plötzlich mit der Aufgabe auf weil er zum Beispiel beim Hochnehmen eines Glases Wasser verschüttet Und statt jetzt also seine Aufgabe weiterzumachen, stellt ihr das Glas irgendwo ab und holt erst mal einen Lappen und Fisch drauf.

00:33:13: Wenn wir nicht gesehen haben dass der Wasser verschüttet hat dann wundern wir uns warum er das Glas jetzt irgendwo hinstellt und irgendwie weggeht.

00:33:20: Und wenn man dann eine Erklärung bekommen, dass da Wasser verschüttert wurde und der jetzt ein Lappem holt Dann ist alles gut!

00:33:26: Dann wissen wir das Verhalten ist tatsächlich sogar wünschenswert.

00:33:30: finde ich total spannend.

00:33:31: Ich habe danach gefragt, wenn ich mir vorstelle dass wenn der Roboter erklären kann was er warum macht das das beim Menschen ja Vertrauen generieren müsste und wenn es ihm nicht tut ist dann wiederum das Vertrauen erodiert.

00:33:43: Und was auch noch total spannend ist war so eine These aus deiner Antrittsvorlesung war du hattest gesagt dass eure Forschung immer interdisziplinärer wird.

00:33:51: jetzt plötzlich und man sieht ja sofort die Schnittstelle zur Psychologie oder gar zur Philosophie wie du da hast das ist total faszinierend.

00:33:59: Also gerade im Bereich Erklärbarkeit und auch du hast der Vertrauen angesprochen, das ist ja eben auch ein ganz speziell menschlicher Faktor.

00:34:06: Wo wir als Technikexperten gar nicht so viel zu sagen können.

00:34:10: Und da passiert interdisziplinäre Forschung und da ist eben dann auch die Frage welche Faktoren beeinflussen eigentlich Vertrauen?

00:34:17: Wie funktioniert eigentlich Vertrauen zwischen Menschen und zwischen Mensch und Technik?

00:34:25: Und diese These wenn das System sich erklärt, dann müsste das das Vertrauen erhöhen ist eine ganz gängige These, die ganz viel benutzt wird in der Kleberkeitsforschung.

00:34:33: Es gibt aber tatsächlich Fälle wo Erklärungen dazu führen das Vertrauen nicht erhöht sondern sogar verringert wird.

00:34:38: Weil wir nämlich auch sowas haben wie einen Vertrauensvorschuss an intelligente Technik weil wir davon ausgehen dass dieses System da schon korrekt machen wird.

00:34:47: irgendjemand sehr intelligentes hat dieses System entworfen und er wird das schon richtig gemacht haben.

00:34:52: Und wenn das System dann die Details erklärt, dann verstehen wir wie das System funktioniert und verstehen dass da auch eine gewisse Fehlbarkeit drin steckt.

00:35:01: Dann wird das Vertrauen was ursprünglich sehr hoch war eventuell erstmal vorringert.

00:35:06: Ja, und wahrscheinlich wäre es doch so.

00:35:08: Du hast ja eben gesagt, dass die Erklärung mit dem passenden Abfragzonsgrad braucht?

00:35:11: Wenn ich jetzt irgendwie am falschen Ende als Roboter anfange würde zu erklären und sagen, ich mache das weil meine Aufgabe ist die Spülmaschine einzuräumen, würde ich das sofort auch irgendwie misstrauisch werden denken.

00:35:20: Das ist jetzt irgendwie komisch oder?

00:35:22: Genau!

00:35:22: Und dann auch denken, oh so ganz gut haben sie denn nicht programmiert.

00:35:25: Genau,

00:35:26: das ist eben auch die spannende Frage.

00:35:28: Falls da eben setzt man da eigentlich an uns nützt es weniger einfach nur die Aufgabe zu haben, weil wahrscheinlich wissen wir die.

00:35:35: Also in Menschen Situationen mag ich das tatsächlich sinnvoll sein, wenn jetzt zum Beispiel ich in der Küche sitze und jemand anderes aus dem Haushalt den Roboter beauftragt hat die Küche aufzuräumen.

00:35:43: Und der Roboter kommt rein und nimmt ein Glas dann wundere ich mich vielleicht was er eigentlich vorhat.

00:35:48: und dann würde mir die Antwort Ich habe die Aufgabe die Schwimmerschiene einzuräumen ja schon helfen.

00:35:54: Wenn ich aber selber diesen Aufträge geben habe Dann weiß ich dass ja nützt mit dieser Erklärung gar nichts weil sie keinerlei neue Informationen behinhaltet.

00:36:02: Wenn da allein den Beispiel merkt man, wie unglaublich schwierig das ist sozusagen diese Programmierung zu machen weil du so unfassbar viele Kontextbedingungen irgendwie antizipieren musst und das passend hinterlegen musst sozusagen in der Situation musstest jetzt dann doch wieder nochmal erklären.

00:36:18: Spannend!

00:36:20: Vielen lieben Dank erstmal für den Einblick bisher.

00:36:23: ich würde es gerne mal versuchen zusammenzufahren oder dich bitten ob du das zusammenfasst kannst?

00:36:27: Wie würdest du deine persönliche Utopie jetzt ausformulieren.

00:36:31: Kannst du in einem Satz sagen, oh ich träume davon das X Y passiert oder ich möchte X Y machen mit meinen eingebetteten Systemen?

00:36:46: Ich glaube es wird gar nicht so auf einen speziellen Use Case unterbringen wollen sondern eher als allgemeine Utopie dass wir mit eingebättetem System Die Möglichkeit haben intelligente Systeme zu gestalten.

00:37:03: und meine Utopie ist, dass wir diese intelligenten Systeme nutzen um die Zukunft lebenswerter, sicherer und nachhaltiger zu gestalten.

00:37:13: Und die Probleme, die wir haben dann damit schlau lösen können.

00:37:19: Ja toll!

00:37:21: Vielen Dank!

00:37:23: Du hattest ja auch eingangs gesagt, dass du einfach eine sehr hohe Technikbegeisterung hast Offensichtlicher von den Möglichkeiten in Technik der Erkommens.

00:37:31: Den Nachhaltigkeitsnutzen hast du jetzt aufgezeigt, wir haben auch glaube ich ganz gut ausgearbeitet dass es auch einen wirtschaftlichen Nutzen haben kann.

00:37:38: die Frage ist immer wie kriegt man die Sicherheit hin?

00:37:40: Wenn wir jetzt noch mal so ein bisschen So'n kritischen Blick auf das ganze Thema eingebettete Systeme werfen Vielleicht bei meinem gesundheitsten Kontext mit den Pflegerobotern Wo würdest du sagen aus heutiger Sicht wo sind die Grenzen dessen was eingebettete Systeme leisten können?

00:37:58: oder was könnte ein Fliegeroboter heute machen, was könnte er aber nicht machen.

00:38:03: Und was wird der vielleicht auch perspektivisch nicht machen?

00:38:05: Könntest du dir wieder ganz viele Fragen... Meine Frau hat mir schon mal gesagt ich darf nicht fünf Fragen hintereinander stellen, aber ich bin ja nicht medienmäßig trainiert.

00:38:12: Jetzt lass' ich mal die fünf Fragen stehen!

00:38:16: Also ich meine, wenn man anfängt über Grenzen von Technik zu reden ist ja erstmal die Frage welche Grenzen man sich da angucken möchte.

00:38:22: Also geht das darum was technisch machbar ist?

00:38:24: Darum was wir wollen.

00:38:26: Lass uns das auch differenzieren!

00:38:27: Das ist eine sehr gute Karstellung.

00:38:29: Genau.

00:38:29: Was ist erstmal technisch Machbar?

00:38:30: und beim technischen Machbaren muss man natürlich immer gucken was geht heute, was geht eventuell dann in der Zukunft?

00:38:36: Heute haben wir einfach tatsächlich noch das Problem dass eben die künstliche Intelligenz zwar schon einiges kann aber eben nicht alles Und wir da einfach an vielen Stellen eben nicht diese allgemeine Intelligenz haben, die wir Menschen haben.

00:38:53: Die mit verschiedenen Störungen und Situationen umgehen können.

00:38:56: Sondern Maschinenlearning funktioniert halt so dass wir ein gewisses Trainingsdatanzett haben.

00:39:01: Und basierend auf dem was wir im Training gesehen haben dann Entscheidung treffen können.

00:39:05: Und so einen Transfer zwischen das ist jetzt eine Situation die so ein bisschen so ist wie das was ich im Training Das ist noch relativ schwierig zu setzen, was wir Menschen sehr gut können.

00:39:18: Ich meine auch wir Menschen sind fehlbar in manchen Situationen.

00:39:21: es gibt ja so optische Teuchung oder sowas.

00:39:23: also auch unser System funktioniert nicht hundertprozentig aber wir können eben vieles einfach aus Erfahrung ausgleichen und das funktioniert eben einfach noch nicht so gut.

00:39:32: das heißt an der Stelle haben wir einfach noch Nicht diese Möglichkeit dass Roboter tatsächlich in beliebigen Situationen richtig handeln können.

00:39:42: das Technische.

00:39:44: Dann auch die Frage einfach, ist es unglaublich schwierig präzise Dinge zu greifen zum Beispiel?

00:39:49: Das ist auch wieder eher so ein Robotik-Forschungsthema.

00:39:51: aber wenn wir jetzt eine Roboterhand haben, die jetzt z.B.

00:39:55: einen Glas nehmen soll... Wir machen ganz viel behauptisches Feedback.

00:40:00: also wenn wir das Glas anfassen merken wie ob das ein sehr stabiles dickes Glas oder ob das so ein ganz feines dünnes Deckglas ist und dementsprechend fassen wir das anders an.

00:40:07: Können wir dem richtigen Anpressdruck so zu wählen?

00:40:10: Genau.

00:40:11: Und das ist unglaublich schwierig, also da arbeitet die Robotikforschung auch dran wie man das eigentlich hinkriegt und diese ganze Haptik... Wir haben ja mehr Sensoren als nur gesehen und hören quasi.

00:40:24: Und dann gibt es auch Versuche das nachzumachen.

00:40:26: aber genau das ist eben aktuelle Forschung noch da passen ganz viel.

00:40:31: Und wenn wir dann eher so in Richtung gucken, was wollen wir eigentlich?

00:40:34: Dann fangen wir an über ethische Dinge nachzudenken und die Frage, wollen wir Menschen durch Roboter ersetzen oder wollen wir eben nur technische Assistenz haben.

00:40:45: Also wir wollen ja eigentlich.

00:40:46: zum Beispiel fliegebedürftige Menschen haben ja trotzdem das soziale Bedürfnis zu interagieren mit Menschen nicht nur mit einem Roboter.

00:40:54: Ja, ganz wichtiger Punkt.

00:40:55: Das heißt wenn wir Roboter haben die bestimmte Pflegeaufgaben übernehmen können und das Pflegepersonal an der Stelle entlasten können sollte es halt nicht dazu führen dass wir dann sagen wunderbar dann lassen wir das einfach den Robotern und dann haben wir ein roboter geführtes pflegeheim wo der menschen reinkommt und danach nur noch andere demente Menschen sieht und niemand anderen mehr.

00:41:17: ist eine echte dystopie.

00:41:18: genau

00:41:19: so das rollen wir auf gar keinen fall.

00:41:21: Ja, ist sehr gut.

00:41:23: Was gibt es denn noch für ethische Grenzen und Datenschutz?

00:41:26: Also das zum Beispiel, weiß ich nicht ob du jetzt vorhin schon Bezug darauf kamst aber hast mir auf jeden Fall an anderer Stelle schon erklärt dass die Adaptierbarkeit von eingebetteten System auch ein Forschungsgegenstand ist und aus einer rein technischen Perspektive mag das ja erstmal wünschenswert erscheinen.

00:41:41: Aber es gibt ja auch diese Horrorvisionen Roboter, die eines Tages so viel gelernt haben und dann den Menschen zu ihrem Gegner erklären.

00:41:50: Und anfangen Menschen zu bekämpfen.

00:41:52: gibt's da irgendwelche ethischen Grenzen, die man setzen muss?

00:41:55: Was darf so ein System können?

00:41:57: Ich würde jetzt zum Beispiel ad hoc denken na ja wenn das lernen darf, dann darf das aber nicht allzu autonom sein oder irgendwie so.

00:42:06: Kannst du dazu irgendwelchen Leitlinien formulieren, die es schon gibt oder über die überhaupt nachgedacht wird?

00:42:12: also da muss man natürlich super aufpassen dass man, also sobald Systeme die Möglichkeit haben zu lernen brauchen sie auch gewisse Grenzen.

00:42:22: Also was man momentan versucht ist einfach zu sagen, man hat ein gewisses wünschenswertes Verhalten, das man über Eigenschaften beschreibt.

00:42:31: Man versucht quasi den Raum der Möglichkeiten, die in Ordnung sind zu beschreiben und

00:42:39: In so einer Art Positivliste.

00:42:40: Genau,

00:42:41: so eine Art P positif Liste und andersrum auch in der Negativliste Dinge die nicht in Ordnung sind.

00:42:46: Und dann versucht man dieses Thema so zu programmieren dass sie eine gewisse Art von Selbstbewusstsein haben.

00:42:52: also beziehungsweise Menschen heißt es Self Awareness.

00:42:57: das geht eher so darum dass diese System quasi mitkriegen.

00:42:59: was können Sie?

00:43:01: Was tun Sie?

00:43:01: Welche Auswirkungen hat das was Sie jetzt vorhaben und dann das bewerten können?

00:43:07: Das heißt, bevor irgendwas gemacht wird gibt es so einen internen Analyseprozess wo bewertet wird ob diese Aktion in Ordnung ist.

00:43:14: Also führt die mich in ein Raum der Möglichkeiten die als in Ordnung klassifiziert sind oder führt sie mich daraus?

00:43:23: Und da gibt's dann eben Möglichkeit Dinge als Invarianten zu beschreiben.

00:43:28: man sagt das muss immer erfüllt sein und dann gibt's Dinge wo man sagt Für einen kurzen Zeitraum ist das in Ordnung, wenn du danach dann wieder was anderes machst.

00:43:36: Und da muss man natürlich sehr vorsichtig sein wie man das alles formuliert.

00:43:41: aber prinzipiell versucht man damit schon zu sagen okay wir grenzen den Raum ein.

00:43:45: innerhalb von dem Raum kann das System frei lernen Aber daraus nicht.

00:43:50: Also das sind die Asien auf schon Roboterwägeln sozusagen in der heutigen Zeit oder so?

00:43:54: So ein bisschen in die Bechte.

00:43:55: Okay, sehr gut Würdest du denn solchen Systemen erlauben, dass die Menschen... Wir haben ja schon gesagt, Menschen sind häufig die, die sich putzig verhalten.

00:44:06: Auch Menschen haben irgendwie Fähigkeiten, die Roboter nicht haben insbesondere auf der Intelligenz-Seite.

00:44:09: aber Menschen verhalten sich auch putzig.

00:44:11: inwieweit würde ich den solchen Systeme erlauben menschliches Verhalten zu monitorn?

00:44:17: Ja da kommen wir natürlich auch in eine spannende Fragestellung.

00:44:21: Die Frage ist ja einerseits was macht das System damit und andererseits Was passiert mit den Daten?

00:44:28: Wer hat da noch Zugriff?

00:44:29: Ja, genau.

00:44:30: Also sprich wenn das System dieses Monitoring benutzt um Entscheidungen zu treffen lokal die mir zugute kommen bin ich vielleicht eher bereit das zuzulassen.

00:44:42: also Ich erlaube zum Beispiel dem Staubsaugerroboter dass er mit einer Kamera meine Wohnung aufnimmt Um Hindernis zu erkennen Wenn diese Daten eben nur dafür benutzt werden anschließend sehr gelöscht werden und nicht mit irgendwie geteilt wird.

00:44:56: Wenn ich jetzt aber nicht genau weiß, was da passiert und dann zum Beispiel diese Aufnahmen auf irgendeinem Server irgendwo landen und irgendwer die wieder auswerten kann.

00:45:04: Dann wird es sehr schwierig!

00:45:06: Wie ist das denn?

00:45:06: Es können doch auch Dritte betroffen werden.

00:45:08: Ich habe mal auf deinem Beispiel von vorhin zurückgehe mit dem autonomen Fahrer.

00:45:10: Da sind zig Sensoren, zig Kameras in so einem Fahrzeug gegen neben auch umliegende Fahrzeuge auf und dann sitzt da eine an Steuern pro Bild in der Nase und möchte ja jetzt auch nicht dass das irgendwie das Bild verbreitet wird.

00:45:24: Wie ist das denn zu bewerten gibt?

00:45:25: muss es dann irgendwelche lösch vorschriften gehen für solche daten oder?

00:45:30: dass sie einfach nicht gespeichert werden?

00:45:34: Ja überhaupt ein thema mit dem man sich beschäftigt.

00:45:36: also ich hab diese cameras die auflösung haben für das beispiel jetzt aber ich glaube wir finden andere beispiele auch relevantere Beispiele.

00:45:43: des dritte betroffen sind und aus gefühl haben ihre persönlichen daten sind Jetzt Betroffen von so einem eingebetteten system oder so einem robotik Umgebung von jemandem anders?

00:45:56: Ja, also das geht dann mehr in Richtung Datenschutz und Datensicherheit von der Forschung her.

00:46:04: Aber ja auf jeden Fall gibt es da ganz viel Forschung in dem Bereich wo einfach die Frage ist einerseits können wir ganz viel und andererseits müssen wir eben immer gucken was passiert mit den Daten weil alle intelligenten Entscheidungen die getroffen werden basieren auf Daten Und in Daten sind Informationen drin, die auch für andere Dinge benutzt werden können.

00:46:25: Also wenn jetzt zum Beispiel ein Auto tracken kann wo es ist und diese Daten vielleicht auch teilt mit dem Hersteller für Optimierungsmöglichkeiten um zu gucken okay wie verhalten sich die Autos?

00:46:41: ist das Erwartungsintervall oder sowas.

00:46:44: Da sind ja alles eigentlich ganz nützliche Funktionen, aber aus den gleichen Informationen können wir natürlich auch wieder Sachen ableiten wie wer es wann wo?

00:46:51: Ja genau dazu habe ich vor kurzem Zeitungsartikel gewesen und zwar ganz erschreckend.

00:46:55: was man.

00:46:55: da haben sich Bundestagsabgeordnete freiwillig gemeldet dass mal Journalisten checken durften.

00:47:02: was findet man was kann man für die sozusagen für Profile generieren?

00:47:04: dann kann man wirklich sagen oh der hält sich in der Wohnung immer auf und er holt sich in dieser Wohnung immer So, das ist richtig.

00:47:11: Genau

00:47:12: und

00:47:12: ein Bewegungsprofil kann man unglaublich viel ablesen.

00:47:15: Man kann ja auch zum Beispiel ablesenen auf einem Kind vorhandenes was in eine Schule gebracht wird wie die Unterrichtszeiten von dem Kind sind oder was auch immer.

00:47:21: also da kann man ja unglaublich viele ableiten.

00:47:25: Und das Leiche gilt natürlich für alle anderen Sensor-Daten auch.

00:47:28: Alles was wir erheben, da müssen wir super vorsichtig mit sein und dafür gibt es entsprechende Datenschutzgesetze für die auch dann immer wieder angepasst wird je nachdem wie sich die Technik weiterentwickelt.

00:47:37: also in den Rechtswissenschaften gibt's dann auch immer wieder Bereiche wo sie sich damit beschäftigen.

00:47:43: sind die aktuellen Gesetze die wir haben eigentlich noch Gas was wir brauchen für die Technique die sich weiterentwickelt hat.

00:47:49: Ja sehr spannend!

00:47:51: Eine andere Abpunktin Den man vielleicht auch noch mal kritisch anreist.

00:47:56: Ich habe auch gerade ich stütze mich wieder auf meinen Medienkonsum.

00:48:00: Ich hab kürzlich gelesen, dass die Fähigkeit also wir sind beide ja auch Eltern Die Fähigkeiten von Kindern sich lange zu konzentrieren Lässt nach.

00:48:09: die Lesefähigkeiten Von Kindern lassen krass nach weil sie halt auch das scrollen über so ein tablet gewohnt sind.

00:48:15: wie würdest du das reflektieren wenn eingebettete Systeme uns immer mehr abnehmen.

00:48:21: Also meine zum Beispiel Navigationsfähigkeit war schon mal sehr, sehr schlecht ausgekriegt.

00:48:25: Die haben wahrscheinlich auch noch nachgelassen jetzt wo ich irgendwie Google Maps immer verfügbar habe.

00:48:31: Ist es okay wenn wir als Menschen dann plötzlich perspektivisch langfristig denke ich über Jahrzehnte denken immer mehr Fähigkeiten verlieren weil uns diese Systeme das abnehmen?

00:48:43: Sie schätzt du das ein?

00:48:45: Ja schwierig!

00:48:46: Also man kann natürlich einerseits argumentieren, dass in der gesamten Geschichte der Menschheit auch Fähigkeiten bzw.

00:48:55: Spezialisierungen entstanden sind.

00:48:58: aber ja man muss natürlich super aufpassen und ich finde gerade zum Beispiel lesen ist eine Fähigkeit.

00:49:04: das wäre sehr schade wenn die verloren geht weil wir einfach unser ganzes Wissen darüber erschließen in der Schule im Studium Dinge weitergeben können.

00:49:15: Dinge, die auf Papier geschrieben sind, sind schon deutlich beständiger als irgendwelche TikTok-Videos oder so.

00:49:21: Das heißt wenn wir uns irgendwann darauf verlassen müssen dass das ganze Wissen unsere Generation in irgendwelchen flüchtigen Medien vorhanden ist und nicht mehr anderweitig ich glaube da kommen wir nicht in irgendein Bereich den wir wollen.

00:49:35: Das heisst ja auf jeden Fall muss man immer gucken kritisch reflektieren.

00:49:38: Was macht Technik eigentlich mit uns?

00:49:40: Und gerade das Kräulen, was du ja auch angesprochen hast, dass es ja auch ganz spannend wieder einfach auch das Belohnungssystem in unserem Gehirn ausgenutzt wird und am Ende eigentlich dafür sorgt, dass wir viel zu viel Zeit in unserem Alltag vor diesem Handy verbringen und irgendwelchen Input aufnehmen, der uns aber eigentlich gar nicht weiterbringt.

00:50:00: Aber unser Gehirne hat das Gefühl... Es wird immer wieder belohnt für... Ich habe etwas Neues, Spannendes mitbekommen!

00:50:07: Und in Wirklichkeit haben wir einfach nur Zeit vertrüllt, die viel besser hätten für andere Dinge.

00:50:11: Ja und sind in irgendeinem System drin geblieben wo sich einer darüber bräut dass er uns viel Werbung zeigen konnte und ordentlich Geld damit verdient da das sich auch sehr kritisch ist?

00:50:19: Genau!

00:50:20: Das natürlich was Allgemeines hat jetzt wenig mit eingebetteten Systemen an sie abzutun sondern eher Technik- und Mediennutzung im Allgemeinen.

00:50:27: Stimmt

00:50:28: Aber ja auf jeden Fall brauchen wir da auch gewisse Regularien die uns selbst quasi vor Technik viel erschützen.

00:50:37: Ja, völlig richtig.

00:50:39: Das ist keine Frage spezifisch für eingebettete Systeme oder allgemeine Fragen zur Umgang mit Technik und wahrscheinlich müssen wir eben definieren okay es gibt irgendwelche Kulturfertigkeiten und Fähigkeiten die wir einfach uns erhalten wollen und andere Sachen.

00:50:52: die dürfen dann vielleicht auch verlernen.

00:50:54: und das ist ok.

00:50:56: wenn ich mir vorstelle in dreißig Jahren haben Überall diese Roboter und wir haben nicht nur Fensterputz-Roboter, sondern auch Roboter die Senioren im Alltag begleiten, pflegen uns helfen.

00:51:07: Was ist das für ein Touristenroboter der mich durch eine neue Stadt führt oder so?

00:51:11: Und diese Roboter sind die ganze Zeit so super nett zu uns.

00:51:14: Ich sag, ey du blöder Roboter, zeig mir mal wo ihr der Bäcker ist.

00:51:18: Lieber Herr Bussel gehen Sie da unter langer ist ja Bäcker.

00:51:20: verlieren wir irgendwann unsere sozialen Fähigkeiten in einer menschlichen, zwischenmenschlichen Interaktion weil diese Systeme irgendwie uns immer sozusagen pämpern und uns immer nur die Belohnung geben.

00:51:31: Du hast ja gerade schon darüber gesprochen wie wir erwarten.

00:51:35: Ich meine, ich hoffe natürlich sehr, dass wir nicht nur Kontakt mit Robotern haben sondern weiter auch Kontakt mit echten Menschen.

00:51:40: Wo wir weiterhin das Feedback bekommen was in Ordnung ist und was nicht in Ordnungen ist.

00:51:45: Menschen sollen sich ja gerüchtetweise schon in KIs verliebt haben und auch unglücklich verliebd haben?

00:51:54: Ja, also klar es gibt es!

00:51:57: gibt vieles.

00:51:58: Und sicherlich ist das auch eine Frage, wieviel Kontakt man mit anderen Menschen dann weiter hat?

00:52:04: Also wenn man jetzt davon ausgeht dass man zum Beispiel pflegebedürftige Menschen hat die vielleicht alleine in einer Stadt leben Die Kinder leben in anderen Städten haben nicht so viel Zeit sie zu besuchen Dann ist natürlich viel Kontakt dann eventuell mit einem Pflegeroboter.

00:52:22: Da muss man sicherlich gucken was macht das eigentlich Mit dem mit den Menschen?

00:52:26: und wir müssen muss die Kommunikation zwischen Mensch und Roboter eigentlich ablaufen, damit ja bestimmte Dinge nicht passieren oder damit wir uns wohlfühlen.

00:52:37: Ich glaube das sind alles sehr spannende Fragestellungen, die dann aber eben auf der einen Bereich Psychologie gehen, wo man dann Studien machen muss zu dem Thema was wollen wir eigentlich?

00:52:47: Und dann ist die Frage wie setzen wir es wieder um?

00:52:49: also ich sehe da auch... interdisziplinär zusammenarbeiten, weil wir natürlich auch Dinge verstehen müssen.

00:52:56: Also wir die die Technik-Design müssen verstehen was eigentlich wünschenswert ist und was nicht.

00:53:04: aber das herauszufinden ist dann wieder die Aufgabe einer anderen Disziplin mit der wir uns dann eben im Austausch befinden mussten um heraus zu finden was eigentlich die Anforderungen an unsere Technik sind.

00:53:16: Ja okay vielen Dank!

00:53:16: Das ist ein faires Argument.

00:53:19: Nichtsdestotrotz habe ich dich auch kennengeler als jemand, der auch sehr kritisch reflektiert.

00:53:23: Gibt es auch irgendwelche ganz anderen Themen die du sehr kritische reflektierst an deinen eingebetteten Systemen?

00:53:29: Gib mir jetzt sozusagen noch nicht eingefallen wie du selbst denkst oder gibt es Probleme Gefahren Herausforderungen über die wir noch nicht gesprochen haben?

00:53:37: Oder denkst dann das ist schon wert dass man da auch mal darüber nachdenkt?

00:53:40: Also prinzipiell stehe ich dem Einsatz von intelligentem Assistenzsystem grundsätzlich immer ein bisschen kritisch entgegen, weil ich immer denke da wo sie wirklich nützlich sind sehr gerne.

00:53:55: An anderer Stelle ist immer so ein bisschen die Frage brauche ich das wirklich?

00:53:59: Was bringt mir das jetzt?

00:54:01: was kostet das also wenn ich jetzt irgendwie von unterwegs meinen Herd anschalten kann?

00:54:07: Brauche ich dass wirklich und welche Risiken stehen da eigentlich wieder dahinten?

00:54:11: Sind mir die Risiken den Nutzen wieder wert?

00:54:14: Das sind dann so Fragen, die ich mir einfach persönlich dann immer stelle.

00:54:17: Wenn ich irgendwie lese was jetzt wieder sich überlegt hat, was wir alles smart kontrollieren können und ich glaube da ist ein bisschen der Einsatz von nur weil es technisch möglich ist heißt das ja noch lange nicht dass wir's auch wirklich wollen also dass man einfach nicht alles macht was technisch möglichst ist sondern sich immer überlegt Ist das etwas, was wir wollen?

00:54:38: Ist es etwas, das die Menschheit irgendwie voran bringt?

00:54:41: oder ist das nur etwas, ... ... was die Firma möchte weil sie damit Geld verdienen kann.

00:54:45: Genau!

00:54:45: Das habe ich nämlich genau auch gedacht.

00:54:47: Es ist ja leider so in... Deiner Disziplin werden neue Möglichkeiten entwickelt, die in meiner Diszipline dann für die man irgendwelche Business Cases definieren kann wie man Geld verdienen kann und dann werden sie vertrieben.

00:54:59: Dann werden sie produziert und vertrieben und die Frage ob das Bedürfnis vorne rein da war oder erst artificiell kreiert wurde mit irgendwie geschickter Erwerbung wird ja nicht mehr gestellt.

00:55:09: und am Ende nützen wir so Zeug sowie dieses Skrollen wo man plötzlich das Belohnungssystem anspricht und eigentlich keinen Nutzen davon hat es extrem schwer Also ich spreche nicht mal nur aus der Perspektive des Vaters, sondern auch über mich selbst.

00:55:24: Sehr schwer da auch wieder loszukommen und irgendwie sich zu überlegen, wann muss ich denn dann jetzt drauf gucken auf das Gerät?

00:55:29: Und wann nicht?

00:55:31: Na gut!

00:55:32: Ich glaube, dass ist so ein allgemeines Satz, den wir präsent stehen lassen können.

00:55:39: Dass wir halt nicht uns von der Technik kontrollieren lassen wollen.

00:55:42: Nur weil es etwas technisch möglich ist heißt es halt nicht, dass wir's benutzen wollen und wir wollen immer noch die Kontrolle haben.

00:55:49: Ich glaube, das ist so ein bisschen diese Machtlosigkeit die man auch dann bei diesen Skrollen zum Beispiel hat.

00:55:54: Man weiß eigentlich dass das so ein Mechanismus ist der einen irgendwie dazu bringt länger am Handy zu sein als man möchte und trotzdem benutzt man es.

00:56:03: Ja ja das ist total schwierig.

00:56:05: aber ich meine du gehst in Supermarkt da stehen an einer Kasse dann irgendwie diese ganzen Snacks und du gehest durch ein ganzes Regal mit Süßigkeiten.

00:56:15: Die sind süß, die sind salzig.

00:56:17: Die haben irgendwie auch so eine Textur, die ist super und du weißt ja auch das Zeug ist schlecht... ...und trotzdem wird es herverkauft, ne?

00:56:25: Das ist jetzt eigentlich nicht speziell an deinen eingebetteten Systemen.

00:56:29: Zählen wir mal kurz zum Abschluss.

00:56:32: Gibt's denn harte Gegner von einfach eingebätteten System per se?

00:56:36: Mir scheint das nicht plausibel zu sein, was wir besprochen haben.

00:56:39: Es gibt wenn dann Gegner für bestimmte Technologien oder...?

00:56:43: Genau, also vor allem Gegner für bestimmte Anwendungsbereiche da.

00:56:47: Also klar es gibt immer Leute die sagen gerade in Deutschland Autofahren ist etwas was wir Deutschen ja gerne machen.

00:56:55: das wollen wir uns eigentlich auch nicht wegnehmen lassen.

00:56:58: und das ist sicherlich eine Sache wo man sagt so Es gibt Dinge dass es sinnvoll ist so ein autonomer Shuttle Service ist glaube ich jeder dabei aber wenn man plötzlich gar nicht mehr selber fahren darf.

00:57:11: Das ist, glaube ich etwas was in unserer Gesellschaft an der kritisch gesehen wird.

00:57:15: So wie das Tempolimit oder andere Sachen die eben den in diesen freie Fahrt für Freie Bürger Gedanken eingreifen.

00:57:22: als ein Beispiel also ich glaube die eingebetteten Systeme selber da gibt es keine Gegner.

00:57:27: Ich meine viele Leute wissen auch gar nicht was ein eingebättetes System ist aber prinzipiell irgendwie ein intelligentes Steuerungssystem was uns zum Beispiel ermöglicht die Waschmaschine, die Mikrowelle in Herz den Fernseher zu steuern.

00:57:41: Also all diese Dinge nutzen wir ja gerne.

00:57:43: und dann gibt es eben bestimmte Anwendungsbereiche wo dann plötzlich in Dinge eingegriffen wird, die man vielleicht nicht möchte.

00:57:51: Okay aber dadurch dass das so ein gradueller Prozess ist also dass immer mehr Anwendungen gibt in denen eingebettete Systeme zum Tragen kommen und dass deren Funktionalität ja auch sozusagen pro April erweitert wird gibt's auch nicht den einen Moment wo man sagen würde oh Das wollte ich aber nicht, sondern eigentlich ist das ein schleichender Prozess.

00:58:08: Und irgendwann sind Sie halt überall wie du gesagt hast richtig?

00:58:12: Genau!

00:58:13: Okay super und da du diese Professur innehast unterstelle ich dir es auch dein persönliches Fazit auf wenn wir jetzt ein bisschen kritisch reflektiert haben.

00:58:22: in Summe lohnt sich's, richtig?

00:58:23: Wie würdest du zu deinen Worten formulieren?

00:58:26: Ja also klar die Möglichkeiten die wir haben mit eingebetteten System uns in unserem Alltag helfen zu lassen, Produktionen zu verbessern, individuellere Produkte dann produzieren lassen zu können usw.

00:58:44: Und vielleicht auch irgendwann dahin zu kommen dass eben Aufgaben von Robotern übernommen werden die wir Menschen ja gar nicht so gerne machen.

00:58:51: also ich glaube niemand möchte gerne einfach am Fließband stehen.

00:58:54: es ist schön wenn das ein Roboter machen kann und andere dann wieder Aufgaben die wir gerne machen die wird an Ebbe bewusst auch bei behalten.

00:59:03: Jetzt muss ich dann mal ein Gedanken nachschieben, nämlich jetzt vorhin übersprungen hatte.

00:59:07: Es ist jetzt auch nicht so lange her, dass da ein großes Problem mit Arbeitslosigkeit in dem Land hat und das war eigentlich ja immer so, dass es gerade die am wenigsten qualifizierten Menschen, was tenden zu ja auch die wohlne Rabelsten sind ihre Jobs verloren haben bzw.

00:59:21: Angst rumhaben mussten.

00:59:23: Ich habe das Gefühl weil wir jetzt auch gerade einen demografischen Wandel stehen, dass wird jetzt irgendwie kein Problem, was wir heute haben.

00:59:29: Wir haben eigentlich an jeder Ecke hier im Ende... Fachkräftemangel oder auch Mangel von Nichtfachkräften.

00:59:35: Insofern glaube ich so schnell können die Roboter momentan gar nicht kommen, als dass wir irgendwie nichts mehr zu tun haben für Menschen.

00:59:41: aber ich könnte mir vorstellen das es in zwanzig dreißig Jahren auch mal wieder anders wäre.

00:59:45: und dann ist natürlich die Frage wie wir als Gesamtgesellschaft damit umgehen.

00:59:50: also eigentlich ist es ja gar nicht erstrebenswert vierzig Stunden am Ende der Woche dann zu arbeiten wenn wir die Möglichkeit hätten weniger zu arbeiten und damit aber das gleiche Leben zu ermöglichen.

01:00:02: Ich glaube, die meisten Leute werden damit einverstanden.

01:00:04: Wir müssen halt nur das hinkriegen, dass alle davon

01:00:08: profitieren.

01:00:08: Genau!

01:00:08: Und dann sind wir beim Parteidungsthema.

01:00:11: Das fassen wir jetzt heute nicht noch auf.

01:00:12: Aber mich voll bei dir – das ist eine sehr spannende Frage.

01:00:15: Die lassen wir für das nächste Video.

01:00:18: Gerena ganz, ganz herzlichen Dank für die tollen Einblicke, die mir gewährt hast und ja damit auch unseren Zuschauerinnen und Zuschauern gewährt hat.

01:00:26: Dann danke ich dir.

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